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»Gehen wir. «
So einfach war es freilich nicht. Nach kaum einem Dutzend Schritten rüttelte es an einer Türklinke und aus einem Klassenzimmer kam eine Gestalt herausgeschossen.
Es war Peeves. Er bemerkte sie und gab ein freudiges Quietschen von sich.
»Halt den Mund, Peeves, bitte, wegen dir werden wir noch rausgeworfen.«
Peeves lachte gackernd.
»Stromern um Mitternacht im Schloß herum, die kleinen Erstkläßler? Soso, soso. Gar nicht brav, man wird euch erwischen.«
»Nicht, we
»Sollte es Filch sagen, sollte ich wirklich«, sagte Peeves mit sanfter Stimme, doch mit verschlagen glitzernden Augen. »Ist nur zu eurem Besten, wißt ihr.«
»Aus dem Weg«, fuhr ihn Ron an und schlug nach ihm, was ein großer Fehler war.
»SCHÜLER AUS DEM BETT!«, brüllte Peeves,»SCHÜLER AUS DEM BETT, HIER IM ZAUBERKUNSTKORRIDOR«
Sie duckten sich unter Peeves hindurch und ra
»Das war's«, stöhnte Ron, als sie verzweifelt versuchten die Tür aufzudrücken. »Wir sitzen in der Falle! Das ist das Ende«
Sie hörten Schritte. Filch ra
»Ach, geh mal beiseite«, fauchte Hermine. Sie packte Harrys Zauberstab, klopfte auf das Türschloß und flüsterte:»Alohomora!«
Das Schloß klickte und die Tür ging auf – sie stürzten sich alle auf einmal hindurch, verschlossen sie rasch hinter sich und drückten die Ohren dagegen, um zu lauschen.
»In welche Richtung sind sie gelaufen, Peeves?«, hörten sie Filch fragen. »Schnell, sag's mir.«
»Sag ›bitte‹.«
»Keine blöden Mätzchen jetzt, Peeves, wo sind sie hingegangen?«
»Ich sag dir nichts, we
»Na gut – bitte.«
»NICHTS! Hahaaa! Hab dir gesagt, daß ich nichts sagen würde, we
»Er glaubt, daß diese Tür verschlossen ist«, flüsterte
Harry,»ich glaube, wir haben's geschafft – laß los, Neville!«
De
Harrys Ärmel. »Was?«
Harry wandte sich um und sah, ganz deutlich, was. Einen
Moment lang glaubte er, in einen Alptraum geschlittert zu sein – das war einfach zu viel, nach dem, was bisher schon passiert war.
Sie waren nicht in einem Zimmer, wie er gedacht hatte.
Sie waren in einem Gang. In dem verbotenen Gang im dritten Stock. Und jetzt wußten sie auch, warum er verboten war.
Sie sahen direkt in die Augen eines Ungeheuers von Hund, eines Hundes, der den ganzen Raum zwischen Decke und Fußboden ei
Er stand ganz ruhig da, alle sechs Augen auf sie gerichtet, und Harry wußte, daß der einzige Grund, warum sie nicht schon tot waren, ihr plötzliches Erscheinen war, das ihn überrascht hatte. Doch darüber kam er jetzt schnell hinweg, de
Harry griff nach der Türklinke – we
Sie liefen rückwärts. Harry schlug die Tür hinter ihnen zu, und sie ra
wie möglich hinter sich zu lassen. Sie hörten erst auf zu re
»Wo um Himmels willen seid ihr alle gewesen?«, fragte sie und musterte ihre Morgenmäntel, die ihnen von den Schultern hingen, und ihre erhitzten, schweißüberströmten Gesichter.
»Das ist jetzt egal – Schweineschnauze, Schweineschnauze«, keuchte Harry, und das Porträt schwang zur Seite. Sie drängten sich in den Aufenthaltsraum und ließen sich zitternd in die Sessel fallen.
