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»Und dich geht es wirklich nichts an«, sagte Harry.

»Auf Wiedersehen«, sagte Ron.

Trotz allem ko

»Halb zwölf«, murmelte Ron schließlich,»wir sollten aufbrechen.«

Sie zogen die Morgenmäntel an, griffen sich ihre Zauberstäbe und schlichen durch das Turmzimmer, eine Wendeltreppe hinab und in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Ein paar Holzscheite glühten noch im Kamin und verwandelten die Sessel in gedrungene schwarze Schatten. Sie hatten das Loch hinter dem Porträt schon fast erreicht, als eine Stimme aus nächster Nähe zu ihnen sprach:»Ich ka

Eine Lampe ging flackernd an. Es war Hermine Granger, die einen rosa Morgenmantel trug und auf der Stirn eine tiefe Sorgenfalte.

»Du!«, sagte Ron zornig. »Geb. wieder ins Bett!«

»Ich hätte es fast deinem Bruder erzählt«, sagte Hermine spitz,»Percy, er ist Vertrauensschüler, und er hätte das hier nicht zugelassen.«

Harry ko

»Los, weiter«, sagte er zu Ron. Er schob das Porträt der fetten Dame beiseite und kletterte durch das Loch.

So schnell gab Hermine jedoch nicht auf Sie folgte Ron durch das Loch hinter dem Bild und fauchte wie eine wütende Gans.

»Ihr schert euch überhaupt nicht um Gryffindor, sondern nur um euch selbst. Ich jedenfalls will nicht, daß Slytherin den Hauspokal gewi

»Hau ab.«

»Na gut, aber ich warne euch, eri

Doch was sie waren, erfuhren sie nicht mehr. Hermine hatte sich zu dem Porträt der fetten Dame umgedreht, um zurückzukehren, doch das Bild war leer. Die fette Dame war zu einem nächtlichen Besuch ausgegangen und Hermine war aus dem Gryffindor-Turm ausgesperrt.

»Was soll ich jetzt tun?«, fragte sie mit schriller Stimme.

»Das ist dein Problem«, sagte Ron. »Wir müssen weiter, sonst kommen wir noch zu spät.«

Sie hatten noch nicht einmal das Ende des Ganges erreicht, als Hermine sie einholte.

»Ich komme mit«, sagte sie.

»Das tust du nicht.«

»Glaubt ihr, ich warte hier draußen, bis Filch mich erwischt? We

»Du hast vielleicht Nerven _«, stöhnte Ron.

»Seid still, beide!«, zischte Harry. »Ich hab etwas gehört.«

Es hörte sich an wie ein Schnüffeln.

»Mrs. Norris?«, flüsterte Ron und spähte durch die Dunkelheit.

Es war nicht Mrs. Norris. Es war Neville. Er lag zusammengekauert auf dem Boden und schlief, doch als sie sich näherten, schreckte er hoch.

»Gott sei Dank, daß ihr mich gefunden habt! Ich bin schon seit Stunden hier draußen. Ich hab das Paßwort vergessen und bin nicht reingekommen.«

»Sprich leise, Neville. Das Paßwort ist ›Schweineschnauze‹, aber das wird dir nicht weiterhelfen, die fette Dame ist nämlich ausgeflogen.«

»Was macht dein Arm?«, fragte Harry.

»Wieder in Ordnung«, sagte Neville und zeigte ihn vor. »Madam Pomfrey hat ihn in einer Minute heil gemacht.«

»Gut. Nun hör mal zu, Neville, wir müssen noch weiter, wir sehen uns später -«

»Laßt mich nicht allein!«, rief Neville und rappelte sich hoch. »Ich will nicht alleine hier bleiben, der Blutige Baron ist schon zweimal vorbeigekommen.«

Ron sah auf die Uhr und blickte da

»We

Hermine öffnete den Mund, vielleicht um Ron genau zu erklären, wie der Fluch der Popel funktionierte, doch mit einem Zischen gebot ihr Harry zu schweigen und scheuchte sie alle weiter.

Sie huschten Gänge entlang, in die der Mond Lichtstreifen durch die hohen Fenster warf. Nach jeder Ecke erwartete Harry, sie würden auf Filch oder Mrs. Norris stoßen, doch sie hatten Glück. Sie ra

Malfoy und Crabbe waren noch nicht da. Die Vitrinen aus Kristallglas schimmerten im Mondlicht. Pokale, Schilder, Teller und Statuen blinkten silbern und golden durch die Dunkelheit. Sie drückten sich leise an den Wänden entlang und behielten dabei die Türen auf beiden Seiten des Raumes im Auge. Harry nahm seinen Zauberstab heraus für den Fall, daß Malfoy hereinsprang und sofort loslegte. Die Minuten krochen vorbei.

»Er kommt zu spät, vielleicht hat er Muffensausen gekriegt«, flüsterte Ron.

Ein Geräusch im Zimmer nebenan ließ sie zusammenschrecken. Harry hatte gerade den Zauberstab erhoben, als sie jemanden sprechen hörten – und es war nicht Malfoy.

»Schnüffel ein wenig herum, meine Süße, vielleicht lauern sie in einer Ecke.«

Es war Filch, der mit Mrs. Norris sprach. Harry, den ein fürchterlicher Schreck gepackt hatte, ruderte wild mit den Armen, um den anderen zu bedeuten, sie sollten ihm so schnell wie möglich folgen. Sie tasteten sich zur Tür, die von Filchs Stimme wegführte. Kaum war Nevilles Umhang um die Ecke gewischt, als sie Filch das Pokalzimmer betreten hörten.

»Sie sind irgendwo hier drin«, hörten sie ihn murmeln,»wahrscheinlich verstecken sie sich.«

»Hier entlang!«, bedeutete Harry den andern mit einer Mundbewegung, und mit entsetzensstarren Gliedern schlichen sie eine endlose Galerie voller Rüstungen entlang. Sie ko

Das Klingen und Klirren reichte aus, um das ganze Schloß aufzuwecken.

»LAUFT!«, rief Harry, und die vier rasten die Galerie entlang ohne sich umzusehen, ob Filch folgte. Sie schwangen sich um einen Türpfosten und liefen einen Gang runter und da

»Ich glaube, wir haben ihn abgehängt«, stieß Harry außer Atem hervor, lehnte sich gegen die kalte Wand und wischte sich die Stirn. Neville war pfeifend und prustend in sich zusammengesunken.

»Ich – hab's euch – gesagt«, keuchte Hermine und griff sich an die Seite, wo sie ein Stechen spürte,»ich – hab's – euch – doch – gesagt.«

»Wir müssen zurück in den Gryffindor-Turm«, sagte Ron,»so schnell wie möglich.«

»Malfoy hat dich reingelegt«, sagte Hermine zu Harry,»Das siehst du doch auch, oder? Er hat dich nie treffen wollen – Filch wußte, daß im Pokalzimmer etwas vor sich ging, Malfoy muß ihm einen Tipp gegeben haben.«

Sie hat vermutlich Recht, dachte Harry, doch das würde er ihr nicht sagen.