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VI Verhandlungen
Eilig trat Bolitho in seine Kajüte und warf die Tür heftig hinter sich zu. Minutenlang empfand er dankbar den willkommenen Schatten, obwohl er wußte, es war nur eine Illusion nach der gnadenlosen Hitze auf dem Achterdeck, wo er eben einer Auspeitschung vor versammelter Ma
Sein Blick fiel auf die Glaskaraffe mit dem Becher, die Gimlett ihm hingestellt hatte. Fast automatisch trank er den herben Rotwein, den sie in der eroberten Festung vorgefunden hatten. Er vermittelte die Illusion einer kurzen Erfrischung, aber wie ein nie weichendes Gespenst war der Durst bald wieder da.
Bolitho warf sich auf die Sitzbank unter dem Fenster und horchte auf das Getrappel oben, als die letzten der wegtretenden Mä
In all seinen Dienstjahren als Flottenoffizier hatte er sich nie an den Anblick einer Auspeitschung gewöhnen kö
Mit zusammengezogenen Brauen goß er sich einen zweiten Becher Wein ein. Der eben bestrafte Ma
Der Ma
Zwei Dutzend Hiebe — nach den Maßstäben des Unterdecks ein ziemlich mildes Urteil. In der Kriegsflotte herrschte eben schnelle und strenge Disziplin. We
Dieser Ma
Angeekelt starrte Bolitho in sein leeres Glas. Jetzt war es ruhig im Schiff; kein Rufen, keine winselnde Melodie des Schiffsfiedlers, kein Herumtoben der Midshipmen. Vom Feuer ihres überraschenden Sieges war kein Funken mehr vorhanden, kein Hochgefühl mehr übrig, das die lastende Dumpfheit gelockert hätte, die wie ein böses Omen über dem Schiff hing.
In plötzlich aufsteigender Wut knirschte er mit den Zähnen. Drei lange Wochen war es her, daß sie die Festung gestürmt und die französische Flagge niedergeholt hatten, und mit jedem träge da-hinkriechenden Tag wurden Spa
Ein nervöses Klopfen an der Tür, und Whiting, der Zahlmeister, spähte vorsichtig herein.»Sie haben mich rufen lassen, Sir?«Er schwitzte mächtig, de
«Ja, das habe ich, Whiting. «Er tippte auf die Papiere vor ihm auf dem Tisch.»Haben Sie das Trinkwasser nochmals kontrolliert?»
Der Zahlmeister ließ den Kopf hängen, als ob es irgendwie seine Schuld wäre.»Aye, aye, Sir. We
Bolitho stand auf und stützte die Handflächen auf das heiße Fenstersims. Das Wasser unter ihm war so klar, daß er die kleinen Fische über ihren eigenen Schatten auf dem harten Sandgrund des Ankerplatzes hin und her schießen sah. Was sollte er tun? Was ko
der über der Kimm gestanden, war da
Es würde noch mehr Auspeitschungen geben, dachte er trübsi
Nach der ersten Woche fruchtlosen Wartens hatte ihn der spanische Kapitän an Bord besucht und war ohne Umschweife zur Sache gekommen: Auf der Insel befanden sich fast hundert französische Gefangene. Hundert zusätzliche Bäuche, die mit Nahrung und Frischwasser gefüllt werden mußten.
«Wir müssen sie liquidieren«, hatte Capitano Latorre eindringlich gesagt.»Sie sind nutzlos für uns!«Sein Blutdurst war ein weiterer Grund für Bolithos Entscheidung, die Kontrolle über die Hauptfestung selbst in der Hand zu behalten. Ashbys Seesoldaten hausten dort; die spanischen Soldaten von der Princesa mußten sich mit dem alten maurischen Fort am anderen Ende der Insel begnügen.
Latorre war wütend gewesen, sowohl über Bolithos Weigerung, die Gefangenen abzuschlachten, als auch über seine ebenso entschiedene Absage, die spanische Flagge über der Batterie wehen zu lassen.
Der Zahlmeister unterbrach sein Grübeln.»Diese Spanier haben Wasser genug, Sir, bestimmt. «Er zog eine wütende Grimasse.»Hol sie der Teufel!»
Bolitho blickte ihn gelassen an.»Vielleicht, Mr. Whiting, haben Sie recht. Aber läge die Hyperion nicht hier mit ausgefahrenen
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= 0,57 Liter.