Страница 92 из 156
Ron mummelte stumme Worte wie ein Goldfisch und Hermine wandte sich auf dem Absatz um und stürmte die Treppe hoch in ihren Schlafsaal.
Ron schien wie vom Blitz getroffen.»Pff«, prustete er,»tss – das zeigt doch, daß sie überhaupt nicht begriffen hat, worum es ging -«
Harry sagte nichts dazu. Es gefiel ihm einfach zu gut, wieder mit Ron reden zu kö
Rita Kimmkorns Riesenknüller
Am zweiten Weihnachtstag standen alle spät auf. Im Gemeinschaftsraum der Gryffindors war es so ruhig wie schon lange nicht mehr und viel Gegähne durchzog die lahmen Unterhaltungen. Hermine hatte nun wieder buschiges Haar; Harry gestand sie, daß sie vor dem Ball Riesenmengen Seidenglatts Haargel genommen hatte,»aber für jeden Tag wär mir das entschieden zu viel Aufwand«, sagte sie nüchtern und kraulte Krummbein hinter den Ohren.
Ron und Hermine schienen stillschweigend übereingekommen zu sein, ihren Streit zu begraben. Sie gingen betont freundlich miteinander um, allerdings merkwürdig steif. Ron und Harry warteten nicht lange, bis sie Hermine von dem Gespräch zwischen Madame Maxime und Hagrid erzählten, das sie belauscht hatten. Doch Hermine schien die Neuigkeit, daß Hagrid ein Halbriese war, nicht a
»Nun ja, ich hab's mir schon gedacht«, sagte sie achselzuckend.»Ich wußte, daß er kein ausgewachsener Riese sein ka
Ron sah aus, als ob er ihr am liebsten höhnisch über den Mund gefahren wäre, doch vielleicht wollte er nicht schon wieder Streit anfangen, de
Es wurde allmählich Zeit, an die Hausaufgaben zu denken, die sie in der ersten Ferienwoche vernachlässigt hatten. Jetzt, da Weihnachten vorbei war, schienen alle ein wenig matt und lahm – alle außer Harry, der (wieder mal) ziemlich nervös wurde.
Das Problem war, daß der vierundzwanzigste Februar mit Weihnachten im Rücken viel näher gekommen zu sein schien, und noch immer hatte er nichts unternommen, um das Rätsel des goldenen Eis zu lösen. So fing er an, das Ei jedes Mal, we
Harry hatte den Hinweis von Cedric nicht vergessen, aber da er im Augenblick nicht allzu freundschaftliche Gefühle für Cedric hegte, wollte er möglichst ohne seine Hilfe auskommen. Und we
Noch immer lag hoher Schnee, und die Fenster des Gewächshauses waren so dicht beschlagen, daß sie in Kräuterkunde nicht einmal nach draußen sehen ko
Drüben vor der Hütte sahen sie jedoch nur eine ältere Hexe mit kurz geschorenem grauem Haar und einem energisch spitzen Ki
»Nun beeilt euch mal, es hat schon vor fünf Minuten geläutet«, blaffte sie die Klasse an, die durch den Schnee auf sie zustapfte.
»Wer sind Sie?«, fragte Ron und starrte sie an.»Wo ist Hagrid?«
»Mein Name ist Professor Raue-Pritsche«, sagte sie barsch,»ich bin eure Vertretung in Pflege magischer Geschöpfe.«
»Wo ist Hagrid?«, wiederholte Harry laut.
»Er fühlt sich nicht wohl«, sagte Professor Raue-Pritsche knapp.
Leises, unangenehmes Lachen drang an Harrys Ohren. Er wandte sich um; Draco Malfoy und die anderen Slytherins waren hinzugestoßen. Ihnen allen stand die Schadenfreude ins Gesicht geschrieben, und keiner schien überrascht, Professor Raue-Pritsche hier zu sehen.
»Hier lang, bitte«, sagte Professor Raue-Pritsche und ging mit schnellen Schritten an der Koppel entlang, auf der die riesigen Beauxbatons-Pferde zitterten.
Harry, Ron und Hermine folgten ihr und warfen hin und wieder Blicke über die Schulter zu Hagrids Hütte. Alle Vorhänge waren zugezogen. War Hagrid dort drin, krank und allein?
»Was fehlt Hagrid de
»Das geht dich nichts an«, sagte sie, als hielte sie ihn für einen naseweisen Bengel.
»Tut es allerdings«, sagte Harry gereizt.»Was ist los mit ihm?«
Professor Raue-Pritsche tat so, als ob sie ihn nicht hören würde. Sie führte sie an der Koppel vorbei, wo sich die Beauxbatons-Pferde jetzt zum Schutz gegen die Kälte aneinander geschmiegt hatten, und auf einen Baum am Waldrand zu. An den Baum gebunden war ein großes, schönes Einhorn. Viele Mädchen»uuuhten«bei diesem Anblick.
»Oooh, ist es nicht wunderschön?«, flüsterte Lavender Brown.»Wie hat sie es gefangen? Das soll ja unglaublich schwer sein!«
Das Einhorn war so gleißend weiß, daß der Schnee um es herum grau schien. Es stampfte nervös mit seinen goldenen Hufen und warf seinen gehörnten Kopf zurück.
»Jungen zurückbleiben!«, bellte Professor Raue-Pritsche, und ihr ausgestreckter Arm traf Harry hart an der Brust.»Sie ziehen die Hand einer Frau vor, diese Einhörner. Mädchen nach vorn, und vorsichtig a
Sie ging mit den Mädchen langsam auf das Einhorn zu, während die Jungen am Koppelzaun stehen blieben und zusahen.
Sobald Professor Raue-Pritsche außer Hörweite war, drehte sich Harry zu Ron um.»Was, meinst du, ist los mit ihm? Hat ihn vielleicht ein Kröter -?«
»Oh, er wurde nicht angegriffen, Potter, we
»Was meinst du damit?«, fragte Harry scharf.
Malfoy steckte die Hand in den Umhang und zog eine zusammengefaltete Zeitungsseite heraus.
»Hier, lies«, sagte er.»Tut mir ja unendlich Leid, daß du es erfahren mußt, Potter…«
Er grinste höhnisch, während Harry ihm das Zeitungsblatt aus der Hand riß, es auffaltete und zusammen mit Ron, Seamus, Dean und Neville, die ihm über die Schulter lugten, durchlas. Es war ein Artikel mit einem Bild von Hagrid, auf dem er äußerst verschlagen aussah.
Dumbledores Riesenfehler
Albus Dumbledore, der exzentrische Direktor von Hogwarts, der Schule für Zauberei und Hexerei, hat sich noch nie gescheut, Stellen mit umstrittenen Personen zu besetzen. Im September dieses Jahres stellte er Alastor»Mad-Eye«Moody ein, den berüchtigten, schockzauberfreudigen Ex-Auroren, und zwar als Lehrer zur Verteidigung gegen die dunklen Künste. Diese Entscheidung hat im Zaubereiministerium einiges Kopfschütteln ausgelöst, da Moody durchaus beka