Страница 21 из 38
Der Junge ging hinaus, um mit seinen Freunden zu spielen.
»Er braucht Ruhe und Stille«, sagte die Frau zu sich, und versuchte sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren.
Sie verbrachte den Rest des Vormittages damit, einige Wörter zu Ende zu schreiben, für die sie sonst nur halb so lange brauchte, und fühlte sich schuldig, weil sie doch jetzt zum ersten Mal Gelegenheit hatte, für ihre Familie aufzukommen.
Sie widmete sich wieder ihrer Arbeit. Sie benutzte Papyrus, das ihr ein Kaufma
>Alles wird einfacherSchade, daß man die Erlaubnis der Regierung braucht, um mit Byblos-Schrift auf Papyrus zu schreiben.< Ein überholtes Gesetz verlangte, daß geschriebene Texte dem Rat von Akbar zur Kontrolle vorgelegt wurden.
Als sie mit ihrer Arbeit fertig war, zeigte sie sie Elia, der die ganze Zeit schweigend vor sich hingestarrt hatte.
»Wie gefällt dir das Ergebnis?« fragte sie.
Er schien aus einer Trance zu erwachen.
»Ja, es ist schön«, antwortete er zerstreut.
Er sprach wohl gerade mit dem Herrn. Und sie wollte ihn nicht unterbrechen. Sie ging hinaus und holte den Priester.
Als sie zurückkam, saß Elia immer noch auf derselben Stelle.
Geraume Zeit sagte niemand etwas.
Der Priester brach zuerst das Schweigen.
»Ihr seid ein Prophet und sprecht mit den Engeln. Ich deute nur die alten Gesetze, vollziehe Rituale und versuche mein Volk vor Fehlern zu bewahren. Deshalb ist dies kein Kampf zwischen Menschen. Es ist ein Kampf zwischen den Göttern, und ich ka
»Schön«, lobte er. Nachdem er es sorgfältig durchgelesen hatte, zog er seinen Ring vom Finger, tunkte ihn in eines der Tintenfässer und drückte sein Siegel in die linke Ecke. We
»Warum müßt Ihr dies immer tun?« fragte sie.
»Weil diese Papyrusblätter Ideen transportieren«, antwortete er. »Und Ideen sind mächtig.« »Es sind aber doch nur Handelsgeschäfte.« »Aber es kö
»Priester! Priester! Kommt und seht, was passiert ist!« Elia und die Witwe folgten ihm. Leute strömten von überallher, hasteten alle in dieselbe Richtung, eine Staubwolke hinter sich herziehend, so daß man kaum noch atmen ko
Als die vier beim Südtor anlangten, fanden sie dort eine kleine Menschenmenge versammelt. Der Priester bahnte sich einen Weg und suchte den Grund für die ganze Aufregung.
Ein Wachsoldat von Akbar kniete mit ausgebreiteten Armen, die Hände an einen Holzbalken genagelt, der über seinen Schultern lag. Seine Kleider waren zerrissen, das linke Auge von einem Holzpflock durchstoßen.
Auf seine Brust waren mit einem Dolch einige assyrische Schriftzeichen geritzt. Der Priester verstand Ägyptisch, doch die assyrische Sprache galt noch nicht als bedeutend genug, um sie zu lernen, und man mußte einen Kaufma