Страница 85 из 156
»Ich ka
»Nein, hast du nicht!«, entgegnete Ron.»Das hast du nur gesagt, um Neville loszuwerden!«
»Aach, wie genau du das weißt!«, sagte Hermine und ihre Augen blitzten gefährlich.»Nur weil ihr drei Jahre gebraucht habt, Ron, heißt das noch lange nicht, daß kein anderer bemerkt hat, daß ich ein Mädchen bin!«
Ron starrte sie an. Da
»Ich hab's dir doch gesagt!«, fauchte Hermine zornig.»Ich geh mit einem anderen!«
Und sie stürmte in Richtung Mädchenschlafsaal davon. Ron sah ihr nach.»Sie lügt«, sagte er matt.
»Tut sie nicht«, flüsterte Gi
»Und wer soll es de
»Das erzähl ich dir nicht, es ist ihre Angelegenheit«, sagte Gi
»Na schön«, sagte Ron, der höchst mißgelaunt aussah,»das wird mir allmählich zu dumm. Gi
»Das geht nicht«, sagte Gi
Ron sah Harry mit hervorquellenden Augen an.
»Was ist bloß in die beiden gefahren?«, fragte er.
Doch Harry hatte gerade Parvati und Lavender durch das Porträtloch hereinkommen sehen. Die Zeit war reif für einen Befreiungsschlag.
»Warte hier«, sagte er zu Ron, stand auf und ging geradewegs auf Parvati zu.
»Parvati? Möchtest du nicht mit mir zum Ball kommen?«
Parvati überkam ein Kicherkrampf. Harry wartete mit in der Tasche gekreuzten Fingern, bis sie sich beruhigt hatte.
»Ja, eigentlich schon«, sagte sie endlich und wurde feuerrot.
»Danke«, sagte Harry erleichtert.»Lavender – möchtest du mit Ron gehen?«
»Sie geht schon mit Seamus«, sagte Parvati und die beiden fingen noch heftiger an zu kichern.
Harry seufzte.
»Wißt ihr vielleicht ein Mädchen, das mit Ron gehen würde?«, sagte er mit gedämpfter Stimme, damit Ron nichts hörte.
»Was ist mit Hermine Granger?«, sagte Parvati.
»Sie hat schon jemanden.«
Parvati schien verblüfft.
»Oooooh – wen?«, fragte sie spitz.
Harry zuckte die Achseln.»Keine Ahnung. Also, was ist mit Ron?«
»Na ja…«, sagte Parvati langsam,»ich glaube, meine Schwester würde vielleicht… Padma, weißt du… in Ravenclaw. Ich frag sie, we
»Ja, das wär klasse«, sagte Harry.»Und sag mir Bescheid, ja?«
Er ging mit dem Gefühl zu Ron zurück, so viel Mühe wäre dieser Ball doch nicht wert. Hoffentlich saß Padma Patils Nase genau in der Mitte.
Der Weihnachtsball
Zwar hatten die Viertkläßler eine Unmenge Hausaufgaben mit in die Ferien bekommen, doch während der ersten freien Tage hatte Harry einfach keine Lust zu arbeiten und ließ es sich in den Vorweihnachtstagen, wie alle anderen auch, möglichst gut gehen. Im Gryffindor-Turm sah man kaum weniger Schüler als während der Unterrichtszeit, und es schien sogar ein wenig enger geworden zu sein, de
Dichter Schnee fiel auf das Schloß und die Ländereien. Die blaßblaue Beauxbatons-Kutsche sah neben dem glasierten Lebkuchenhäuschen, in das sich Hagrids Hütte verwandelt hatte, wie ein großer, in Eiswasser getauchter Kürbis aus, und auch die Bullaugen des Durmstrang-Schiffes waren vereist, die Masten und Leinen kristallweiß gepudert. Die Hauselfen unten in der Küche übertrafen sich selbst mit einer Folge reichhaltiger, wärmender Eintöpfe und pikanter Nachspeisen, und nur Fleur Delacour schien immer etwas zu finden, über das sie sich beschweren ko
»Es ist zu schwer, dieses Essen in 'Ogwarts«, hörten sie Fleur eines Abends murren, als sie hinter ihr die Große Halle verließen. (Ron ging geduckt hinter Harry, damit sie ihn ja nicht sehen ko
»Ooooh, was für eine Tragödie«, feixte Hermine, während Fleur nach draußen ging.»Ganz schön eingebildet, unsere Mademoiselle.«
»Hermine – mit wem gehst du zum Ball?«, fragte Ron.
Fortwährend plagte er sie mit dieser Frage, in der Hoffnung, sie einmal zu überrumpeln und eine Antwort aus ihr rauszuschütteln. Hermine hob jedoch nur die Brauen und meinte:»Ich sag es dir nicht, sonst machst du dich nur über mich lustig.«
»Machst du Witze, Weasley?«, tönte Malfoy hinter ihnen.»Du willst mir doch nicht erzählen, jemand habe das hier zum Ball eingeladen? Doch nicht das Schlammblut mit den langen Hauern?«
Harry und Ron wirbelten herum, doch Hermine blickte über Malfoys Schulter, winkte und rief:»Hallo, Professor Moody!«
Malfoy erbleichte, sprang erschrocken einen Schritt zurück und sah sich hektisch um, doch Moody saß immer noch am Lehrertisch und verspeiste den Rest seines Eintopfs.
»Was für ein verschrecktes kleines Frettchen du doch bist, Malfoy«, höhnte Hermine und schritt laut lachend mit Ron und Harry auf die Marmortreppe zu.
»Hermine«, sagte Ron und sah sie plötzlich stirnrunzelnd von der Seite her an,»deine Zähne…«
»Was ist damit?«, fragte sie.
»Na ja, sie sind anders… fällt mir gerade auf…«
»Natürlich – hast du geglaubt, ich behalte diese Beißer, die mir Malfoy verpaßt hat?«
»Nein, ich meine, sie sehen auch anders aus, als sie waren, bevor er dich mit diesem Fluch belegt hat… sie sind alle… regelmäßig und – nicht mehr zu groß.«
Hermine lächelte auf einmal hinterlistig, und auch Harry fiel es jetzt auf: Es war ein ganz anderes Lächeln, als er es von ihr ka
»Das war so… ich bin nach oben gegangen zu Madam Pomfrey, um die Zähne schrumpfen zu lassen, und sie hat mir einen Spiegel vors Gesicht gehalten und gemeint, ich solle Halt sagen, we
Rons winziger Steinkauz saß mit einer Pergamentrolle am Bein auf dem eiszapfenschweren Treppengeländer und zwitscherte wie verrückt. Im Vorbeigehen deuteten ein paar Schüler auf ihn und lachten und eine Gruppe Drittkläßleri
»Dummes kleines fedriges Biest!«, zischte Ron, nahm ein paar Stufen auf einmal nach oben, packte Pigwidgeon und schloß ihn in die Faust.»Das nächste Mal bringst du den Brief gleich zum Empfänger! Ohne zu trödeln und dich wichtig zu machen!«
Pigwidgeon quetschte den Kopf aus Rons Faust hervor und schuhuhte vergnügt. Die Drittkläßleri