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Bolitho warf einen raschen Blick auf Conways maskenstarres Gesicht. War er der Ma

Berufssoldaten sahen selten etwas anderes als die Taktik der unmittelbaren Situation. Und we

«Da kommen Leute aus den Palisaden, Sir!»

Bolitho hob sein Teleskop aufs neue. Zu zweit und dritt kamen sie; einige trugen Musketen, andere hinkten waffenlos über den Sand auf die lange, noch unfertige Pier aus Baumstämmen und Steinen. Manche waren so dunkelhäutig, daß man sie für Eingeborene halten ko

Keiner winkte. Sie standen oder saßen stumpf da und beobachteten das langsame Einlaufen der Fregatte.

«Mein Gott!«murmelte Herrick.»Die sehen ja aus wie Vogelscheuchen.»

«Was haben Sie de

Mit unbewegter Miene musterte Bolitho ihn.»Sie haben sich inzwischen erholt, Mr. Whitmarsh?»

Der starre Blick des Arztes wanderte zum Kapitän hinüber. Seine Augen waren rotgerändert und schienen in ihren Höhlen zu bre

«Und was weiter?«fragte Bolitho kalt.

Whitmarsh richtete seinen leeren Blick auf ihn.»Da

Erst jetzt schien Conway zu hören, was er sagte.»Scheren Sie sich unter Deck, Sie versoffener Kerl!«Verzweiflung arbeitete in seinem Gesicht; er mußte sich durch diesen Wutausbruch entlasten.»Oder es wird Ihnen leid tun, beim Himmel!»

Der Arzt brachte eine wacklige Verbeugung zustande.»Aber es tut mir schon jetzt leid, glauben Sie mir! Sie tun mir leid, daß Sie hier eine so elende Aufgabe übernehmen müssen. «Schwankend wendete er sich Bolitho zu.»Und der gute Captain hier tut mir leid, der schließlich zwischen Gerechtigkeit und Tyra

«Acht Faden Tiefe!»

Die Meldung des Lotgasten brachte Bolitho in die Wirklichkeit zurück.»Schafft ihn in seine Koje!«befahl er kurz. Einige Matrosen schleppten den leblosen Arzt zum Niedergang, und Bolitho bekam den sauren Gestank von vergossenem Wein und Erbrochenem in die Nase. Da verfaulte ein guter Ma

Conway starrte immer noch auf die Decksplanken.»Noch eine Sekunde, und ich hätte ihn in Eisen legen lassen. «Er warf Bolitho einen wütenden Blick zu.»Nun?»

«Es war schon etwas an dem, was er sagte, Sir. Was ein Nüchterner nur denkt, spricht ein Betrunkener oft genug aus.»

«Wir sind nahe genug, Sir, glaube ich«, rief Herrick dazwischen.

Bolitho eilte zum Achterdeck, froh, Conways düsterer Stimmung zu entri

«Signalisieren Sie der Rosalind, was wir vorhaben, und da

«Glauben Sie, daß es hier Fieber gibt, Sir?«Sekundenlang glomm Angst in Herricks Augen auf. Wie die meisten Seeleute ko

«Wir werden es bald merken.»

«Die Rosalind hat unser Signal bestätigt, Sir.»

Keen schien so munter und sorglos wie immer zu sein. Sogar Armitage blickte beinahe erwartungsvoll zum Land hinüber.

«Ruder legen!»

«An die Leebrassen!»

Das Ruder schwang herum, und Bolitho schritt auf Conways Seite hinüber, um dem Gere

«Wollen Sie auf Don Puigserver warten, Sir?»

Conway blickte ihn an; an seinem Hals zuckte ein Nerv, als der Anker mit einer mächtigen Schaumkaskade ins Wasser platschte.

«Muß ich ja wohl. «Er spähte zur Brigg hinüber, die schon an ihrer Ankertrosse schwojte.»Ich wünsche, daß Sie mich begleiten.»

«Es ist mir eine Ehre, Sir.»

«So, finden Sie?«Conway nahm den goldbetreßten Hut ab und fuhr sich mit der Handfläche über das graue Haar.»Wir werden ja sehen«, sagte er mit bitterem Lächeln.

Noddall kam mit Bolithos Degen an Deck, zog sich aber sehr schnell zurück, als Allday ihn wütend anknurrte:»He — gib mir das!«Er eilte zu Bolitho und schnallte ihm den Degen sorgfältig um.»Was der sich einbildet!«murmelte er dabei. Da

«Da haben wir eine lange Reise hinter uns gebracht, Captain. «Er wandte sich halb um und beobachtete, wie auch die Boote der Brigg abgefiert wurden.»Das ist kein guter Ort, finde ich.»

Aber Bolitho hörte nicht hin. Er sah zu, wie die Seesoldaten in die dümpelnden Boote kletterten, mit ihren roten Röcken, den ständig ausrutschenden Stiefeln und, wie immer, mit mächtigem Waffengeklirr. Hauptma

Wie viele Marineoffiziere hatte sich auch Bolitho oft die Inbesitznahme neuer Gebiete im Geist ausgemalt; aber da

«Na, da

Tatsächlich ruderten die Boote der Brigg bereits auf die Küste zu; das eine trug die spanische Flagge, das andere die der East India Company. Erleichtert stellte Bolitho fest, daß Viola Raymond an Bord geblieben war.

Conway kletterte hinter Bolitho in die Gig; die anderen Boote, bis zum letzten Platz voll schwerbewaffneter Seesoldaten, folgten in Fächerformation; so bewegte sich die Flottille auf die nächste Bucht zu.

Lange bevor sie in Rufweite der am Ufer hinter der Brandungslinie stehenden Leute waren, ko

Der neue Gouverneur von Teluk Pendang war eingetroffen.

Leutnant Thomas Herrick ging ein paar Schritte quer über das Achterdeck. Nervös beobachtete er Bellairs' Seesoldaten und einige Matrosen unter den nächstgelegenen Palisaden. Es war kurz nach zwölf Uhr mittags, und die So