Страница 64 из 67
«Er wollte sterben, Thomas. Verstehen Sie das nicht?«Er drehte sich um, spähte hinüber zu seinem eigenen Schiff und erblickte Keen. Bolitho hob den Arm zu einem müden Salut. Jemand kam mit einem Verband, um die Blutung zu stillen.»Er hatte die Schlacht verloren und wollte wenigstens seinen Stolz retten.»
Bolitho bahnte sich einen Weg durch die geschwärzten und blutenden Mä
Allday hörte ihn und legte seinem Sohn den Arm um die Schulter.
Der Stolz auf Freund oder Feind bedurfte keiner Worte.
Epilog
Erst sechs Monate später kehrte Richard Bolitho nach England zurück. Noch immer verfolgten ihn die grausigen Szenen dieser letzten, verzweifelten Schlacht, aber in der Heimat war ihr Sieg über anderen Ereignissen inzwischen fast vergessen.
Bolithos Geschwader hatte für diesen Sieg einen hohen Preis an Menschenleben zahlen müssen. Auch seine Schiffe waren schwer beschädigt in die Docks von Malta und Gibraltar gehinkt.
Zwei französischen Zweideckern war es gelungen, sich davonzustehlen, auch eine unbeschädigte Fregatte war entkommen. De
Alle anderen französischen Schiffe waren aufgebracht worden. Allerdings hatte Bolitho befürchtet, mindestens zwei kö
Oft dachte er an die vertrauten Gesichter, die er nie wiedersehen würde. Vor allem an Kapitän Inch, der im Kampf für seine Mä
Nur von den beiden Briggs begleitet, lief Argonaute notdürftig repariert im Juni 1804 in Plymouth ein.
Wieder standen Bolitho grelle Bilder vor Augen, als er die Augenblicke nach ihrem Eintreffen noch einmal durchlebte: die wilde Erregung, die Flaggengrüße und Salutschüsse, als Argonaute endlich Anker warf. Da der Wind sie im Stich gelassen hatte, waren sie im Ärmelkanal nur langsam vorangekommen. Er eri
Admiral Sheaffe war persönlich zur Stelle gewesen. Bo-litho hatte vorgehabt, den Ma
Der Admiral, beobachtet von seinen Adjutanten und einigen Freunden, hatte dem jungen Sheaffe die Hände auf die Schultern gelegt.
Vielleicht hatte der Fähnrich sich Stayts letzter Worte eri
Jedenfalls sagte der junge Sheaffe fest zu seinem Vater:»Pardon, Sir, ich ke
An Land hatte Bolitho Zenoria die letzten Meter übers Kopfsteinpflaster laufen gesehen, mit wehendem Haar. Er war froh und neidisch zugleich gewesen. Ohne sich um die grinsenden Matrosen zu kümmern, hatte Keen sie in die Arme genommen und sein Gesicht wortlos in ihrem Haar verborgen.
Sie hatte Bolitho mit feuchten Augen angeschaut und leise gesagt:»Danke.»
Was er für sich selbst erwartet hatte, wußte Bolitho nicht genau. Vielleicht, daß Belinda nach Plymouth gekommen wäre, um auf ihn zu warten wie Zenoria. Aber sie war nicht da.
An die Zeit, die er danach in Plymouth mit der Regelung seiner Angelegenheiten verbracht hatte, ko
So stand er an diesem so
Links und rechts grüne Hänge und vertäute Schiffe, bunte Felder, die sich in eigenwilligen Mustern landeinwärts zogen. Häuser und Fischerhütten und die finstere graue Masse von Pende
Zeit zum Abschiednehmen. Adam hatte Order, mit neuen Depeschen nach Irland zu segeln.
«Nun, Onkel?«Er musterte ihn besorgt.
Bolitho sah Allday an der Reling stehen und auf die Gig längsseits hinabschauen. Er hatte Ozzard und Bankart mit Bolithos Gepäck per Kutsche nach Falmouth geschickt.
«So wird es immer sein, Adam«, sagte Bolitho.»Kurze Abschiede, noch kürzere Begrüßungen. «Er sah sich auf dem ordentlichen Deck um. Kaum zu glauben, daß dieses Schiff mit einem mächtigen Zweidecker gekämpft und überlebt hatte. Auch Rapid hatte es geschafft. Quarrell hatte allerdings darum gebeten, die geborgten Kanonen wieder entfernen zu dürfen, de
«Ich würde gern mit dir an Land gehen, Onkel.»
Bolitho legte Adam die Hand auf die Schulter.»Das hat Zeit. Du wirst gebraucht, und ich freue mich für dich. «Er sah zu dem rastlosen Wimpel am Masttopp auf.»Dein Vater wäre stolz auf dich gewesen.»
Damit ging er zur Bordwand, wo der Erste Offizier mit der Ehrenwache wartete.
In der Gig beobachtete Allday Bolitho schweigend, als dieser sich umdrehte und seinem Neffen zuwinkte. Die Brigg holte schon den Anker kurzstag und würde auslaufen, sobald die Gig zurückgekehrt war. Allday dachte an seinen Sohn, der schon unterwegs war zu Bolithos Haus. Würde er jemals wieder zur See fahren? Überraschenderweise war ihm diese Entscheidung inzwischen nicht mehr wichtig. Mein Sohn: schon der Gedanke machte ihn glücklich und dankbar. Er hatte ihm das Leben gerettet und wäre für ihn gestorben, we
Er musterte Bolithos ausdrucksloses Gesicht. Der Admi-ral machte sich Sorgen wegen seiner Augen. Immerhin würde Lady Belinda im Haus auf ihn warten. Vielleicht entschädigte ihn das?
Sie stiegen auf die warmen Ufersteine. Bolitho verabschiedete sich vom Bootsführer und drückte ihm zwei Gui-neen in die Hand. Der Ma
Bolitho ging auf die Stadt zu, bemüht, nicht zu zwinkern oder das Gleichgewicht zu verlieren wie an dem Tag, als er Jobert zum letzten Mal gegenübergestanden hatte. Hinter sich hörte er Alldays schweren Schritt; es waren nur wenige Menschen unterwegs. Die meisten arbeiteten auf den Feldern oder fischten. Falmouth lebte von der Erde und vom Meer.
Eine erschöpfte Frau ging mit einem Gemüsekorb am Arm auf eine Hintergasse zu. Als sie Bolitho sah, blieb sie stehen und machte einen ungelenken Knicks.