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Sie zog eine Fotografie unter dem Polster hervor und reichte sie K. "Sehen Sie dieses Bild an", sagte sie bittend. Um es besser zu sehen, machte K. einen Schritt in die Küche, aber auch dort war es nicht leicht, etwas auf dem Bild zu erke
K. ko
"Wieder einmal die Gehilfen", sagte er der Wirtin zu seiner Entschuldigung und zeigte hinaus. Sie aber achtete nicht auf ihn, das Bild hatte sie ihm fortgenommen, angesehen, geglättet und wieder unter das Polster geschoben. Ihre Bewegungen waren langsamer geworden, aber nicht vor Müdigkeit, sondern unter der Last der Eri
K. fühlte sich unbehaglich gegenüber diesen Geschichten, sosehr sie ihn auch betrafen.
"Wie lange ist de
"Über zwanzig Jahre", sagte die Wirtin. "Weit über zwanzig Jahre."
"So lange hält man Klamm die Treue", sagte K. "Sind Sie sich aber, Frau Wirtin, dessen auch bewußt, daß Sie mir mit solchen Geständnissen, we
Die Wirtin fand es ungebührlich, daß sich K. mit seinen Angelegenheiten hier einmischen wollte, und sah ihn erzürnt von der Seite an.
"Nicht so böse, Frau Wirtin", sagte K. "Ich sagte ja kein Wort gegen Klamm, aber ich bin doch durch die Macht der Ereignisse in gewisse Beziehungen zu Klamm getreten; das ka
"Sie haben recht", sagte die Wirtin und beugte den Kopf, "aber schonen Sie mich. Ich bin nicht empfindlicher als andere, im Gegenteil, jeder hat empfindliche Stellen, ich habe nur diese eine."
"Leider ist es gleichzeitig auch die meine", sagte K., "ich aber werde mich gewiß beherrschen; nun aber erklären Sie mir, Frau Wirtin, wie soll ich in der Ehe diese entsetzliche Treue gegenüber Klamm ertragen, vorausgesetzt, daß auch Frieda Ihnen darin ähnlich ist?"
"Entsetzliche Treue?" wiederholte die Wirtin grollend. "Ist es de
"Frau Wirtin", sagte K. warnend.
"Ich weiß", sagte die Wirtin, sich fügend, "aber mein Ma
"Nun werde ich", sagte K., "we
Die Wirtin schwieg.
"Ich darf also nicht fragen", sagte K., "auch das genügt mir."
"Freilich", sagte die Wirtin, "auch das genügt Ihnen, und das besonders. Sie mißdeuten alles, auch das Schweigen. Sie kö
"We
Die Wirtin runzelte die Stirn, sagte aber gleichmütig: "Das ist eine sehr einfache Geschichte. Mein Vater war Schmied, und Hans, mein jetziger Ma
Es war ein Weilchen still, da
"Er ka
"Da
"Vielleicht", sagte die Wirtin, "ich weiß es nicht, ich kümmerte mich nie darum."
"Es muß doch aber so gewesen sein", sagte K., "we
"Es war nicht unvorsichtig, wie sich später gezeigt hat", sagte die Wirtin. "Ich warf mich in die Arbeit, stark war ich, des Schmiedes Tochter, ich brauchte nicht Magd, nicht Knecht; ich war überall, in der Wirtsstube, in der Küche, im Stall, im Hof, ich kochte so gut, daß ich sogar dem Herrenhof Gäste abjagte. Sie waren zu Mittag noch nicht in der Wirtsstube, Sie ke
"Ihre Leistungen sind bewundernswert", sagte K., "daran ist kein Zweifel, aber wir sprachen von den Zeiten vor Ihrer Heirat, und damals wäre es doch merkwürdig gewesen, we