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Alexander Kent

Strandwölfe: Richard Bolithos gefahrvoller Heimaturlaub

Allen Midshipmen aus Vergangenheit und Gegenwart gewidmet

I Heimaturlaub

Schwankend und mit lautem Räderklappern kam die Postkutsche auf dem Hof des Gasthauses zum Stehen, und die kleine Gruppe müder Passagiere stieß Seufzer der Erleichterung aus. Es war Anfang Dezember des Jahres 1773, und Falmouth lag wie ganz Cornwall unter einer dichten Decke von Schnee und Matsch. Die Kutsche mit ihren vier von der raschen Fahrt dampfenden Pferden wirkte in dem schwachen Nachmittagslicht völlig farblos, so sehr war sie mit Schlamm bespritzt. Midshipman[1] Richard Bolitho sprang herab, da

Doch da

Es war genau ein Jahr und zwei Monate her, seit er Falmouth verlassen hatte, um in Spithead an Bord der Gorgon zu gehen, eines Linienschiffes mit vierundsiebzig Geschützen. Jetzt lag sie in Plymouth zur dringend notwendigen Überholung und Instandsetzung, und er, Richard Bolitho, war zum wohlverdienten Urlaub nach Hause gekommen.

Er reichte seinem Reisegefährten die Hand, als dieser jetzt zu ihm in den naßkalten Wind herab kletterte; Midshipman Martyn Dancer war am selben Tag an Bord der Gorgon gekommen wie er selbst und ebenfalls siebzehn Jahre alt.

«So, Martyn, wir sind am Ziel!»

Bolitho lächelte, froh darüber, daß Dancer mit ihm gekommen war. Das Haus der Dancers lag in London und war völlig verschieden von dem der Bolithos, die seit Generationen Seeoffiziere waren. Dancers Vater dagegen war ein reicher Teehändler in der Londoner City. Aber auch we

Als die Gorgon vor Plymouth geankert hatte und die an Bord gekommene Post verteilt wurde, stellte Dancer fest, daß seine Eltern im Ausland weilten. Er schlug sofort vor, Bolitho solle mit ihm nach London kommen, aber der stets wachsame Erste Offizier der Gorgon, Mr. Verling, hatte kalten Tones gesagt:»Ich denke, das lassen Sie lieber. Allein in dieser Stadt — Ihr Vater würde mich dafür zur Rechenschaft ziehen!«So hatte Dancer bereitwillig Bolithos Einladung angenommen, was diesem insgeheim lieber war, bra

Der Kutscher berührte grüßend seinen Hut, nahm die Münzen, die Bolitho ihm in die Hand drückte, und sagte:»Seien Sie unbesorgt, Sir. Ich passe auf, daß der Wirt die Kisten zu Ihrem Haus bringen läßt. «Dabei zeigte er mit dem Daumen auf die bereits hell erleuchteten Fenster des Gasthauses.»Jetzt werde ich mich für ein Stündchen zu den Mitreisenden setzen, da

Bolitho blickte ihm si

Als sie jetzt durch den Schneematsch schritten, vorbei an der alten Kirche und den uralten Bäumen, mochten sie kaum glauben, daß sie all das wirklich erlebt hatten: die Jagd nach Seeräubern, die Zurückeroberung der Brigg Sandpiper, mit der sie da

Sie schloß ihn in die Arme und drückte ihn an sich. Ihr Geruch nach frischem Leinen, Lavendel, nach Küche und geräuchertem Speck weckte noch mehr alte Eri

Sie wiegte ihn in ihren Armen wie ein Kind, obwohl er einen ganzen Kopf größer war als sie.

«Oh, junger Master Dick, was haben sie dir angetan?«Sie brach beinahe in Tränen aus.»So dü

Nun entdeckte sie Dancer und entließ Bolitho widerstrebend aus ihren Armen. Der grinste verlegen, aber erfreut über ihre Anteilnahme. Sie war allerdings noch viel stärker gewesen, als er damals, im Alter von zwölf Jahren, zum ersten Mal zur See gegangen war.

«Dies ist mein Freund Martyn Dancer. Er bleibt über Weihnachten bei uns.»

Alle wandten sich um, als Bolithos Mutter auf der Treppe erschien.

«Und Sie sind uns herzlich willkommen!«Dancer betrachtete sie hingerissen. Er hatte während der langen Seewachen oder während der wenigen ruhigen Augenblicke unter Deck schon viel von Harriet Bolitho gehört. Aber sie war doch ganz anders als in seiner Vorstellung. Sie schien viel zu jung, um Richards Mutter zu sein, viel zu zerbrechlich, um so oft allein gelassen zu werden in diesem großen Steinhaus unter dem Vorland von Pende

Bolitho lief zu ihr, und sie umarmten sich lange. Noch immer beobachtete Dancer Richard, seinen Freund, den er so genau zu ke

Endlich sagte sie ruhig zu Dancer:»Wie lange kö

1

Seekadett bzw. Fähnrich zur See

2

siehe A. Kent: DIE FEUERTAUFE