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«Klar zum Segelkürzen, Mr. Quantock!»
Keen stellte fest, daß er am ganzen Leib zitterte wie ein Ma
Da
Im Dunkeln krachte wieder eine Kanone, aber Keen scherte sich nicht um den Einschlag der Kugel.
«Klar zum Anluven, Mr. Quantock!»
Noch war die Gefahr nicht vorbei. Falls Achates nicht rechtzeitig ankerte, mußte sie an den Strand treiben oder sich wie eine Schildkröte im Netz zwischen den verankerten Fahrzeugen verfangen.
Vielleicht schnappte jetzt die selbstgestellte Falle hinter ihnen zu? Keen entdeckte plötzlich, daß er diese Möglichkeit bar jeder Emotion einkalkulieren ko
We
«Bema
Keen musterte ihn gelassen.»Bitte, machen Sie weiter.»
Er ko
«Gei auf Bramsegel!»
Keen wandte den Blick nach oben, wo plötzlich hektische Bewegung entstand. Die Toppsgasten hatten eine Meisterleistung vollbracht, dachte er, sie hatten ihr Leben, ihr Schiff und ihren Stolz bewahrt, wie nur Seeleute das ko
«Leeruder!»
Wieder legte sich das Deck scharf über, und Alldays Barkasse zog am herumschwingenden Bugspriet vorbei, als suche sie ihr Heil in hastiger Flucht. Aber Sturm und See hatten für den Augenblick an Gewalt verloren. Ihre Revanche würde noch kommen, später.
«Laß fallen Anker!»
Keen hörte das Platschen und spürte ein leichtes Erzittern der Planken, als der zweite Anker, der an seinem Kranbalken klar zum Fallen hing, gegen den Rumpf schlug.
Blöcke quietschten, als die unsichtbaren Toppsgasten langsam, aber sicher die widerspenstige Leinwand zu ihren Rahen aufholten und festzurrten.
Sofort ließen die Schiffsbewegungen nach, und Keen befahl so gelassen er ko
An seinem Ellbogen stand plötzlich eine kleine Gestalt, Ozzard, Bolithos Steward, mit einem silbernen Becher in der Hand.»Hier, Sir.»
Keen setzte ihn an die Lippen und verschluckte sich fast an dem starken Rum. Aber er erzielte die von Ozzard beabsichtigte Wirkung.
«Danke. «Keen reichte den Becher zurück, es war einer von Bo-lithos eigenen.»Das hatte ich nötig.»
Gemeinsam sahen sie zu, wie Gig und Jolle an ihren Davits ausgeschwungen und zu Wasser gelassen wurden. Mä
Schüchtern fragte Ozzard:»Ob er in Sicherheit ist, Sir?»
Keen sah einen Leutnant und Harry Rooke, den Bootsma
Sicherheit? Wa
Lächelnd wandte er sich dem Steward zu.»Jedenfalls wird er uns morgen eine Menge zu tun geben, Ozzard. Zumindest das weiß ich genau.»
Ozzard nickte strahlend und hoppelte davon. Diese Antwort genügte ihm vollauf.
IX Knapp davongekommen
Eine Hand schüttelte Bolitho wach, und er regte sich mit einem unterdrückten Stöhnen. Hatte er wirklich geschlafen? Der Schreck darüber weckte ihn endgültig.»Was ist de
Leutnant Mountsteven starrte ihn neugierig an, als kö
«Es dämmert schon, Sir. Die Leute sind auf den Beinen.»
Bolitho setzte sich und rieb seine bre
Er eri
Er mußte grinsen. Der Korporal wirkte in seiner makellosen roten Uniform so untadelig im Vergleich zu seinem Admiral in schmutzigem Hemd und mit wirrem, staubigem Haar.
Die Festung hüllte sich noch in Dunkelheit, aber der Gipfel des Vulkans trug schon eine graue Mütze.
Mountsteven reichte ihm eine Hüftflasche herüber.»Ich lasse das Schiff beobachten, Sir«, sagte er.»Aber die Marineinfanterie wird es schon zu verhindern wissen, we
Bolitho hob die Flasche an die Lippen und ließ den starken Brandy bre
Irgendwo begrüßte ein Hahn trotzig krähend den Morgen, und Bo-litho blickte sich um.
Der Dritte Offizier kam den Hang herabgestolpert und meldete atemlos:»Sie verlegen die Artillerie im Fort, Sir. Ich habe einen Späher so weit vorgeschickt wie möglich. «Er ließ sich von seinem Kameraden ebenfalls die Flasche reichen und setzte sie an. Mit einer Grimasse schloß er:»Aber die Tore sind noch zu.»
Bolitho nickte, während sein wie eingefrorener Verstand die spärlichen Nachrichten zu verarbeiten suchte. Die erste Aufregung über die Vernichtung der Schwimmsperre und ihren Durchbruch in den Hafen mußte sich inzwischen gelegt haben, Rivers sein Selbstvertrauen allmählich zurückgewi
Bolitho erhob sich steif und wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht. Was für eine verfahrene Situation! In England würde man mit Recht die Notwendigkeit bezweifeln, daß hier Menschenleben geopfert wurden, um den Franzosen einen Vorteil zu verschaffen. Mit einem lautlosen Fluch verdrängte er diesen Gedanken; nur seine Hoffnung auf eine glückliche Zukunft mit Belinda flüsterte ihm solche Skrupel ein. Kein Wunder, daß ihn die jungen Offiziere wie Mount-steven oder Scott mit heimlichem Befremden musterten. Auch er hatte in ihrem Alter niemals an die privaten Sorgen seiner Vorgesetzten gedacht, an ihre Rücksichtnahme auf die eigene Familie, die sie vielleicht zögern ließ, we