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Allday sah zu Gimlett hinüber und kniff ein Auge zu.»Ich glaube, dem Käpt'n geht's tatsächlich besser!»
Der nächste Morgen war hell und klar, und als Bolitho aufs Achterdeck hinaustrat, tat ihm der salzige Wind wohler als jede Medizin. Auch hatte es während der Nacht aufgefrischt, und der Mastwimpel stand in seiner vollen Länge waagrecht ab.
Herrick hatte ihn gesehen und faßte an den Dreispitz.»Anker ist kurzstag, Sir. Klar zum Auslaufen. «Sein Ton war dienstlich, aber als sich ihre Augen trafen, verspürte Bolitho eine leise Erregung, als hätten sie ein Geheimnis miteinander.
«Recht so, Mr. Herrick. «Er nahm ein Teleskop und musterte die ankernden Schiffe. Es war ein kleines, aber eindrucksvolles Geschwader, das Bolitho, der mehr an die Einzelkämpfe einer Fregatte gewöhnt war, wie eine kleine Flotte vorkam. In sorgfältig berechnetem Abstand zerrten die beiden schweren Linienschiffe an ihren Ankertrossen. Die spanische Princesa war nicht mehr so festlich beflaggt wie damals; vermutlich, dachte Bolitho, hatte Pomfret ihrem Kommandanten klargemacht, daß kein Grund vorlag, sein Schiff so herauszuputzen. Die Tenacious lag am weitesten landeinwärts. Eben erschien ein neues Signal an ihrer Rah, und auf dem Oberdeck wurde es lebendig.
«Signal vom Flaggschiff«, ertönte Midshipman Pipers quäkende Stimme.»>AnkeraufSo viel Segel setzen, wie der Wind erlaubt!»»
Herrick glich mit wippenden Zehen ein plötzliches Rollen der Hyperion aus, die eben eine steile, weißbemützte See durchstieß.»Beeilung! Setzt Bramsegel!«Er beugte sich über die Reling und deutete mit der Sprechtrompete auf einen Ma
Spaß.
Gossett sang aus:»Kurs Nord zu West, Sir! Voll und bei!»
Das Deck erzitterte, als sich immer mehr Segel an den vibrierenden Rahen entfalteten und die fixen Toppgasten kühn in schwindelnder Höhe ausschwärmten und sich gegenseitig anfeuerten.
Piper keuchte:»He, Seton, faß mit an! Ich habe keine Puste mehr!»
Bolitho wandte sich um, momentan abgelenkt durch Midshipman Seton, der zu Piper ra
Bolitho dachte an jemand anderen. Als Piper den Bruder des Mädchens bei Namen gerufen hatte, empfand er aufs neue jene bohrende, schmerzhafte Unruhe, die das Fieber vorübergehend gedämpft hatte. Da merkte er, daß Herrick unter dem Rand seines Dreispitzes zu ihm herüber sah, und versuchte, die Eri
Aber ungeachtet dieses Trostes stellte er sein Glas neu ein, und als das Geschwader auf ein weiteres Signal des Flaggschiffes über Stag ging und Kurs auf die französische Küste nahm, spähte er noch immer nach Cozar hinüber.
XI Eine Geste des Vertrauens
Leutnant Thomas Herrick rückte die Schultern in dem schweren Ölzeug zurecht und lehnte sich in den Wind. Seine Augen waren wund von Salz und Gischt, und als er nach vorn zum stampfenden Vorschiff blickte, ko
Herrick blickte kurz auf den schaukelnden Kompaß und sah, daß die Hyperion nach wie vor Kurs hielt, fast rechtweisend Nord. Wie lange würden sie sich wohl noch mit diesem Wetter herumschlagen müssen? überlegte er. Vor vier Tagen erst war das Geschwader von Cozar ausgelaufen, doch ihm kam es wie ein Monat vor. In den ersten beiden Tagen war es bei klarem Himmel und lebhaftem Nordwest ganz gut gegangen; unter Pomfrets ständigem Signalisieren waren die Schiffe so tief in den Golfe du Lyon eingedrungen, daß jede französische Patrouille denken müßte, sie wollten eher in Toulon zu Lord Hood stoßen, als ein Unternehmen auf eigene Faust starten. Da