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»Das hier«, sagte Wood,»ist der Goldene Schnatz, und der ist der wichtigste Ball von allen. Er ist sehr schwer zu fangen, weil er sehr schnell und kaum zu sehen ist. Der Sucher muß ihn fangen. Du mußt dich durch die Jäger, Treiber, Klatscher und den Quaffel hindurchschlängeln, um ihn vor dem Sucher der anderen Ma
»Nun, das war's. Noch Fragen?«
Harry schüttelte den Kopf. Er hatte begriffen, wie das Spiel ging, und nun mußte er es in die Tat umsetzen.
»Wir üben heute noch nicht mit dem Schnatz«, sagte Wood und verstaute ihn sorgfältig wieder in der Kiste. »Es ist zu dunkel, er kö
Er zog einen Beutel mit gewöhnlichen Golfbällen aus der Tasche und ein paar Minuten später waren die beiden oben in den Lüften. Wood warf die Golfbälle, so weit er ko
Harry fing jeden Ball, bevor er den Boden berührte, was Wood ungemein freute. Nach einer halben Stunde war die Nacht hereingebrochen, und sie mußten aufhören.
»Der Quidditch-Pokal wird dieses Jahr unseren Namen tragen«, sagte Wood glücklich, als sie zum Schloß zurück schlenderten. »Würde mich nicht wundern, we
Vielleicht war Harry so beschäftigt mit dem Quidditchtraining drei Abende die Woche und dazu noch mit all den Hausaufgaben jedenfalls ko
Als sie am Morgen von Halloween aufwachten, wehte der köstliche Geruch gebackener Kürbisse durch die Gänge. Und es kam noch besser: Professor Flitwick verkündete im Zauberunterricht, sie seien nun so weit, Gegenstände fliegen zu lassen, und danach hatten sie sich alle gesehnt, seit sie erlebt hatten, wie er Nevilles Kröte im Klassenzimmer umherschwirren ließ. Für die Übungen stellte Professor Flitwick die Schüler paarweise zusammen. Harrys Partner war Seamus Fi
»Also, vergeßt nicht diese flinke Bewegung mit dem Handgelenk, die wir geübt haben!«, quiekte Professor Flitwick, wie üblich auf seinem Stapel Bücher stehend. »Wutschen und schnipsen, denkt daran, wutschen und schnipsen. Und die Zauberworte richtig herzusagen ist auch sehr wichtig – denkt immer an Zauberer Baruffio, der ›r‹ statt ›w‹ gesagt hat und plötzlich auf dem Boden lag – mit einem Büffel auf der Brust.«
Es war sehr schwierig. Harry und Seamus wutschten und schnipsten, doch die Feder, die sie himmelwärts schicken sollten, blieb einfach auf dem Tisch liegen. Seamus wurde so ungeduldig, daß er sie mit seinem Zauberstab anstachelte, worauf sie anfing zu bre
Ron, am Tisch nebenan, erging es auch nicht viel besser.
»Wingardium Leviosa!«, rief er und ließ seine langen Arme wie Windmühlenflügel kreisen.
»Du sagst es falsch«, hörte Harry Hermine meckern. »Es heißt Wing-gar-dium Levi-o-sa, mach das ›gar‹ schön und lang.«
»Da
Hermine rollte die Ärmel ihres Kleids hoch, knallte kurz mit dem Zauberstab auf den Tisch und sagte »Wingardium Leviosa!«.
Die Feder erhob sich vom Tisch und blieb gut einen Meter über ihren Köpfen in der Luft schweben.
»Oh, gut gemacht!«, rief Professor Flitwick und klatschte in die Hände. »Alle mal hersehen, Miss Granger hat es geschafft!«
Am Ende der Stunde hatte Ron eine hundsmiserable Laune.
»Kein Wunder, daß niemand sie ausstehen ka
Jemand stieß im Vorbeigehen Harry an. Es war Hermine. Für einen Augenblick sah er ihr Gesicht – und war Überrascht, daß sie weinte.
»Ich glaube, sie hat dich gehört.«
»So?«, sagte Ron und schaute allerdings etwas unbehaglich drein. »Ihr muß selbst schon aufgefallen sein, daß sie keine Freunde hat.«
Hermine erschien nicht zur nächsten Stunde und blieb den ganzen Nachmittag lang verschwunden. Auf ihrem Weg hinunter in die Große Halle zum Halloween-Festessen hörten Harry und Ron, wie Parvati Patil ihrer Freundin Lavender sagte, Hermine sitze heulend im Mädchenklo und wolle allein gelassen werden. Daraufhin machte Ron einen noch verlegeneren Eindruck, doch nun betraten Sie die Große Halle, die für Halloween ausgeschmückt war, und vergaßen Hermine.
Tausend echte Fledermäuse flatterten an den Wänden und an der Decke, und noch einmal tausend fegten in langen schwarzen Wolken über die Tische und ließen die Kerzen in den Kürbissen flackern. Auf einen Schlag, genau wie beim Bankett zum Schuljahresbegi
Harry nahm sich gerade eine Pellkartoffel, als Professor Quirrell mit verrutschtem Turban und angstverzerrtem Gesicht in die Halle gera
Da
Mit einem Mal herrschte heilloser Aufruhr. Etliche purpurrote Knallfrösche aus Professor Dumbledores Zauberstab waren nötig, um den Saal zur Ruhe zu bringen.
»Vertrauensschüler«, polterte er, #führt eure Häuser sofort zurück in die Schlafsäle!«
Percy war in seinem Element.
»Folgt mir! Bleibt zusammen, Erstkläßler! Kein Grund zur Angst vor dem Troll, we
»Wie ko
»Frag mich nicht, angeblich sollen sie ziemlich dumm sein«, sagte Ron.
Wielleicht hat ihn Peeves hereingelassen, als Streich zu Halloween.«
Unterwegs trafen sie immer wieder auf andere Häufchen von Schülern, die in verschiedene Richtungen eilten. Als sie sich ihren Weg durch eine Gruppe verwirrter Hufflepuffs bahnten, packte Harry Ron plötzlich am Arm.
»Da fällt mir ein – Hermine.«
»Was ist mit ihr?«
»Sie weiß nichts von dem Troll.«
Ron biß sich auf die Lippe.
»Von mir aus«, knurrte er. »Aber Percy sollte uns lieber nicht sehen.«
Sie duckten ihre Köpfe in der Menge und folgten den Hufflepuffs, die in die andere Richtung unterwegs waren, huschten da
»Percy!«, zischte Ron und zog Harry hinter einen großen steinernen Greifen.
Als sie um die Ecke spähten, sahen sie nicht Percy, sondern Snape. Er ging den Korridor entlang und entschwand ihren Blicken.
»Was macht der hier?«, flüsterte Harry. »Warum ist er nicht unten in den Kerkern mit den anderen Lehrern?«
»Keine Ahnung.«
So vorsichtig wie möglich schlichen sie den nächsten Gang entlang, Snapes leiser werdenden Schritten nach.
»Er ist auf dem Weg in den dritten Stock«, sagte Harry, doch Ron hielt die Hand hoch.