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»Riechst du was?«

Harry schnüffelte und ein übler Gestank drang ihm in die Nase, eine Mischung aus getragenen Socken und der Sorte öffentlicher Toiletten, die niemand je zu putzen scheint.

Und da

Es war ein fürchterlicher Anblick. Über drei Meter hoch, die Haut ein fahles, granitenes Grau, der große, plumpe Körper wie ein Findling, auf den man einen kleinen, kokosnußartigen Glatzkopf gesetzt hatte. Das Wesen hatte kurze Beine, dick wie Baumstämme, mit flachen, verhornten Füßen. Der Gestank, den es ausströmte, verschlug einem den Atem. Es hielt eine riesige hölzerne Keule in der Hand, die, wegen seiner langen Arme, auf dem Boden entlangschleifte.

Der Troll machte an einer Tür Halt, öffnete sie einen Spalt breit und linste hinein. Er wackelte mit den langen Ohren, faßte da

»Der Schlüssel steckt«, flüsterte Harry,»Wir kö

»Gute Idee«, sagte Ron nervös.

Sie schlichen die Wand entlang zu der offenen Tür, Mit trockenen Mündern, betend, daß der Troll nicht gleich wieder herauskam. Harry machte einen großen Satz und schaffte es, die Klinke zu packen, die Tür zuzuschlagen und sie abzuschließen.

ja!«

Mit Siegesröte auf den Gesichtern ra

»O nein«, sagte Ron, blaß wie der Blutige Baron.

»Es ist das Mädchenklo!«, keuchte Harry.

»Hermine!«,japsten sie einstimmig.

Es war das Letzte, was sie tun wollten, doch hatten sie eine Wahl? Sie machten auf dem Absatz kehrt, ra

Hermine Granger stand mit zitternden Knien an die Wand gedrückt da und sah aus, als ob sie gleich in Ohnmacht fallen würde. Der Troll, links und rechts die Waschbecken herunterschlagend, schlurfte langsam auf sie zu.

»Wir müssen ihn ablenken!«, sagte Harry verzweifelt zu Ron, griff nach einem auf dem Boden liegenden Wasserhahn und warf ihn mit aller Kraft gegen die Wand.

Der Troll hielt ein paar Meter vor Hermine i

»He, du, Erbsenhirn! «, schrie Ron von der anderen Seite des Raums und warf ein Metallrohr nach ihm. Der Troll schien nicht einmal Notiz davon zu nehmen, daß das Rohr seine Schulter traf, doch er hörte den Schrei, hielt erneut i

»Schnell, lauf, lauf«, rief Harry Hermine zu und versuchte sie zur Tür zu zerren, doch sie ko

Die Schreie und deren Echo schienen den Troll zur Raserei zu bringen. Mit einem dumpfen Röhren ging er auf Ron los, der ihm am nächsten stand und keinen Ausweg hatte.

Harry tat nun etwas, das sehr mutig und sehr dumm zugleich war: mit einem mächtigen Satz sprang er auf den Rücken des Trolls und klammerte die Arme um seinen Hals. Der Troll spürte zwar nicht, daß Harry auf seinem Rücken hing, doch selbst ein Troll bemerkt, we

Der Troll heulte vor Schmerz, zuckte und schlug mit der Keule wild um sich, und Harry, in Todesgefahr, klammerte sich noch immer auf seinem Rücken fest; gleich würde der Troll ihn herunterreißen oder ihm einen schrecklichen Schlag mit der Keule versetzen.

Hermine war vor Angst zu Boden gesunken. jetzt zog Ron seinen eigenen Zauberstab hervor – er wußte zwar nicht, was er tat, doch er hörte, wie er den ersten Zauberspruch rief der ihm in den Si

Die Keule flog plötzlich aus der Hand des Trolls, stieg hoch, hoch in die Luft, drehte sich langsam um – und krachte mit einem scheußlichen Splittern auf den Kopf ihres Besitzers. Der Troll wankte kurz im Kreis und fiel da

Zitternd und um Atem ringend richtete sich Harry auf Ron stand immer noch mit erhobenem Zauberstab da und starrte auf das, was er angestellt hatte.

Hermine machte als Erste den Mund auf

»Ist er – tot?«

»Glaub ich nicht«, sagte Harry. »Ich denke, er ist k. o.«

Er bückte sich und zog den Zauberstab aus der Nase des Trolls. Er war beschmiert mit etwas, das aussah wie klumpiger grauer Kleber.

»Uäääh, Troll-Popel.«

Er wischte ihn an der Hose des Trolls ab.

Ein plötzliches Türschlagen und laute Schritte ließen die drei aufhorchen. Sie hatten nicht bemerkt, was für einen Höllenlärm sie veranstaltet hatten, doch natürlich mußte unten jemand das Röhren des Trolls und das Krachen gehört haben. Einen Augenblick später kam Professor McGonagall hereingestürmt, dicht gefolgt von Snape, mit Quirrell als Nachhut. Quirrell warf einen Blick auf den Troll, gab eine schwaches Wimmern von sich, griff sich ans Herz und ließ sich schnell auf einem der Toilettensitze nieder.

Snape beugte sich über den Troll. Professor McGonagall blickte Ron und Harry an. Noch nie hatte Harry sie so wütend gesehen. Ihre Lippen waren weiß. Seine Hoffnungen, fünfzig Punkte für Gryffindor zu gewi

»Was zum Teufel habt ihr euch eigentlich gedacht?«, fragte Professor McGonagall mit kalter Wut in der Stimme. Harry sah Ron an, der immer noch mit erhobenem Zauberstab dastand. »Ihr kö

Snape versetzte Harry einen raschen, aber durchdringenden Blick. Harry sah zu Boden. Er wünschte, Ron würde den Zauberstab sinken lassen.

Da

»Bitte, Professor McGonagall, sie haben nach mir gesucht.«

»Miss Granger?«

Hermine schaffte es endlich, auf die Beine zu kommen.

»Ich bin dem Troll nachgelaufen, weil ich – ich dachte, ich kö

Ron ließ seinen Zauberstab sinken. Hermine Granger erzählte ihrer Lehrerin eine glatte Lüge?

»We

Harry und Ron versuchten auszusehen, als ob ihnen diese Geschichte keineswegs neu wäre.

»Na, we

Hermine ließ den Kopf hängen. Harry war sprachlos. Hermine war die Letzte, die etwas tun würde, was gegen die Regeln verstieß, und da stellte sie sich hin und behauptete ebendies, nur um ihm und Ron aus der Patsche zu helfen. Es war, als würde Snape plötzlich Süßigkeiten verteilen.

»Miss Granger, dafür werden Gryffindor fünf Punkte abgezogen«, sagte Professor McGonagall. »Ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. We