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»Dobby, was tust du hier?«, sagte Harry verblüfft.
»Dobby ist gekommen, um in Hogwarts zu arbeiten, Harry Potter, Sir!«, quiekte Dobby aufgeregt.»Professor Dumbledore hat Dobby und Winky Arbeit gegeben, Sir!«
»Winky?«, sagte Harry.»Ist sie auch hier?«
»Ja, Sir, ja!«, sagte Dobby, packte Harrys Hand und zog ihn weiter in die Mitte der Küche, wo vier lange Holztische standen. Jeder dieser Tische, fiel Harry auf, stand genau unter den vier Haustischen in der Großen Halle. Im Augenblick waren keine Speisen zu sehen, das Abendessen war beendet, doch er vermutete, daß die Tische noch vor einer Stunde voller Teller gewesen waren, die da
Mindestens hundert kleine Elfen standen in der Küche herum, sie strahlten und verbeugten sich und machten Knickse, als Dobby Harry an ihnen vorbeiführte. Sie alle trugen dieselbe Uniform: ein Geschirrtuch, das mit dem Hogwarts-Wappen bedruckt und wie bei Winky als Toga gewickelt war. Dobby hielt vor dem backsteinernen Herd an und streckte die Hand aus.
»Winky, Sir!«, sagte er.
Winky saß auf einem Stuhl am Herd. Offensichtlich hatte sie im Gegensatz zu Dobby ihre Kleider nicht blindlings zusammengeworfen. Sie trug einen hübschen kleinen Rock und eine Bluse und passend dazu einen blauen Hut, der Löcher für ihre großen Ohren hatte. Während allerdings jedes Stück von Dobbys merkwürdiger Kleidersammlung so sauber und gut gepflegt war, daß es brandneu wirkte, achtete Winky offensichtlich überhaupt nicht auf ihre Sachen. Ihre Bluse war voller Suppenflecken und ihr Rock hatte ein Brandloch.
»Hallo, Winky«, sagte Harry.
Winkys Lippen zitterten. Da
»O du liebe Güte«, sagte Hermine. Sie und Ron waren Harry und Dobby in die Küche hinein gefolgt.»Winky, bitte nicht weinen, bitte nicht…«
Doch Winky schluchzte nun noch heftiger. Dobby jedoch strahlte zu Harry empor.
»Möchte Harry Potter eine Tasse Tee?«, quiekte er laut über Winkys Schluchzen hinweg.
»Ähm – ja, danke«, sagte Harry.
Im selben Augenblick trippelten sechs Hauselfen mit einem großen Silbertablett auf ihn zu, das beladen war mit einer Teeka
»Guter Service!«, sagte Ron beeindruckt. Hermine sah ihn streng an, doch die Elfen schienen geschmeichelt; sie verbeugten sich tief und zogen sich da
»Wie lange bist du schon hier, Dobby?«, fragte Harry, während Dobby den Tee ausschenkte.
»Seit einer Woche, Harry Potter, Sir!«, sagte Dobby glücklich.»Dobby ist zu Professor Dumbledore gegangen, Sir. Wissen Sie, Sir, es ist sehr schwierig für einen Hauselfen, der entlassen wurde, eine neue Stellung zu finden, Sir, wirklich sehr schwierig -«
Bei diesen Worten heulte Winky noch lauter, aus ihrer gequetschten Tomate
»Dobby ist zwei lange Jahre durch das Land gereist, Sir, und hat versucht Arbeit zu finden«, quiekte Dobby.»Aber Dobby hat keine Arbeit gefunden, Sir, weil Dobby jetzt bezahlt werden will!«
Die Hauselfen in der ganzen Küche, die interessiert zugesehen und gelauscht hatten, schauten bei diesen Worten betreten zu Boden, als ob Dobby etwas Unanständiges und Peinliches gesagt hätte.
Hermine jedoch sagte:»Gut für dich, Dobby!«
»Vielen Dank, Miss!«, sagte Dobby und grinste sie zähnebleckend an.»Aber die meisten Zauberer wollen keinen Hauselfen, der bezahlt werden möchte, Miss. ›Das gehört sich nicht für Hauselfen‹, sagen sie da
Die Hauselfen von Hogwarts hatten inzwischen bego
»Und da
Bei diesen Worten warf sich Winky kopfüber vom Stuhl, knallte mit dem Gesicht auf den steingepflasterten Boden, trommelte mit ihren Fäustchen darauf ein und schrie sich das Elend aus dem Leib. Hermine kniete schnell neben ihr nieder und versuchte sie zu trösten, doch was sie auch sagte, es half nicht im Mindesten.
Dobby übertönte mit schriller Stimme Winkys Schreie und fuhr mit seiner Geschichte fort.»Und da
Dobby strahlte übers ganze Gesicht und wieder traten Glückstränen in seine Augen.
»Und Professor Dumbledore sagt, er will Dobby bezahlen, Sir, we
»Das ist nicht gerade viel!«, rief Hermine entrüstet vom Fußboden hoch, während Winky immer noch schrie und mit den Fäusten trommelte.
»Professor Dumbledore hat Dobby zehn Galleonen die Woche angeboten und freie Wochenenden«, sagte Dobby, den plötzlich ein leiser Schauder überkam, als ob die Aussicht auf so viel Muße und Reichtum erschreckend wäre,»aber Dobby hat es abgelehnt, Miss… Dobby mag die Freiheit, Miss, aber er will nicht zu viel, Miss, er mag lieber arbeiten.«
»Wie viel bezahlt Professor Dumbledore dir, Winky?«, fragte Hermine freundlich.
We
»Winky ist eine Elfe in Schande, aber Winky wird nicht bezahlt!«, quiekte sie.»So tief ist Winky nicht gesunken! Winky schämt sich richtig, frei zu sein!«
»Du schämst dich?«, sagte Hermine verdutzt.»Aber – Winky, nun hör mal! Wer sich schämen sollte, ist Mr Crouch, nicht du! Du hast nichts Falsches getan, er hat sich dir gegenüber fürchterlich benommen -«
Doch bei diesen Worten klatschte Winky die Hände auf die Löcher in ihrem Hut und hielt sich die Ohren zu, um da
»Winky hat noch ein wenig Schwierigkeiten, sich zurechtzufinden, Harry Potter«, quiekte Dobby vertraulich.»Winky vergißt, daß sie nicht mehr an Mr Crouch gefesselt ist; sie darf jetzt alles sagen, was sie denkt, aber sie will es nicht.«
»Dürfen Hauselfen also nicht frei über ihre Meister reden?«, fragte Harry.
»O nein, Sir, nein«, sagte Dobby plötzlich mit ernster Miene.»Das steht uns als Sklaven nicht zu, Sir. Wir bewahren ihre Geheimnisse und brechen nie unser Schweigen, Sir, wir halten die Ehre der Familie aufrecht und wir sprechen nie schlecht von ihr – auch we
Dobby schien plötzlich nervös und winkte Harry näher. Harry beugte sich zu ihm hinunter.
»Er hat gesagt«, flüsterte Dobby,»we
Dobby ließ ein ängstliches Kichern hören.
»Aber Dobby will nicht, Harry Potter«, sagte er jetzt wieder lauter und schüttelte den Kopf, daß ihm die Ohren schlackerten.»Dobby hat Professor Dumbledore sehr gern, Sir, und er ist stolz, seine Geheimnisse zu bewahren.«