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»Die Toten müssen weggeschafft werden«, sagte er.

»Oder die Pest wird durch das Haupttor in die Stadt kommen.« Der Junge blickte zu Boden.

»Hebe den Kopf«, sagte Elia. »Wir haben viel zu tun, damit deine Mutter sich freut.« Doch der Junge gehorchte nicht. Er bega

Elia beharrte nicht weiter darauf. Er erhob sich, wuchtete einen Leichnam auf seine Schultern und trug ihn in die Mitte des Platzes. Er ko

Er arbeitete den ganzen Vormittag lang. Der Junge verließ seinen Platz nicht und blickte nicht ein Mal auf, doch er hielt das Versprechen, das er seiner Mutter gegeben hatte: Keine einzige Träne fiel auf den Boden Akbars.

Eine Frau blieb stehen, sah Elia eine Weile zu.

»Der Ma

»Wo sind die Mä

»Sie sind gegangen und haben das Wenige, das noch übrig war, mitgenommen. Es gibt nichts mehr, wofür es sich zu bleiben lohnt. Geblieben sind nur die, die nicht weggehen ko

»Warum wollt Ihr eine verdammte Stadt retten?« »We

Der alte Hirte hatte recht: Der einzige Ausweg war, die eigene Vergangenheit voller Ungewißheiten zu vergessen und eine neue Geschichte für sich selbst zu schaffen. Der Prophet war mit einer Frau zusammen in den Flammen ihres Hauses gestorben. Jetzt war er ein Ma

Die Frau suchte sich einen etwas leichteren Körper und zog ihn an den Füßen zum Scheiterhaufen, den Elia bego

»Ich tue das nicht, weil ich den Gott der Pest fürchte«, sagte sie. »Und auch nicht für Akbar, de

»Dankt mir nicht. Irgendwo unter diesen Ruinen liegt der Leichnam meines Sohnes. Er war etwa so alt wie der Junge.« Sie legte die Hand über ihr Gesicht und weinte. Elia berührte sie vorsichtig am Arm.

»Der Schmerz, den Ihr und ich fühlen, wird niemals vergehen, doch die Arbeit wird uns helfen, ihn zu ertragen. Das Leiden hat nicht die Kraft, einen müden Körper zu verletzen.« Sie verbrachten den ganzen Tag mit ihrer makabren Arbeit, die Leichen einzusammeln und aufzuschichten. Die meisten waren junge Mä

Am Ende des Nachmittags waren sie erschöpft. Trotzdem war ihre Arbeit noch längst nicht fertig. Kein anderer Bewohner Akbars hatte mitgeholfen.

Die beiden kehrten zum Jungen zurück. Zum ersten Mal hob er den Kopf.

»Ich habe Hunger«, sagte er.

»Ich hole etwas«, antwortete die Frau. »Es sind genug Nahrungsmittel in den Häusern von Akbar versteckt: Wir hatten uns auf eine lange Belagerung vorbereitet.« »Nehmt Euch Nahrung für mich und für Euch, de

Sie kehrte zum Platz zurück und teilte die Nahrung mit Elia. Der Junge schwieg.

Ein alter Ma

»Ich habe gesehen, daß ihr den ganzen Tag lang Leichen zusammengetragen habt«, sagte er. »Ihr verliert bloß eure Zeit.

Wißt ihr de

»Akbar wird so oder so wieder aufgebaut«, beharrte der Alte.

»Die Götter wählen den Platz aus, an dem die Städte errichtet werden, und sie lassen die Stadt nicht im Stich.

Doch wir kö

Die drei schliefen unter freiem Himmel. Die Frau nahm den Jungen in den Arm und spürte, daß sein Magen vor Hunger knurrte. Sie fragte sich, ob sie ihm nicht etwas zu essen geben sollte, doch sie entschied sich dagegen. Die körperliche Müdigkeit minderte tatsächlich den Schmerz, und dieser Junge, der gewiß unendlich litt, mußte eine Beschäftigung haben.

Vielleicht würde ihn der Hunger zum Arbeiten bringen.

Am darauffolgenden Tag nahmen Elia und die Frau ihre Arbeit wieder auf. Der Alte vom Vorabend gesellte sich zu ihnen.

»Ich habe nichts zu tun und kö

»Doch ich bin schwach und ka

Als die So

Er fühlte, daß jemand ihn berührte. Er wandte sich um und sah den Jungen mit einem kleinen Gefäß.

»Ich habe es in einem der Häuser gefunden«, sagte der Junge.

Es war mit Wasser gefüllt. Elia trank es ganz aus.

»Iß etwas«, sagte er. »Du arbeitest und verdienst eine Belohnung.« Zum ersten Mal seit der Nacht der Invasion erschien ein Lächeln auf den Lippen des Jungen, der wie der Blitz dorthin lief, wo die Frau das Obst und das Mehl verwahrt hatte.