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Ich habe von ihnen viel gelernt. Andererseits habe ich mir die Klagen ihrer Bewohner angehört und mit Gottes Hilfe ihre internen Konflikte gelöst. Mehrfach war ich in Gefahr, doch immer hat mir jemand geholfen. Warum muß ich wählen, ob ich diese Stadt retten will oder mein Volk?« »Weil der Mensch wählen muß«, entgegnete der Engel. »Seine Stärke ist seine Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen.« »Es ist eine schwierige Wahl: Sie verlangt, daß ich den Tod eines Volkes hi
Phönizien steht vor dem Untergang, weil ein Priester glaubt, daß die Schrift die Götter bedrohe. Warum schreibt der Schöpfer dieser Welt das Buch des Schicksals lieber als Tragödie?« Die Berge warfen Elias Rufe als Echo zurück. »Du weißt nicht, was du sagst«, antwortete der Engel. »Es gibt keine Tragödie, es gibt nur das Unabwendbare. Alles hat seinen Grund. Es gibt nur einen Gegensatz: vergänglich oder ewig.« »Was ist vergänglich?« fragte Elia. »Das Unabwendbare.« »Und was ist ewig?« »Die Lehren, die man aus dem Unabwendbaren zieht.« Und indem er dies sagte, entschwand der Engel.
Beim Abendessen sagte Elia zur Frau und zum Jungen: »Packt eure Sachen. Wir müssen jeden Augenblick aufbrechen.« »Seit zwei Tagen schläfst du nicht«, sagte die Frau. »Ein Bote des Stadthauptma
Am anderen Morgen weckte ihn der Klang von Musikinstrumenten. Als er hinunterging, um nachzusehen, war der Junge schon an der Tür.
»Schau!« sagte er mit vor Erregung glänzenden Augen. »Es ist Krieg!« Ein Bataillon Soldaten, die in ihren Kriegsgewändern und mit ihren Waffen eindrucksvoll aussahen, marschierte zum Südtor.
Eine Gruppe Musikanten folgte ihnen und schlug auf ihren Trommeln den Takt.
»Gestern hattest du noch Angst«, sagte Elia zum Jungen.
»Ich wußte nicht, daß wir so viele Soldaten haben. Unsere Krieger sind die besten!« Er ließ den Jungen stehen und trat auf die Straße hinaus. Er mußte unbedingt zum Stadthauptma
Elia bahnte sich einen Weg durch die Soldaten und gelangte bis an den Anfang der Kolo
»Wir hatten ein Abkommen«, sagte Elia, indem er neben dem Stadthauptma
»Ihr wißt, daß dieses Heer eine Illusion ist!« beharrte Elia. »Die Assyrer sind fünfmal mehr und haben außerdem Kriegserfahrung! Laßt nicht zu, daß Akbar zerstört wird!« »Was wollt Ihr von mir?« fragte der Stadthauptma
Elia lief weiter planlos neben den Pferden her.
>Hilf mir, HerrWie Du die So
»Ihr meint, Ihr seht das Heer von Akbar«, sagte der Stadthauptma
»Ich sehe junge Mä
»Das hier ist aber nur ein Bataillon. Der größte Teil unserer Mä
Wir haben Nahrungsmittel in verschiedenen Häusern gelagert, um zu verhindern, daß Brandpfeile unsere ganze Nahrung vernichten. Nach den Berechnungen des Kommandanten kö
»Vergeßt nicht, auch we
Bald schon würde Hilfe kommen, und das assyrische Heer würde vernichtet werden. »Wir kö
»Doch viele werden sterben.« »Wir stehen alle im Angesicht des Todes. Und niemand hat Angst, auch ich nicht.« Der Stadthauptma
Er war nie in einer Schlacht gewesen, und je näher der Kampf rückte, desto öfter trug er sich mit dem Gedanken, aus der Stadt zu fliehen. An jenem Morgen hatte er mit seinen Getreuen den Rückzug geplant. Nach Tyrus oder Sidon ko
De
»Die Angst besteht bis zu dem Augenblick, in dem das Unabwendbare geschieht«, sagte er zu Elia. »Danach gilt es nur noch, die Kräfte beisammenzuhalten.« Elia war verwirrt. Er fühlte dasselbe, we
»Geht«, sagte der Stadthauptma
»Sie werden kommen«, sagte der Kommandant. »Ihr mögt überrascht sein, doch wir sind vorbereitet.« Elia rührte sich nicht von der Stelle.
Sie blickten zum Horizont. Nicht der kleinste Staubwirbel, das assyrische Heer verharrte unbeweglich.
Die Soldaten in der ersten Reihe hielten ihre Lanzen fest in der Hand. Die Bogenschützen hatten die Sehnen halb gespa