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»Warum will er uns nicht sehen?«, fragte Hermine, als sie schließlich aufgegeben hatten und zurück zum Schloß gingen.»Er denkt doch nicht etwa, es würde uns was ausmachen, daß er ein Halbriese ist?«
Doch es hatte ganz den Anschein, als würde es Hagrid selbst etwas ausmachen. Die ganze Woche war keine Spur von ihm zu sehen. Er erschien nicht zum Essen am Lehrertisch, er ging offenbar auch nicht seinen Pflichten als Wildhüter auf den Ländereien nach, und Pflege magischer Geschöpfe hatten sie auch weiterhin bei Professor Raue-Pritsche. Malfoy feixte bei jeder sich bietenden Gelegenheit.
»Sehnst dich wohl nach deinem Mischlingskumpel?«, wisperte er ständig Harry zu, we
Mitte Januar war wieder ein Besuch in Hogsmeade angesagt. Hermine war sehr überrascht, daß Harry mitkommen wollte.
»Ich dachte eigentlich, du würdest die Gelegenheit vernünftig nutzen, wo es doch im Gemeinschaftsraum ausnahmsweise mal ruhig ist«, sagte sie.»Du mußt dich endlich um dieses Ei kümmern.«
»Oh, ich – ich glaub, ich weiß schon ziemlich genau, um was es geht«, log Harry.
»Ach wirklich?«, sagte Hermine, offensichtlich beeindruckt.»Nicht schlecht!«
Harrys Eingeweide verkrampften sich schuldbewußt, doch er achtete nicht auf sie. Schließlich hatte er immer noch fünf Wochen, um die Sache mit dem Ei zu klären, und das reichte doch ewig… und we
Am So
»Er muß verrückt sein!«, sagte Harry und sah geba
»Da, wo er herkommt, ist es viel kälter«, sagte Hermine.»Ich schätze, für ihn fühlt es sich ziemlich warm an.«
»Jaah, aber da ist auch noch der Riesenkrake«, sagte Ron. Er klang nicht besorgt – we
»Er ist wirklich nett, weißt du«, sagte sie.»Überhaupt nicht so, wie du denkst, nur weil er aus Durmstrang kommt. Hier gefällt es ihm viel besser, hat er mir gesagt.«
Ron sagte nichts. Seit dem Ball hatte er Viktor Krum nicht mehr erwähnt. Harry hatte jedoch am zweiten Feiertag unter seinem Bett einen kleinen Arm gefunden, der sehr danach aussah, als wäre er von einer kleinen Modellfigur mit bulgarischem Quidditch-Umhang abgerissen worden.
Harry hielt den ganzen Weg die matschige Hauptstraße entlang Ausschau nach einem Zeichen von Hagrid, und als er sich vergewissert hatte, daß Hagrid in keinem der Läden war, schlug er vor, einen kleinen Abstecher in die Drei Besen zu machen.
Der Pub war wie immer gut besucht, doch er brauchte den Blick nur kurz über die Tische schweifen zu lassen, um festzustellen, daß Hagrid nicht da war. Harry wurde schwer ums Herz und er ging mit Ron und Hermine zur Bar und bestellte bei Madam Rosmerta drei Butterbier. Trübselig ging ihm durch den Kopf, daß er vielleicht besser im Schloß geblieben wäre und dem Wehklagen des Eis gelauscht hätte.
»Geht der eigentlich nie ins Büro?«, flüsterte Hermine plötzlich.»Seht mal!«
Sie deutete auf den Spiegel hinter der Bar und im Spiegelbild sah Harry Ludo Bagman mit einer Schar Kobolde in einer dunklen Ecke sitzen. Bagman redete schnell und leise auf die Kobolde ein, die alle die Arme verschränkt hatten und recht bedrohlich aussahen.
Tatsächlich merkwürdig, dachte Harry, daß Bagman hier in den Drei Besen saß, an einem Wochenende ohne Turnier, wo er als Richter nicht benötigt wurde. Er beobachtete Bagman im Spiegel. Wieder wirkte er angespa
»Bin gleich wieder da, einen Moment nur!«, hörte ihn Harry barsch zu den Kobolden sagen, da
»Harry!«, sagte er.»Wie geht's dir? Hatte gehofft, dich zu treffen! Läuft alles gut?«
»Ja, danke«, sagte Harry.
»Kö
»Ähm – okay«, sagte Ron, und er und Hermine gingen davon, um einen freien Tisch zu suchen.
Bagman führte Harry ganz ans Ende der Bar, so weit wie möglich weg von Madam Rosmerta.
»Ich dachte, ich kö
»Danke«, sagte Harry, doch er wußte, das ko
»Ein Alptraum, sag ich dir«, murmelte Bagman Harry zu, als er bemerkt hatte, daß auch Harry die Kobolde beobachtete.»Ihr Englisch ist nicht allzu gut… als ob ich mich wieder mit diesen Bulgaren bei der Weltmeisterschaft rumschlagen müßte… aber die haben wenigstens eine Zeichensprache benutzt, die ein normaler Mensch entziffern ka
»Was wollen die?«, fragte Harry, dem auffiel, daß die Kobolde Bagman immer noch scharf im Visier hatten.
»Ähm – nun ja…«, sagte Bagman und schien plötzlich nervös geworden.»Sie… ähm… sie suchen nach Barty Crouch.«
»Und warum ausgerechnet hier?«, sagte Harry.»Er ist doch in Lond9n im Ministerium?«
»Ähm… ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung, wo er steckt«, sagte Bagman.»Er hat gewissermaßen… aufgehört zu arbeiten. Taucht schon seit einigen Wochen nicht mehr auf. Der junge Percy, sein Assistent, behauptet, er sei krank. Offenbar hat er vor kurzem per Eulenpost Anweisungen geschickt. Aber das bleibt doch unter uns, Harry? Rita Kimmkorn schnüffelt nämlich immer noch überall rum, und ich wette, sie bläst Bartys Krankheit zu irgendeiner üblen Geschichte auf. Da
»Haben Sie etwas von Bertha Jorkins gehört?«, fragte Harry.
»Nein«, sagte Bagman, und wieder schien er angespa
»Ähm… nicht schlecht«, schwindelte Harry.
Bagman schien zu wissen, daß er nicht die Wahrheit sagte.
»Hör zu, Harry«, sagte er (immer noch mit gedämpfter Stimme),»ich komme mir bei dieser ganzen Sache ziemlich schlecht vor… du bist einfach ins Turnier reingerasselt, du hast dich nicht freiwillig gemeldet… und we