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Regen gab es auch noch, aber die See ging so hoch, daß die hart arbeitenden Matrosen kaum wußten, ob Gischt oder Regen sie bis auf die Haut durchweichte und wie mit Klauen nach den Füßen derer griff, die mit den nassen Segeln kämpften, um sie festzumachen, ehe sie wie Papier von den Rahen gerissen wurden.
Am dritten Tag gelangte Pomfret zu einer Entscheidung: Das Geschwader sollte nördlich von St. Clar beidrehen und den Sturm abwettern; die Hyperion jedoch sollte sich absetzen, auf Südkurs gehen und die Einfahrt des kleinen Hafens sperren, bis das ganze Geschwader einlief. Irgendwo im Norden der Einfahrt stampfte bereits die einsame Fregatte Bat in der hochgehenden See und bemühte sich, die andere Seite der Bucht zu blockieren.
Herrick stieß einen wütenden Fluch aus, de
Mal.
In der vorigen Nacht, als die Matrosen wieder einmal aufgeentert waren, um Segel zu kürzen, hatte Herrick diese Gedanken Bolitho anvertraut. Doch der hatte weder über den Admiral noch über dessen Motive sprechen wollen; und Herrick fand de
Aber Herrick blieb davon überzeugt, daß Pomfret, auch we
Auf der Reise von England her hatte Herrick gehört, daß Pom-frets künftiger Posten in Neu-Holland eher ein Strafkommando als eine Belohnung war. Der Gedanke hatte sicher etwas für sich, de
Und seine Manie für schriftliche Befehle, seine ständigen Signale, die seinen Untergebenen wenig Raum für Eigeninitiative ließen — all das schien auf einen Ma
Bestimmt war er ein ausgezeichneter Organisator; selbst Herrick mußte ihm das zugestehen. Während Bolitho fiebernd in seiner Kajüte gelegen und er als Erster Leutnant das Schiff geführt hatte, waren die Beweise dafür augenfällig gewesen. Die Sträflinge arbeiteten an der Ausbesserung der verfallenden Festungsanlagen und bauten einen neuen steinernen Pier; die Soldaten, schwitzend und so
Hinter sich auf den Planken hörte Herrick Schritte und sah Bo-litho zur Luvreling spähen, das Haar vom Sprühwasser fest an den Kopf geklebt. Anscheinend hatte er nie länger als ein paar Minuten geschlafen, aber Herrick ka
Bolitho überschrie den Wind:»Schon Land in Sicht?»
Herrick schüttelte den Kopf.»Nein, Sir. Ich habe den Kurs wie befohlen geändert, aber die Sicht beträgt nur noch eine knappe halbe Meile.»
Bolitho nickte.»Kommen Sie in den Kartenraum.»
Nach dem Chaos an Deck schien Herrick der kleine Kartenraum mit dem dunkelpolierten Holz und der kreisenden Laterne eine andere, friedliche Welt zu sein, trotz der arbeitenden Balken und knarrenden Möbel.
Auf die Ellbogen gestützt, sehr nachdenklich, studierte Bolitho die Karte. Mit den Spitzen des Messingstechzirkels tippte er im Takt zu seinen Worten aufs Papier:»Mr. Gossett ist sicher, daß es morgen abflaut, Thomas. Er irrt sich selten.»
Skeptisch studierte Herrick das Gewirr der Kurs- und Peillinien auf der Karte, das nur zu deutlich zeigte, wie schwer sich die Hyperion mit ihrem Auf- und Abpatrouillieren vor der südlichen Einfahrt von St. Clar getan hatte. Die kleine Bucht, an der vor Zeiten ein paar unternehmungslustige Fischer den Ort St. Clar gegründet hatten, war wie von eines Riesen Axt in die Küstenlinie gekerbt. Im Norden und Süden von steilen Vorgebirgen geschützt, war die Einfahrt etwa eine Meile breit und bot auch dem größten Fahrzeug einen geschützten Ankerplatz. Weiter landeinwärts verengte sie sich beträchtlich, bis sie schließlich in die Mündung eines kleinen, aber reißenden Flusses überging, der von den Bergen herunterkam. Der Fluß war zu wenig anderem nütze, als die Stadt in zwei Hälften zu teilen; der nord-südliche Verkehr mußte über eine steinerne Brücke am Ende des Hafens.
Gesäumt wurde die Bucht von ungastlichen Klippen und scharfkantigen Felsen. Somit war der Hafen selbst der einzig sichere Ort für einen Landfall. Doch we
Nachdenklich sagte Bolitho:»Sehr schade, daß wir nicht eher gelandet sind, Thomas. Seit meinen Verhandlungen mit dem Bürgermeister ist über ein Monat vergangen. Der erste konspirative Eifer mag inzwischen abgestumpft sein.»
Herrick grunzte zweifelnd.»Sir Edmund hat ja angeblich dafür gesorgt, daß die Franzmä
«Vielleicht. Doch immerhin waren sie es, die Verhandlungen bego
Herrick blickte ihn neugierig an.»Halten Sie de
«Für unsere Ziele ko
Draußen auf dem Gang näherten sich rasche Schritte, und Mid-shipman Piper rief atemlos:»Captain, Sir! Mr. Caswell läßt respektvoll melden, daß wir ein kleines Boot gesichtet haben!»
Herrick sagte:»Wahrscheinlich Treibgut. Bei diesem Wetter ist bestimmt kein Boot draußen.»
Bolitho lächelte flüchtig.»Das ist Mr. Caswells erste Sichtmeldung als Leutnant. Sie müssen ein bißchen großzügig sein.»
«We
Regen und heulender Wind empfing sie an Deck, und Bolitho mußte sich an den Netzen festhalten. Eifrig gegen den Lärm anschreiend, wies Caswell nach Backbord, wo die schaumgekrönten