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"Sehr einfach," sagte der Vorsteher. "Sie sind eben noch niemals mit unseren Behörden in Berührung gekommen. Alle diese Berührungen sind nur scheinbar, Sie aber halten sie infolge Ihrer Unke

"So habe ich das allerdings nicht angesehen", sagte K., "diese Einzelheiten ko

"Nein", sagte der Vorsteher, an einem Wort sich festhaltend, "wirkliche Bedeutung kommt diesen telefonischen Antworten durchaus zu, wie de

"Gut", sagte K., "angenommen, daß sich alles so verhält, da

"Es ist eine gewisse Wahrheit in Ihrer Auffassung", sagte der Vorsteher, "Sie haben darin recht, daß man die Äußerungen des Schlosses nicht wortwörtlich hi

"So bleibt da

"Wer wollte wagen, Sie hinauszuwerfen, Herr Landvermesser?" sagte der Vorsteher "Eben die Unklarheit der Vorfragen verbürgt Ihnen die höflichste Behandlung, nur sind Sie dem Anschein nach zu empfindlich. Niemand hält Sie hier zurück, aber das ist doch kein Hinauswurf."

"Oh, Herr Vorsteher", sagte K., "nun sind wieder Sie es, der manches allzu klar sieht. Ich werde Ihnen einiges davon aufzählen, was mich hier zurückhält: die Opfer, die ich brachte, um von zu Hause fortzukommen, die lange, schwere Reise, die begründeten Hoffnungen, die ich mir wegen der Aufnahme hier machte, meine vollständige Vermögenslosigkeit, die Unmöglichkeit, jetzt wieder eine andere entsprechende Arbeit zu Hause zu finden, und endlich, nicht zum wenigsten, meine Braut, die eine Hiesige ist."

"Ach, Frieda", sagte der Vorsteher ohne jede Überraschung. "Ich weiß. Aber Frieda würde Ihnen überallhin folgen. Was freilich das übrige betrifft, so sind hier allerdings gewisse Erwägungen nötig, und ich werde darüber im Schloß berichten. Sollte eine Entscheidung kommen oder sollte es vorher nötig werden, Sie noch einmal zu verhören, werde ich Sie holen lassen. Sind Sie damit einverstanden?"

"Nein, gar nicht", sagte K., "ich will keine Gnadengeschenke vom Schloß, sondern mein Recht."

"Mizzi", sagte der Vorsteher zu seiner Frau, die noch immer an ihn gedrückt dasaß und traumverloren mit Klamms Brief spielte, aus dem sie ein Schiffchen geformt hatte, erschrocken nahm es ihr K. jetzt fort. "Mizzi, das Bein fängt mich wieder sehr zu schmerzen an, wir werden den Umschlag erneuern müssen."

K. erhob sich. "Da

"Ja", sagte Mizzi, die schon eine Salbe zurechtmachte, "es zieht auch zu stark." K. wandte sich um; die Gehilfen hatten, in ihrem immer unpassenden Diensteifer, gleich auf K.s Bemerkung hin beide Türflügel geöffnet. K. ko

Das sechste Kapitel

Vor dem Wirtshaus erwartete ihn der Wirt. Ohne gefragt zu werden, hätte er nicht zu sprechen gewagt, deshalb fragte ihn K., was er wolle. "Hast du schon eine neue Wohnung?" fragte der Wirt, zu Boden sehend. "Du fragst im Auftrage deiner Frau", sagte K., "du bist wohl sehr abhängig von ihr?" — "Nein", sagte der Wirt, "ich frage nicht in ihrem Auftrag. Aber sie ist sehr aufgeregt und unglücklich deinetwegen, ka

Sie gingen durch die lichte Küche, wo drei oder vier Mägde, jede weit von der anderen, bei ihrer zufälligen Arbeit im Anblick K.s förmlich erstarrten. Schon in der Küche hörte man das Seufzen der Wirtin. Sie lag in einem durch eine leichte Bretterwand von der Küche abgetre

"Endlich kommen Sie", sagte die Wirtin schwach. Sie lag auf dem Rücken ausgestreckt, der Atem machte ihr offenbar Beschwerden, sie hatte das Federbett zurückgeworfen. Sie sah im Bett viel jünger aus als in den Kleidern, aber ein Nachthäubchen aus zartem Spitzengewebe, das sie trug, obwohl es zu klein war und auf ihrer Frisur schwankte, machte die Verfallenheit des Gesichtes mitleiderregend. "Wie hätte ich kommen sollen?" sagte K. sanft. "Sie haben mich doch nicht rufen lassen." — "Sie hätten mich nicht so lange warten lassen sollen", sagte die Wirtin mit dem Eigensi

"Bitte", sagte da

K. wurde ungeduldig und sagte: "Sie ließen mich, Frau Wirtin, fragen, ob ich schon eine andere Wohnung habe." — "Ich ließ Sie fragen?" sagte die Wirtin. "Nein, das ist ein Irrtum." — "Ihr Ma