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Herrick stieß einen ungeduldigen Seufzer aus.»Aber klar, Ma
Browne lächelte nur milde.»Mit allem Respekt, Sir: Mein Vorschlag lautet, den Kutter mit unseren Leuten direkt zwischen die französische Fischereiflotte segeln zu lassen.»
Herrick schüttelte den Kopf.»Das wäre der reinste Wahnsi
«Nicht, we
Verzweifelt wandte sich Herrick an Bolitho.»Und wie viele solcher Sprachgenies haben wir an Bord?»
Browne räusperte sich.»Zunächst einmal mich, Sir. Und ich habe entdeckt, daß die beiden Fähnriche Stirling und Gaisford ein passables Französisch sprechen.»
«Also, mich trifft der Schlag!«Herrick ko
«Gibt es de
Browne zuckte die Achseln.»Keine, Sir.»
Wieder studierte Bolitho die Seekarte dieses Küstenstrichs, obwohl er inzwischen jede Untiefe, jede Bucht und die Entfernungen auswendig ka
Die Sache ko
Browne war sein Zögern nicht entgangen, er sagte:»Ich würde es jedenfalls gern versuchen, Sir. Es ka
Der Wachsoldat vor der Tür unterbrach sie mit dem lauten Ruf:»Midshipman der Wache, Sir!»
Midshipman Haines trat wie auf Zehenspitzen vor seine Vorgesetzten und meldete fast flüsternd:»Empfehlung des Ersten Offiziers, Sir, und die französische Prise kommt in Nordost in Sicht.»
Herrick funkelte ihn an.»Und das war alles, Mr. Haines?»
«N-nein, Sir. Mr. Wolfe läßt Ihnen noch sagen, daß der Kutter drei französische Soldaten an Bord hat.»
Der ahnungslose Junge hatte die wichtigste Information für den Schluß aufgehoben.
«Danke, Mr. Haines«, sagte Bolitho.»Kompliment an den Ersten Offizier, und er möchte mich informieren, we
Mit einem mal war alles so
Also drei französische Soldaten. Schon stellte Bolitho sich Browne in einer ihrer Uniformen vor, und als er seinem Adjutanten einen Blick zuwarf, sah er den gleichen Gedanken auf dessen Gesicht.
«Also gut. Durchsuchen Sie den Kutter und erstatten Sie mir Bericht. Danach…«Sein Blick senkte sich auf die Karte.»Danach werde ich entscheiden.»
«Sie sind sich der Gefahr bewußt?«fragte Herrick.
Browne nickte.»Jawohl, Sir.»
«Trotzdem wollen Sie es tun?»
«Jawohl, Sir.»
Herrick hob verzweifelt die Hände.»Wie ich schon sagte: totaler Wahnsi
Bolitho blickte von einem zum anderen. Sie waren beide so grundverschieden, aber beide ungeheuer wichtig für ihn. Er erhob sich.»Ich gehe an Deck, Thomas. Muß nachdenken.»
Herrick begriff sofort.»Ich sorge dafür, daß Sie nicht gestört werden, Sir.»
Als Bolitho auf dem Achterdeck auf und ab ging, versuchte er, sich an Remonds Stelle zu versetzen. Er hatte ihn damals nur kurz gesprochen, aber trotzdem half ihm das beträchtlich. Der Feind hatte jetzt ein Gesicht, einen Charakter.
Bis der kleine Fischkutter an der Leeseite von Benbow längsseits ging, war die Abenddämmerung hereingebrochen; Browne stieg sofort hinunter, um ihn zu durchsuchen.
Während sich neugierige Seeleute in den Webeleinen und an der
Reling drängten, stand Bolitho hoch oben über ihnen, war aber nicht weniger gespa
Auf dem vergammelten Fahrzeug wirkte Browne mit seiner adretten, blau-weißen Uniform als starker Kontrast.
Das Beiboot kehrte mit einem blutjungen Leutnant zurück, in dem Bolitho den Anführer des Prisenkommandos vermutete. Als er am Fallreep die überhängende Bordwand der Benbow erkletterte und vor der Ehrenwache grüßend an seinen Hut tippte, schätzte Bolitho ihn auf höchstens neunzehn Jahre.
Wolfe wollte ihn in die Achterkajüte führen, aber Bolitho rief vom Hüttendeck:»Hierher!»
Der Leutnant mochte jung und vom Pomp des Flaggschiffs eingeschüchtert sein, aber seine Bewegungen waren selbstsicher und schwungvoll, als er nach oben lief: der Gestus des Siegers.
Grüßend meldete er:»Leutnant Peter Searle, Sir, von der Brigg Rapid.»
«Sie haben den Fischkutter gekapert, Mr. Searle?»
Der Leutnant wandte sich um und blickte auf das schäbige Arbeitsboot hinab. Zum erstenmal schien er es mit unbeteiligten Augen zu sehen.
Er berichtete:»Der Kutter ankerte etwas abseits von den anderen, Sir. Ich ließ zwei gute Schwimmer außenbords gehen und die Ankerleine durchschneiden, damit der Kutter mit dem Wind auf mein Boot zutrieb. In dieser Nacht hatten wir Sturm, und mein Boot nahm eine Menge Wasser über. «Er grinste in der Eri
«Gab es einen Kampf?»
«Der Kutter hatte vier Soldaten an Bord, was ich vorher nicht wußte, Sir. Sie erschossen den armen Miller und schlugen Thompson bewußtlos, ehe wir die Oberhand gewa
«Ich bin stolz auf Sie. «Seltsam, er dachte an den toten Miller wie an einen alten Beka
«Nein, Sir, da bin ich mir ganz sicher. «Searle fügte noch hinzu:»Ich ließ die Leichen in der Dunkelheit über Bord gleiten, auch Miller. Vorher ließ ich sie mit Ballast beschweren, was so zur Hand war, damit sie schnell untergingen. Sie werden bestimmt nirgendwo angetrieben, um ihr Schicksal zu verraten.»
«Ich danke Ihnen, Mr. Searle.»
Aber der Leutnant sprach zögernd weiter.»Wie ich hörte, planen Sie, den Kutter gegen den Feind einzusetzen, Sir. We
«Wer hat Ihnen das erzählt?»
Unter Bolithos scharfem Blick errötete der junge Ma
Bolitho mußte lächeln.»Macht nichts, ich ka
Beide wandten sich um, weil Herrick an Deck erschien. Bolitho informierte ihn:»Es geht heute abend los. Sagen Sie Major Clinton, daß ich vier seiner besten Scharfschützen mit der Prisenma
Herrick zog ein Gesicht, als wolle er protestieren, überlegte es sich aber anders.
Bolitho wandte sich wieder an den Leutnant.»Ich werde Ihnen noch Ihre Befehle geben, möchte Sie aber schon jetzt darauf aufmerksam machen, daß Ihre Sache hoffnungslos ist, we