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Alexander Kent

Der Brander

Admiral Bolitho im Kampf um die Karibik

Für Winifred in Liebe, bis wir uns wiedersehen

I Die Flagge im Fockmast

Richard Bolitho stand am offenen Fenster und starrte hinaus in den Hof, hinter dessen Mauer das Meer blinkte.

Es hätte ein wunderschöner Maientag sein kö

Bolitho sah die Kutsche im Schatten neben der Remise warten. Nun war es bald soweit. Gleich mußten die Pferde herausgeführt und vorgespa

Er wandte sich vom Fenster ab und wartete, bis seine von der So

Sieben Monate waren nun vergangen, seit Bolitho heimgekehrt war nach der Schlacht, die alle feindlichen Invasionspläne durchkreuzt und die französische Position bei den Friedensverhandlungen so geschwächt hatte. Sieben Monate, seit er Belinda geheiratet hatte und zu einem glücklichen Ma

Er schritt zum Fuß der breiten I

Und nun mußte auch er wieder hinaus auf See. Die letzten Monate waren wie im Flug vergangen. Als man ihn zur Admiralität nach London beordert hatte, ahnte er nicht, was ihn erwartete. Seit dem Friedensschluß von Amiens[1] schien es ihm, als ob alle teuer erkauften Erfahrungen beiseitegeschoben würden. Der Großteil der Flotte war außer Dienst gestellt, Tausende von Offizieren und Ma

Für Flaggoffiziere niedrigeren Dienstgrades waren die Posten selten geworden und wurden von den Lords der Admiralität je nach Gunst verteilt. So hatte es Bolitho erstaunt, als er den Befehl erhielt, ohne Verzug zunächst nach Amerika und da

Sein Empfang durch Admiral Sir Hayward Sheaffe, den Nachfolger des alten Admirals Beauchamp, war höflich, aber formell gewesen. Sir Hayward schien Bolitho ganz die neue Zeit zu verkörpern. Der von schwerer Krankheit gezeichnete Beauchamp war an seinem Schreibtisch gestorben, ohne je zu erfahren, daß sein letzter Schlachtplan zur Vernichtung der französischen Invasionsflotte von Bolitho siegreich ausgeführt worden war. Sheaffe dagegen war ein kühler Kopf, ein pragmatischer, perfekter Verwaltungsmensch. Bolitho ko

In der Stille des Hauses hörte Bolitho wieder Sheaffes Worte, als seien sie eben erst gefallen.

«Ich weiß, daß Ihnen diese Entscheidung ungebührlich hart erscheinen muß, Bolitho. Nach Ihrer Flucht aus französischer Gefangenschaft und Ihrem anschließenden Sieg über Admiral Remond haben Sie wahrscheinlich — mit Recht, würden viele sagen — eine gesicherte Bestallung erwartet. Jedoch…«, er dehnte das letzte Wort bedeutungsvoll,»ein Krieg endet nicht mit dem letzten Schuß. Ihre Lordschaften benötigen für diese Aufgabe einen Ma

So war das also, dachte Bolitho. Sheaffe war eifersüchtig auf jene Mä

Vielleicht hatte ihm Bolitho deshalb verschwiegen, daß der wirkliche Grund für sein Zögern die Sorge um Belinda gewesen war, die in wenigen Wochen ihr erstes Kind erwartete. Sheaffe mußte es ohnedies wissen, de

So hatte Bolitho geschwiegen. We

Bolitho hörte ihre Schritte auf dem gefliesten Boden draußen und straffte die Schultern.

Sie stand im Gegenlicht, das Gesicht überschattet, aber trotzdem war ihre Schönheit nicht zu übersehen. Niemals würde er sich sattsehen kö

«Es wird Zeit«, sagte Belinda.

Ihre Stimme war leise und beherrscht, aber Bolitho wußte, wie schwer ihr dieser Ton fiel.

Fast wie Hohn wirkten dagegen das muntere Pferdegetrappel draußen auf den Pflastersteinen, die sorglosen Stimmen der Reitknechte. Belinda trat zu ihm und legte ihm beide Hände auf die Schultern.»Ich bin so stolz auf dich, Liebster«, sagte sie.»Mein Ma

Er drückte ihren einst schlanken Körper sanft an sich und spürte das Kind, als sei es schon bei ihnen.

«Gib gut auf dich acht, we

Sie lehnte sich in seinen Armen zurück und sah ihm so eindringlich ins Gesicht, als wolle sie sich jeden Zug einprägen.

«Du bist es, der achtgeben muß. Für mich ist hier gut gesorgt. Alle sind freundlich zu mir, bieten mir Beistand und Hilfe an. Dabei brauche ich nur dich. «Sie schüttelte den Kopf, als er zum Sprechen ansetzte.»Keine Sorge, ich werde nicht schwach. Obwohl du mich verlassen mußt, bin ich glücklich, verstehst du? Jeder Tag der letzten Monate war für mich wie unser erster. We

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27.3.1802