Es dauerte eine Weile, bis einer von ihnen ein Wort sagte. Neville sah tatsächlich so aus, als ob er nie mehr den Mund aufmachen würde.
»Was denken die sich eigentlich, we
Hermine hatte inzwischen wieder Atem geschöpft und auch ihre schlechte Laune zurückgewo
»Ihr benutzt wohl eure Augen nicht, keiner von euch?«, fauchte sie. »Habt ihr nicht gesehen, worauf er stand?«
»Auf dem Boden?«, war der Beitrag Harrys zu dieser Frage. »Ich habe nicht auf seine Pfoten geschaut, ich war zu beschäftigt mit den Köpfen.«
»Nein, nicht auf dem Boden. Er stand auf einer Falltür. Offensichtlich bewacht er etwas.«
Sie stand auf und sah sie entrüstet an.
»Ich hoffe, ihr seid zufrieden mit euch. Wir hätten alle sterben kö
Ron starrte ihr mit offenem Mund nach.
»Nein, es macht uns nichts aus«, sagte er. »Du kö
glatt meinen, wir hätten sie mitgeschleift, oder?«
Doch Hermine hatte Harry etwas anderes zum Nachdenken gegeben, bevor sie ins Bett ging. Der Hund bewachte etwas… Was hatte Hagrid gesagt? Gringotts war der sicherste Ort auf der Welt, mit Ausnahme vielleicht von Hogwarts.
Es sah so aus, als hätte Harry herausgefunden, wo das schmutzige kleine Päckchen aus dem Verlies siebenhundertundneunzehn steckte.
Halloween
Malfoy wollte seinen Augen nicht trauen, als er am nächsten Tag sah, daß Harry und Ron immer noch in Hogwarts waren, müde zwar, doch glänzend gelaunt. Tatsächlich hielten die beiden, als sie darüber geschlafen hatten, ihre Begegnung mit dem dreiköpfigen Hund für ein tolles Abenteuer und waren ganz erpicht auf ein neues. Unterdessen erzählte Harry Ron von dem Päckchen, das offenbar von Gringotts nach Hogwarts gebracht worden war, und sie zerbrachen sich die Köpfe darüber, was de
»Entweder ist es sehr wertvoll oder sehr gefährlich«, sagte Ron.
»Oder beides«, sagte Harry.
Doch weil sie über das geheimnisvolle Ding nicht mehr wußten, als daß es gut fünf Zentimeter lang war, hatten sie ohne nähere Anhaltspunkte keine große Chance zu erraten, was in dem Päckchen war.
Weder Neville noch Hermine zeigten das geringste Interesse an der Frage, was wohl unter dem Hund und der Falltür liegen kö
Hermine weigerte sich von nun an, mit Harry und Ron zu sprechen, doch sie war eine so aufdringliche Besserwisserin, daß die beiden dies als Zusatzpunkt für sich verbuchten. Was sie jetzt wirklich wollten, war eine Gelegenheit, es Malfoy heimzuzahlen, und zu ihrem großen Vergnügen kam sie eine Woche später per Post.
Die Eulen flogen wie immer in einem langen Strom durch die Große Halle, doch diesmal schauten alle sogleich auf das lange, schmale Paket, das von sechs großen Schleiereulen getragen wurde. Harry war genauso neugierig darauf wie alle andern, was wohl in diesem großen Paket stecken mochte, und war sprachlos, als die Eulen herabstießen und es vor seiner Nase fallen ließen, so daß sein Schinkenbrot vom Tisch rutschte. Kaum waren die sechs Schleiereulen davongeflattert, als eine siebte heranschwebte und (,MM Brief auf das Paket warf
Harry riß als Erstes den Brief auf und das war ein Glück, de
ÖFFNEN SIE DAS PAKET NICHT BEI TISCH.
es enthält Ihren neuen Nimbus Zweitausend, doch ich möchte nicht, daß die andern von Ihrem Besen erfahren, de