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Er reichte das Glas einem Midshipman zurück und bega
Bolitho sah Leutnant Hawtayne Waffen und Ausrüstung einiger Marine-Infanteristen inspizieren. Ein Glück, daß sie wieder da waren, wo sie hingehörten: an Bord der Achates. Sehr wahrscheinlich wurden sie bald erneut gebraucht.
Mit einem heimlichen Lächeln hörte er die helle Stimme des Marineleutnants schimpfen:»Reiß dich zusammen, Jones! Der Schlendrian an Land ist vorbei!«Sofort hatte Bolitho wieder das Bild des erschossenen Trommelbuben vor Augen; es würde ihn noch lange heimsuchen, das wußte er.
Da hörte er Adams leichten Schritt neben sich und sah ihn abwartend stehenbleiben.
«Und wie geht's meinem Flaggleutnant an diesem schönen Tag?«fragte er.
Adam lächelte; der Augenblick war günstig.
«Miss Robina ist ein wunderbares Mädchen, Onkel. Ich bin noch nie einer Frau wie ihr begegnet.»
Bolitho ließ ihn sein Herz ausschütten, ohne ihn auch nur einmal zu unterbrechen. So standen die Dinge also. Hätte er nicht selbst so viele Probleme gehabt, wäre ihm schon damals klargeworden, daß Adams Ausflug nach Newburyport nicht ein Abschluß, sondern ein neuer Anfang sein würde.
«Hast du ihren Vater um ihre Hand gebeten?»
Adam errötete.»Dafür war es noch viel zu früh, Onkel. Das heißt, ich habe etwas durchblicken lassen über unsere Zukunft, will sagen, über die nicht allzu ferne Zukunft…«Er ließ den Satz unvollendet und starrte ins dunkelblaue Wasser hinunter. Da
Bolitho sah auf. Vivid gehörte also Chase. Seltsam, daß Tyrrell das unerwähnt gelassen hatte.
«Gehen wir eine Weile auf und ab, Adam.»
Einige Minuten schritten sie schweigend nebeneinander her, während das Schiff sich unter ihnen hob und senkte.
Schließlich bega
Adam erwiderte Bolithos Blick.»Nichts anderes wünsche ich mir, seit ich auf deiner Hyperion als Kadett angeheuert habe.»
Bolitho sah zum Batteriedeck hinunter, wo der Matrose, der ein Auge verloren hatte, von seinen Kameraden begrüßt wurde; unsicher ertastete er sich seinen Weg an einem Achtzehnpfünder vorbei. Er hatte sich immer noch nicht ganz erholt, aber die schwarze Augenklappe gab ihm etwas Verwegenes, und seine Kameraden behandelten ihn als Helden.
Auch Adam hatte ihn bemerkt, bedachtsam suchte er nach Worten.»Mä
Bolitho wandte sich ihm zu.»Ganz sicher tun sie das. Wir dürfen ihre Treue niemals für selbstverständlich halten, Adam. Leider gibt es viele andere, die genau das tun.»
Adam nickte.»Als ich in Vaters altem Sessel saß.»
Leise fragte Bolitho:»In Newburyport, wo er einst mit seinem Schiff Zuflucht suchte?»
Adam wandte den Blick ab.»Sie haben mich hingeführt, Onkel. Als sie meinen Familie
«Ich freue mich darüber. Du hast also mehr gesehen als ich.»
Bolitho hörte Keen herankommen und war fast dankbar für die Störung. Schmerzlich war nicht nur die Eri
Keen griff grüßend zum Hut.»Mr. Tyrrell ist beim Master im Kartenhaus, Sir. Ich denke, wir sollten uns den nächsten Kartenausschnitt vornehmen. «Er warf einen prüfenden Blick zum klaren Himmel.»Wie es aussieht, sollten wir die ganze Nacht unsere Fahrt beibehalten kö
«Gut, ich komme gleich nach. «Bolitho nickte seinem Neffen zu.»Und du am besten auch. Es ist eine Erfahrung mehr für dich.»
Aber vor dem Kartenhaus zögerte er plötzlich.»Übernehmen Sie, Val«, sagte er abrupt.»Ich gehe in meine Kajüte. Sie kö
Erschreckt fragte Adam:»Fühlen Sie sich nicht wohl, Sir?»
«Nur etwas müde. «Bolitho ging und war bald im Schatten unter dem Hüttendeck verschwunden.
Irgendwie fühlte er sich außerstande, ihnen allen gerade jetzt gegenüberzutreten: Knocker, dem Segelmeister, Quantock, Hauptma
Bolitho hatte bei Napier in San Felipe einen Brief zurückgelassen und außerdem eine Abschrift davon, die mit dem nächsten Schiff nach England abgehen sollte, das den Hafen zur Verproviantierung anlief.
Daß er so völlig im dunkeln blieb über Belindas Ergehen, fraß an ihm wie ein Geschwür. Ihm war selbst nicht bewußt gewesen, wie sehr die Ungewißheit an seinen Kräften zehrte. Bis Adam ihn an Hugh eri
Bolitho ließ sich auf die Bank unter den Heckfenstern sinken und starrte ins weißschäumende Kielwasser draußen, das Achates hinter sich herzog.
Allday kam aus der Pantry getrottet.»Ka
«Nein, danke. «Bolitho wandte sich um und sah ihn an.»Du bist der einzige hier, der mich wirklich ke
«Manchmal stimmt das, Sir, manchmal nicht. Alles in allem kriege ich wohl öfter als andere den Ma
Sir.»
Bolitho ließ sich zurücksinken und atmete tief ein.»Mein Gott, All-day, ist das eine Qual!«Aber als er aufblickte, war Allday verschwunden.
Bolitho sah achteraus einen Fisch springen. Wer wollte es Allday auch verübeln, daß er sich für seinen verzweifelten Vorgesetzten schämte?
Aber Allday hatte sich nur in seine winzige, durch Vorhänge abgeschirmte Kammer zurückgezogen, die er mit seinen beiden Freunden teilte: Jewell, dem Segelmacher, und Christy, den er schon von der alten Lysander her ka
Später, mit drei großen Bechern Rum im Leibe, baute er sich vor Keens Kajüte auf.
Der Steward des Kommandanten beäugte ihn mißtrauisch.»Was willst du hier, Allday?»
Er rümpfte die Nase, als Allday ihm seinen Fuselatem ins Gesicht blies.»Ich verlange den Käpt'n zu sprechen.»
Das war ganz unüblich, und außerdem fühlte Keen sich nach der Diskussion im Kartenhaus wie gerädert. Aber er ka