Страница 68 из 75
Macmillan drückte sich an der Lamellentür herum, bis das Auge des Kommandanten auf ihn fiel.
«Mr. Timbrell läßt gehorsamst fragen, Sir, ob Sie das Schiff abdunkeln wollen?»
Dumaresq schüttelte langsam den Kopf.»Diesmal nicht. Ich möchte, daß Garrick uns sieht. Seine große Schwäche ist — abgesehen von seiner Habgier — sein Jähzorn. Ich habe vor, ihn noch zorniger zu machen, bevor es tagt.»
Macmillan öffnete die Tür, und die Offiziere und Fähnriche zogen sich dankbar zurück. Nur Palliser blieb; Bolitho nahm an, daß er die technischen Einzelheiten lieber allein und ohne Störung mit dem Kommandanten besprechen wollte.
Als die Tür sich schloß, wandte Dumaresq sich seinem Ersten Offizier zu und wies auf einen Sessel.»Es gibt noch etwas, habe ich recht?»
Palliser setzte sich und streckte die langen Beine aus. Einen Augenblick rieb er sich die Augen mit den Handknöcheln, ehe er sagte:»Sie hatten recht, was Egmont betrifft, Sir. Selbst als Sie ihn auf ein Schiff mit Kurs Basseterre gesetzt hatten, versuchte er noch, Garrick zu warnen oder mit ihm in Verbindung zu treten. Wie das geschah, werden wir wohl nie erfahren. Er wechselte offenbar auf ein kleines, schnelleres Schiff über und nahm nördlichen Kurs durch die Inselgruppe, um vor uns da zu sein. Doch wie es auch war, seine Warnung an Garrick war verschwendet.»
Er faßte in seine Tasche und zog einen goldenen Halsschmuck mit dem doppelköpfigen Vogel und den rubinschimmernden Schwanzfedern heraus.
«Garrick hat beide Egmonts ermorden lassen. Diesen Schmuck habe ich einem unserer Gefangenen abgenommen. Der Matrose, von dem ich Ihnen berichtete, erzählte mir den Rest.»
Dumaresq nahm das schwere Schmuckstück in die Hand und betrachtete es traurig.
«Murray hat es gesehen?»
Palliser nickte.»Er ist verwundet worden. Ich habe ihn auf den Schoner geschickt, bevor er mit Mr. Bolitho sprechen ko
Dumaresq trat wieder an die Heckfenster und sah zu, wie der Schoner abdrehte und ihnen das Heck zeigte. Seine Segel schimmerten so golden wie der Halsschmuck in seiner Hand.
«Das war sehr überlegt gehandelt. Für das, was er gesagt und getan hat, wird Murray in England aus der Marine entlassen werden.
Ich bezweifle, daß sein Weg sich jemals wieder mit dem Bolithos kreuzen wird.»
«Da
Dumaresq beobachtete die Schatten, die den Rumpf des davonse-gelnden Schoners bereits verhüllten.
«Von mir wird er nichts erfahren. Morgen müssen wir kämpfen, und da muß jeder Offizier und jeder Ma
In der Messe saß Bolitho in einem Sessel und ließ die Arme hängen, während die Spa
Immer wieder stand ein neuer Morgen mit seinen Anforderungen vor ihnen. Es war wie der Horizont: sie erreichten ihn nie.
Bulkley trat ein und ließ sich schwerfällig zwischen ihnen nieder.»Ich habe mich gerade mit unserem starrköpfigen Seesoldaten abgegeben.»
Bolitho nickte trübsi
Palliser trat ein und warf seinen Hut auf eine Kanone. Kurz schaute er sie an und sah dabei wahrscheinlich den Raum schon so vor sich, wie er morgen früh aussehen würde: ohne Möbel, die leichten Wände herausgenommen, die kleinen persönlichen Dinge vor Rauch und Feuer in Sicherheit gebracht.
Da
Rhodes erhob sich mühsam und grinste.»Aye, aye, Sir. «Wie ein Schlafwandler wankte er aus der Messe.
Bolitho hatte nichts davon gehört. Er dachte an Aurora. Er benutzte die Eri
Da
Bulkley schob eine Flasche über den Tisch.»War's schlimm?»
Palliser überlegte.»Es wird noch schlimmer. «Aber eigentlich dachte er an den juwelenbesetzten Halsschmuck, der jetzt achteraus auf dem Meeresgrund lag: eine private Beisetzung.
Der Arzt stieß nach:»Ich freue mich über Murray. Das ist ein kleiner Lichtblick in all dem Elend. Gut zu wissen, daß er frei von Schuld ist.»
Palliser schaute weg.»Ich mache jetzt meine Runde und lege mich da
Bulkley seufzte.»Ich auch. Ich wollte aber darum bitten, daß ich Spillane, den provisorischen Schreiber, ausgeliehen bekomme. Auch ich bin knapp an Leuten.»
Palliser hielt an der Tür i
Ohne ein weiteres Wort marschierte er aus der Messe; als Bulkley sich umwandte, sah er, daß Pallisers Hut noch immer auf der Kanone lag.
Was morgen auch geschah, nichts würde je wieder so sein wie bisher, dachte der Arzt, und diese Einsicht machte ihn sehr traurig.
Als die Dunkelheit schließlich den Horizont verwischte und der flache Hügel über der Insel Fougeaux verschwunden war, spiegelten sich die Lichter der Destiny immer noch wie wachsame Augen im Wasser.
XVII Die Schlacht
Über Nacht schien die Insel Fougeaux geschrumpft zu sein, de
Bolitho setzte sein Fernglas ab und ließ damit die Insel in den Schatten zurücksinken. Bi
Dumaresq sorgte aber auch dafür, daß seine Leute so ausgeruht wie möglich waren, we
Palliser erschien auf dem Achterdeck und sagte nach einem flüchtigen Blick auf Kompaß und Segel:»Ich hoffe, die Freiwache ist gleich fertig mit dem Frühstück?»
15
ca. 3700 m