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Glass richtete die Drehbasse nach unten und zog an der Abzugsschnur, verwandelte das überfüllte Boot in eine schreiende, blutige Masse.
Das war mehr als genug für das zweite Boot. Das Krachen der Musketen, der verheerende Kartätschenhagel aus Glass' Drehbasse genügten, um die Riemen bewegungslos zu machen. Kaum ein Ma
Bolitho wand sich ab, ihm wurde übel. Er sah, wie Dalkeith und seine Maaten zu dem ersten Boot hinunterkletterten, und stellte sich vor, was sie dort für wimmernde Wesen finden würden. Es hätte genausogut das zweite Boot gewesen sein kö
Er sagte heiser:»Holen Sie diese Leute an Bord, Mr. Heyward. Da
Er wartete an der Schanzkleidpforte, als die ersten verwirrten Mä
Zerlumpt und schmutzig, sahen sie eher wie Vogelscheuchen als wie ausgebildete Soldaten aus.
Bolitho sagte:»Bringen Sie die Gefangenen hinunter, Mr. Graves. «An die Rotröcke gewandt, fügte er hinzu:»Keine Angst. Dies ist ein Schiff des Königs.»
Ein junger Fähnrich trat vor und rief:»Ich danke Ihnen, Kapitän! Wir alle danken Ihnen.»
Bolitho ergriff seine Hand.»Sie werden hier so viel Ruhe und Hilfe wie möglich finden. Zuerst aber muß ich wissen, was hier geschieht.»
Der Offizier rieb sich die Augen.»Wir wurden vor einigen Tagen gefangengenommen. Es war ein Scharmützel mit einer ihrer Patrouillen. Die meisten meiner Mä
Bolitho fragte weiter:»Hält General Cornwallis Yorktown?»
«Ja. Aber ich nehme an, Sie wissen, Sir, daß Washington und der französische General Rochambeau den Hudson vor einigen Wochen überquert haben, um die Chesapeake Bay zu erreichen. Sie haben Yorktown mit einer großen Armee eingekreist. Eine Muskete hinter jedem Baum. Aber als wir hörten, daß ein englisches Geschwader in die Bucht eingefahren war, dachten wir, wir wären gerettet. Ich verstehe etwas französisch und hörte die Wachen über die Ankunft der Schiffe sprechen.»
Heyward sagte:»Hoods Flotte.»
Bolitho nickte.»Wa
Der Fähnrich zuckte die Schultern.»Vor etwa drei Tagen. Ich habe alles Zeitgefühl verloren.»
Bolitho versuchte, nicht auf die mitleiderregenden Schreie außenbords zu hören. Vor drei Tagen? Das paßte zu dem, was Odell berichtet hatte. Hood war wahrscheinlich nur kurz in die Bucht eingelaufen, hatte kein Zeichen von de Grasse gefunden und war nach New York weitergesegelt.
Der Fähnrich fügte lahm hinzu:»Die Franzosen erwarteten ihre eigene Flotte. Deshalb, als jemand sie in ihrer eigenen Sprache anrief.»
«Was?«Bolitho packte ihn am Arm, seine Stimme war rauh, trotz der elenden Verfassung des Ma
Der Fähnrich starrte ihn an.»Aber ich dachte… Ich stellte mir vor, daß unsere Schiffe weitergefahren waren, um gegen diese Flotte zu kämpfen, Sir!»
«Nein. «Er ließ seinen Arm los.»Ich fürchte, daß es zu spät sein wird, we
«Da
Dalkeith erschien an Deck und nahm den Arm des Offiziers.
Bolitho sagte:»Pflegen Sie sie gut.»
Er wandte sich ab. Sie würden sehr bald wieder Gefangene sein, we
Buckle beobachtete ihn besorgt.»Was ist mit Mr. Tyrell, Sir?»
«Glauben Sie de
Zu Buckle gewandt fügte er hinzu:»Tut mir leid, daß ich Sie angefahren habe. Es war eine berechtigte Frage.»
Er blickte zum Land hin.»Wir werden beim ersten Tageslicht Anker lichten und näher an die Küste heranfahren. Machen Sie die Riemen fertig, falls uns der Wind verläßt. Ich werde Tyrell und seine Mä
Nur die Tapferen
Stockdale watschelte über das Achterdeck und hielt ihm einen Zi
Bolitho hob den Krug an die Lippen. Der Kaffee war kaum warm, nahm ihm aber die Trockenheit im Hals.
Stockdale fügte heiser hinzu:»Das Feuer in der Kombüse war gelöscht, also mußte ich ihn auf einer Laterne in der Waffenkammer aufwärmen.»
Bolitho nickte ihm zu. War es Einbildung, oder wurden Stockdales Züge im Dämmerlicht deutlicher? Er schauderte vor Kälte. Es war wahrscheinlicher, daß er zu lange an Deck geblieben war, wartend und überlegend. Es ko
«Das war ein guter Gedanke. «Er gab ihm den Krug zurück.»Ich fühle mich jetzt wach.»
Er spähte hinauf zur Takelage und den zusammengerollten Segeln. Die Sterne waren noch da, aber blasser. Das war keine Einbildung.
«Wo steht der Wind?»
Stockdale überlegte sich die Frage.»Wie vorher, Sir. NordNordwest, we
Bolitho biß sich auf die Lippen. Er war schon zu demselben Schluß gelangt. Stockdale hatte gewöhnlich recht, aber seine Bestätigung half ihm auch nicht weiter.
Er sagte:»Geh und hol den Steuerma
Buckle sprang bei Stockdales erster Berührung hellwach auf die Beine.»Was gibt es? Ein Angriff?»
«Langsam, Mr. Buckle. «Bolitho winkte ihn an die Reling.»Der Wind hat nachgelassen, kommt aber noch immer zu weit aus Norden, um uns zu helfen.»
Der Steuerma
«We
Buckle gähnte.»Das stimmt.»
«Rufen Sie also alle Ma
Buckle zog seine Uhr heraus und hielt sie an das Licht des Kompasses.
«Hm. Es wird hart werden, Sir. Aber die Strömung steht nicht zu stark gegen uns. «Er ging zu den Wanten hinüber und stieß eine dunkle Gestalt an, die friedlich auf den bloßen Planken schlief.
«Hoch, Junge! Sage Mr. Glass, er soll die Leute rufen. Vorwärts!»
Bolitho ging rasch in seine Kajüte und konzentrierte sich einige Minuten lang auf seine Seekarte. Er eri
Er zog seinen Rock an und befestigte das Degengehenk. Wie seltsam die Kajüte im Licht der einsamen Laterne aussah. Klar zum Gefecht wie das übrige Schiff, ächzten die Geschütze leise hinter ihren geschlossenen Pforten; Pulver und Munition, Ladestücke und Rohrwischer, alles lag in Reichweite. Aber niemand stand daneben, de