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Im Bug des einen Kutters krachte trocken ein Musketenschuß, gefolgt von einem scharfen Kommando, das durchs Sprachrohr geisterhaft verstärkt wurde.
Der Kutter hielt direkt auf ein Boot des Gouverneurs zu; wahrscheinlich hatte es den unglücklichen Leutnant Trevenen an Bord, der gegen Masters ausgetauscht werden sollte. We
Bolitho verdrängte diesen Gedanken, als Mountsteven meldete:»Alle Ma
«Weitermachen! Und zwar im Eiltempo zur Straße, die in die Stadt führt. Dort sollen sich die Mä
Obwohl sich seine Gedanken fast überschlugen, mußte Bolitho über sich selbst lächeln. Da stand er und kommandierte wie ein Infanteriegeneral, nicht wie ein Marineoffizier mit einer Handvoll Leute und der Hoffnung auf Unterstützung durch Seesoldaten, die sich vielleicht niemals bis zu ihnen durchschlagen ko
Aber schon ra
«Hierher, Sir!»
Das war Christys Stimme. Bolitho ließ sich neben ihn fallen und schnappte keuchend nach Luft, als der Schmerz durch sein verletztes Bein zuckte.
Christy prüfte seine Pistolen und hatte das Entermesser schon blankgezogen.
Bolitho sah die anderen geduckt in Deckung re
Bolithos Finger krallten sich in den nassen Boden. Alles hing jetzt von Allday ab. Vielleicht war er von einem Wachboot abgefangen worden wie vorhin der Kutter? Trotzdem würde Keen jetzt Anker lichten und die bre
Aber bald mußten auch diese Richtfeuer erlöschen.
Eine Stimme bellte Befehle, da
Scott, der Dritte Offizier und einer der Erfahrensten an Bord, rief:»Nachladen! Ruhig Blut, Jungs!»
Bolitho verdrängte den Gedanken an Keens Hilflosigkeit, we
Neben ihm glommen Christys Augen auf wie zwei Kohlenstückchen; er wandte sich um und sah am Rand der Bojenreihe im Hafen eine Feuersäule in die Höhe schießen.
Allday hatte es geschafft! Die bre
Und da
Masters kam herangerobbt und ließ sich neben Bolitho fallen. Sein ganzer Körper flog vor Angst, ohne daß er es verhindern ko
Bolitho warf ihm einen Blick zu.»Welchen Tag haben wir heute, Mr. Masters?«Masters mußte schlucken.»Den neunten Juli, glaube ich, Sir «stammelte er.
Er wäre aufgesprungen, hätte Christy ihn nicht in Deckung gezogen. Aber Bolitho hatte es ebenfalls gehört: fernen Trommelwirbel und den schrillen Klang der Querpfeifen.
Er sah sie vor sich: seine Marinesoldaten, die — vom starken Wind gezaust — auf der holprigen Straße heranmarschierten, vorneweg die Offiziere und dahinter mit exaktem Abstand die kleinen Trommelbuben, wie bei der Parade. Nur daß sie auf einer Straße paradierten, die keiner von ihnen je gesehen hatte und auf der mancher auch nicht zurückkehren würde.
Bolitho zwang sich, den unterbrochenen Faden wieder aufzunehmen.»Dieses Datum ist wichtig, Mr. Masters«, sagte er.»Wir wollen es uns gut merken.»
Er wandte den Kopf, als ein neues Richtfeuer für die Achates aufflammte, aber diesmal sah er es nur verschwommen. Da stieß er den Degengriff neben seinem gesenkten Kopf in den Boden und flüsterte:»Wir werden siegen! Wir müssen siegen!«Es klang wie eine Beschwörung.
Keen ra
Keens Verstand wehrte sich dagegen, die knappen Zeiten und Distanzen zu berechnen, die Achates noch verblieben, sobald der Buganker erst ausgebrochen war. Schwach hörte er von vorn das Klicken der Ankerwinsch, die heiseren Rufe der Deckoffiziere, die auf den entscheidenden Augenblick warteten.
Als Keen sich wieder dem Hüttendeck zuwandte, bra
Gleich… Gleich hieß es, jetzt oder nie. Oft genug hatte Keen das in der >Gazette< oder in einem Admiralitätsbericht gelesen: ein Kriegsschiff Seiner Majestät war gestrandet und verlorengegangen, und das Seegericht fällte später seinen Spruch, wonach. Stopp. Er mußte seine Phantasie zügeln. Laut rief er, das Heulen des Windes übertönend:»Alles klar, Mr. Quantock?»
Der große, hagere Erste kämpfte sich, schräggeneigt gegen den Wind und das krängende Deck, auf den Kommandanten zu.
«Das hat doch keinen Zweck, Sir!»
Wütend fuhr Keen zu ihm herum.»Nicht so laut, Ma
Quantock beugte sich vor, um ihm besser ins Gesicht sehen zu kö
«Der Anker ist kurzstag, Sir!«Die Meldung fuhr zwischen sie wie ein Axthieb.
«Zeit? Wofür bleibt uns Zeit — zu feiger Flucht? Verdammt sollen Sie sein!»
Keen wandte sich ab und schritt zu den Finknetzen, sah einige Matrosen ihn ängstlich beobachten.
Aber Quantock ließ nicht locker.»Kapitän Glazebrook hätte niemals. «Weiter kam er nicht.
«Er ist tot!«Keen schrie es fast.»Aber wir leben. Verlangen Sie etwa von mir, daß wir unseren Admiral und die Kameraden da draußen im Stich lassen, bloß weil es gefährlich für uns wird? Ist das der Rat, den Sie mir geben, Mr. Quantock?«Es tat ihm wohl, seinen Zorn und seine Verbitterung herauszuschreien.»Eher schicke ich Sie, den Master und alle anderen zum Teufel, als daß ich den Schwanz einziehe und feige davonre
Er schritt zur Querreling und spähte zu der wild schlagenden Leinwand auf. Vielleicht kostete es sie wirklich ein paar Segel oder Spieren, vielleicht auch die Masten. Aber da hinten, jenseits des stampfenden Hecks, wartete Bolitho. Schemenhaft zogen Bilder an Keens i
Trost zugesprochen. Und nach allem, was sie gemeinsam durchgemacht hatten, sollte er ihn jetzt im Stich lassen? Nein, tausendmal nein!
«Geben Sie durch an die Toppgasten, Mr. Fraser: Es wird ein haariges Manöver. Holen Sie alle Ma