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IX Die Klaue des Teufels
Colonel de Crespigny saß steif in der Achterkajüte der Avenger und blickte sich mit einer Mischung aus Neugier und Widerwillen in dem engen Raum um.
Er sagte zu den beiden Fähnrichen:»Wie ich schon Ihrem — äh — Kommandanten erklärt habe, ka
Er beugte sich zu Dancer hinüber, wobei seine blankpolierten Stiefel auf den Decksplanken knarrten.
«Überlegen Sie selbst. Ein erstklassiger Advokat aus London, ein erfahrener Untersuchungsrichter und ein voreingenommenes Gremium von Geschworenen — Ihr Wort wäre bestimmt der einzige Protest im ganzen Gerichtssaal! Die Besatzung des Schoners ka
Hugh Bolitho lehnte sich gegen die Bordwand, die Augen halb geschlossen.»Es scheint, wir sind an einem toten Punkt angelangt.»
Der Oberst nahm einen Pokal und füllte ihn sorgfältig, bevor er wieder das Wort ergriff.»We
Gloag, den man wegen seiner Erfahrung zu der Besprechung hinzugezogen hatte, ließ sich vernehmen:»Es gibt Hunderte solcher Dörfer und Siedlungen im Umkreis von fünf Meilen, Sir. Die Suche kö
Hugh Bolitho sagte bitter:»In welcher Frist die Kunde bis zum Admiral vorgedrungen und die Avenger sonstwohin unterwegs ist, zweifellos mit einem neuen Kommandanten. «De Crespigny nickte.»Höchstwahrscheinlich. Ich diene seit langem in der Armee, bin aber immer wieder erstaunt über die Entscheidungen meiner Vorgesetzten.»
Hugh griff nach einem Glas, überlegte es sich da
«Ich habe meinen Bericht für den Admiral und den obersten Zollbeamten in Penzance fertig. Whiffin, mein Sekretär, macht soeben die erforderlichen Abschriften. An die Verwandten der Gefallenen habe ich geschrieben und den Verkauf ihrer persönlichen Habe veranlaßt. «Er spreizte die Hände.»Ich we iß nicht, was sonst noch zu tun wäre.»
Richard Bolitho betrachtete ihn interessiert, sah er doch jetzt einen völlig anderen Ma
De Crespigny seufzte.»Ich stimme zu. Aber auch we
Dancer rief aus:»Sir Henry hat doch gesagt, er ke
Gefangenen und würde ihn früher oder später bestimmt wieder einfangen.»
De Crespigny schüttelte den Kopf.»We
Bolitho spürte förmlich das Aufflackern von Hoffnung in der Kabine. Zwar war sie schwach, aber doch stärker als noch vor wenigen Augenblicken.
Hugh sagte lebhaft:»Ich schicke jemanden nach Hause. Wir müssen Hardy fragen, der hat für Vyvyan gearbeitet, bevor er zu uns kam.»
De Crespigny starrte ihn an.»Ihr Obergärtner? Seine Aussage würde ich nicht ins Treffen führen, we
Hugh lächelte.»Mit Verlaub, Sir, es ist meine Karriere, die auf dem Spiel steht, und der gute Name meiner Familie. «Die Avenger schwoite lässig an ihrer Ankertrosse, als wolle sie ihren Eifer bekunden, wieder auszulaufen und ihren Teil zum Erfolg beizutragen.
Richard Bolitho fragte:»Nun, sollen wir es versuchen?«Er ka
Hugh sagte:»Sobald wir kö
Überraschenderweise gestattete er seinem Bruder und Dancer, mit diesem Auftrag nach Hause zurückzukehren. Ob aus dem Grunde, weil diese beiden wenig Aufsehen erregen würden, oder weil er fürchtete, daß sein Temperament mit ihm durchgehen kö
Als sie über den mit Kopfsteinen gepflasterten Platz eilten, sagte Dancer noch etwas atemlos:»Allmählich fange ich an, mich wieder frei zu fühlen! Was auch kommen mag, ich bin dafür gewappnet!»
Bolitho musterte ihn lächelnd. Sie hatten sich auf das gemeinsame Weihnachten und auf eins von Mrs. Tremaynes phantastischen Festessen gefreut. Aber nun sah die unmittelbare Zukunft genauso grau aus wie das trübe Wetter und keineswegs mehr so ermutigend, wie sie ihnen in der Kabine der Avenger erschienen war. Anstatt des erhofften, üppig gedeckten Tisches von Mrs. Tremayne würden sie wohl demnächst eher den Amtstisch eines Untersuchungsrichters vor sich haben. Bolitho fand seine Mutter in der Bibliothek, wo sie einen Brief schrieb, einen der vielen an ihren Ma
Sie hörte sich an, was sie beabsichtigten, und erklärte sofort:»Ich werde mit ihm sprechen.»
Bolitho protestierte.»Hugh sagt, du sollst dich aus allem heraushalten. Keiner von uns möchte, daß du in diese Angelegenheit hineingezogen wirst.»
Sie lächelte.»Ich wurde bereits hineingezogen, als ich euren Vater heiratete. «Sie band sich einen Schal um und fügte ruhig hinzu:»Der alte Hardy sollte in die Strafkolonien abtransportiert werden, weil er Fisch und andere Lebensmittel für seine Familie gestohlen hatte. Es war ein schlechtes Jahr mit magerer Ernte und vielen Krankheiten. Allein in Falmouth starben mehr als fünfzig Menschen am Fieber. Der alte Hardy verlor später Frau und Kind. Sein Opfer — de