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Rubeus Hagrid, der zugibt, daß er in seinem dritten Schuljahr von Hogwarts geflogen ist, hat seither die Stelle eines Wildhüters an der Schule i
Hagrid, ein beängstigend großer und wild aussehender Ma
»Ich wurde von einem Hippogreif angegriffen und mein Freund Vincent Crabbe ist von einem Flubberwurm ganz schlimm gebissen worden«, berichtet der Viertkläßler Draco Malfoy.»Wir alle hassen Hagrid, aber wir haben zu viel Angst, um etwas zu sagen.«
Hagrid hat freilich nicht die Absicht, seine Einschüchterungskampagne zu beenden. Im Gespräch mit einer Reporterin des Tagespropheten gab er letzten Monat zu, daß er Geschöpfe gezüchtet habe, die er»Knallrümpfige Kröter«ne
»Es hat mir einfach Spaß gemacht«, sagte er, um da
Als ob dies nicht genug wäre, hat der Tagesprophet inzwischen Beweise dafür gefunden, daß Hagrid kein – wie er immer vorgab – reinblütiger Zauberer ist. Er ist in Wahrheit nicht einmal ganz Mensch. Seine Mutter, so kö
Blutrünstig und gewalttätig wie sie sind, brachten sich die Riesen im Laufe des vergangenen Jahrhunderts durch Kriege untereinander selbst an den Rand des Aussterbens. Die wenigen, die übrig geblieben waren, schlössen sich den Reihen von Du-weißt-schon-wem an und verübten während seiner Schreckensherrschaft einige der bestialischsten Massenmorde an Muggeln. Zwar wurden viele Riesen, die Du-weißt-schon-wem dienten, von Auroren im Kampf gegen die dunklen Kräfte getötet, doch Fridwulfa entkam. Es ist möglich, daß sie Zuflucht in einem der Riesen-Dörfer gefunden hat, die es in Bergregionen anderer Länder noch immer gibt. Nach seinem Gebaren als Lehrer für die Pflege magischer Geschöpfe zu schließen hat Fridwulfas Sohn jedoch offensichtlich ihr gewalttätiges Wesen geerbt.
Eine makabre Seite dieser Geschichte ist nun, daß Hagrid, wie zu hören ist, eine enge Freundschaft zu dem Jungen aufgebaut hat, der den Sturz des U
Rita Kimmkorn
Als Harry zu Ende gelesen hatte, blickte er zu Ron auf, dessen Mund offen stand.
»Wie hat sie das rausgefunden?«, wisperte er.
Das war es allerdings nicht, was Harry umtrieb.
»Was soll das heißen, ›Wir alle hassen Hagrid‹?«, blaffte er Malfoy an.»Was soll der Mist, von wegen der hier«- und er deutete auf Crabbe -»hätte einen üblen Biß von einem Flubberwurm abbekommen? Die haben doch nicht mal Zähne!«
Crabbe kicherte, offenbar höchst zufrieden mit sich.
»Tja, ich vermute mal, das wird die Lehrerlaufbahn dieses Idioten beenden«, sagte Malfoy mit fiebrigen Augen.»Halbriese… und ich hab doch tatsächlich geglaubt, er hätte als Kind 'ne ganze Flasche Skele-Wachs ausgetrunken… die Mamis und Papis werden das überhaupt nicht gerne hören… Sie werden Angst bekommen, daß er ihre Kleinen frißt, har, har…«
»Du -«
»Hört ihr da drüben eigentlich zu?«
Professor Raue-Pritsches Stimme wehte zu den Jungen herüber. Die Mädchen standen eng um das Einhorn gedrängt und streichelten es. Harry war so zornig, daß die Seite aus dem Tagespropheten in seiner Hand zitterte, als er sich umdrehte und mit leerem Blick hinüber zu dem Einhorn starrte, dessen magische Eigenschaften Professor Raue-Pritsche jetzt mit lauter Stimme aufzählte, damit auch die Jungen etwas mitbekamen.
»Ich ka
»Und was ist mit Hagrid?«, sagte Harry wütend, als sie die Treppe hochgingen.
»Was soll mit ihm sein?«, sagte Parvati mit harter Stimme.»Er ka
Seit dem Ball war Parvati gegenüber Harry ziemlich kühl. Ihm war klar, daß er ihr vielleicht ein wenig mehr Aufmerksamkeit hätte schenken sollen, doch sie schien sich trotz allem gut amüsiert zu haben. Jedenfalls erzählte sie allen, die es hören wollten, daß sie sich für den nächsten Wochenendausflug nach Hogsmeade mit dem Jungen von Beauxbatons verabredet hatte.
»Das war nun wirklich mal eine gute Unterrichtsstunde«, sagte Hermine, als sie die Große Halle betraten.»Ich hätte nicht mal die Hälfte von dem gewußt, was uns Professor Raue-Pritsche über Ein-«
»Schau dir das an!«, knurrte Harry und hielt ihr den Artikel des Tagespropheten unter die Nase.
Hermine ging beim Lesen langsam der Mund auf. Sie reagierte genau wie Ron.»Wie hat diese fürchterliche Kimmkorn das rausbekommen? Du glaubst doch nicht, Hagrid selbst hat es ihr erzählt?«
»Nein«, sagte Harry, ging voraus zum Gryffindor-Tisch und ließ sich zornig auf einen Stuhl fallen.»Er hat es doch nicht mal uns erzählt, oder? Ich schätze, sie war sauer, weil er ihr keine Horrorgeschichten über mich erzählt hat, und hat da
»Vielleicht hat sie gehört, wie er es am Ballabend Madame Maxime erzählt hat«, sagte Hermine leise.
»Da
»Vielleicht hat sie einen Tarnurnhang«, sagte Harry und schöpfte sich so wütend Hühnerfrikassee auf den Teller, daß er es nach allen Seiten verspritzte.
»Das sieht ihr ähnlich, sich in Büschen zu verstecken und Leute zu belauschen.«
»Wie du und Ron, willst du sagen«, entgegnete Hermine.
»Wir wollten ihn ja gar nicht belauschen!«, sagte Ron entrüstet.»Wir hatten keine andere Wahl! Der Trottel plaudert über seine Riesenmutter, wo ihn doch jeder hätte hören kö
»Wir müssen zu ihm und sehen, wie es ihm geht«, sagte Harry.»Heute Abend, nach Wahrsagen. Ihm sagen, daß wir ihn wiederhaben wollen… Du willst ihn doch auch wieder?«, fragte er mit wütendem Blick zu Hermine gewandt.
»Ich – nun ja, ich will nicht so tun, als wär es keine schöne Abwechslung gewesen, mal eine richtige Stunde Pflege magischer Geschöpfe -«Unter Harrys wütendem Blick gab sie jedoch klein bei und setzte rasch hinzu:»- aber natürlich will ich Hagrid wiederhaben!«
Und so gingen die drei nach dem Abendessen noch einmal aus dem Schloß und über den gefrorenen Abhang hinunter zu Hagrids Hütte. Sie klopften und Fang antwortete mit freudigem Gebelle.
»Hagrid, wir sind's!«, rief Harry und trommelte gegen die Tür.
Er gab keine Antwort. Sie hörten Fang an der Tür kratzen und winseln, doch er machte nicht auf. Zehn Minuten lang hämmerten sie gegen die Tür; Ron ging sogar um die Ecke und klopfte an ein Fenster, aber nichts rührte sich.