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Der Junge und der Ma
»Du gehst langsam«, sagte der Junge. »Hast du Angst vor dem, was passieren kö
Dieser Gedanke ließ ihn seltsam hochgestimmt werden. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlte er sich frei – bereit, das zu tun, was er für richtig hielt, und zwar da
Er würde keine Engel mehr hören, das war gewiß, doch dafür war er frei, nach Israel zurückzukehren, wieder als Tischler zu arbeiten, nach Griechenland zu reisen, um dort von den Weisen zu lernen oder mit den phönizischen Seefahrern in ferne Länder jenseits des Meeres aufzubrechen.
Vorher mußte er sich allerdings rächen. Er hatte die besten Jahre seiner Jugend einem tauben Gott gewidmet, der nur Befehle gab und alles immer auf Seine Art machte. Er hatte gelernt, Seine Entscheidungen zu akzeptieren und Seine Ratschlüsse zu respektieren.
Doch seine Treue war damit entgolten worden, daß er verlassen wurde, sein Eifer wurde nicht wahrgenommen, seine Bemühungen, den höchsten Willen zu erfüllen, hatten den Tod der einzigen Frau zur Folge, die er je geliebt hatte.
»Du hast Macht über die Welt und die Sterne«, sagte Elia in seiner Muttersprache, damit der Junge neben ihm seine Worte nicht verstand. »Du ka
»Von nun an, bis wir durch die Stadttore treten, werde ich mit geschlossenen Augen gehen, und du mußt mich führen«, bat er den Jungen. »We
Er eri
Elia wandte seine Gedanken wieder dem Himmel zu.
»Mein Herr, diese Schlacht war kein Kampf zwischen den Assyrern und den Phöniziern, sondern zwischen Dir und mir.
Du hast mir unseren persönlichen Krieg nicht angekündigt, und wie immer hast Du gesiegt und Deinen Willen geschehen lassen. Du hast die Frau vernichtet, die ich liebte, und die Stadt, die mich aufnahm, als ich fern meiner Heimat war.« Der Wind blies stärker in seinen Ohren. Elia erschrak, doch er fuhr fort: »Ich ka
Sie waren lange gegangen, da blieb der Junge stehen und rüttelte Elia am Arm.
»Wir sind da«, sagte er.
Elia öffnete die Augen. Das Feuer des Himmels war nicht über ihn herabgekommen, und um ihn herum lagen die zerstörten Mauern von Akbar.
Er blickte den Jungen an, der ihn nun an den Händen festhielt, als fürchtete er, er kö
Dort, wo sie standen, ko
Raubvögel kreisten am Himmel und warteten auf den rechten Augenblick, um auf die Leichen der Wachsoldaten herabzustoßen, die in der So
Im Durcheinander der vorangegangenen Nacht hatten die Assyrer vergessen, auch vor der Stadt die Waffen einzusammeln.
»Wozu brauchst du das?« fragte der Junge.
»Um mich zu verteidigen.« »Die Assyrer sind nicht mehr da.« »Trotzdem ist es gut, es bei mir zu haben. Wir müssen auf alles vorbereitet sein.« Seine Stimme zitterte. Man ko
»Ich bin mit dieser Stadt zerstört worden«, sagte er zum Jungen. »Doch wie diese Stadt habe auch ich meine Mission noch nicht erfüllt.« Der Junge lächelte.
»Du redest wieder wie vorher«, sagte er.
»Laß dich durch die Worte nicht täuschen. Vorher war mein Ziel, Isebel vom Thron zu stoßen und Israel dem Herrn zurückzugeben, und jetzt, wo Er uns vergessen hat, müssen auch wir Ihn vergessen. Meine Mission ist nun, das zu tun, worum du mich gebeten hast.« Der Junge sah ihn mißtrauisch an.
»Ohne Gott wird meine Mutter nicht von den Toten zurückkehren.« Elia strich ihm über den Kopf.
»Nur der Körper deiner Mutter ist gegangen. Sie ist immer noch bei uns und ist, wie sie gesagt hat, Akbar. Wir müssen ihr helfen, ihre Schönheit wiederzuerlangen.« Die Stadt war beinahe menschenleer. Nur alte Mä
Jedesmal we