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»Sie wird ihm die Worte im Mund umdrehen«, sagte Harry mit gedämpfter Stimme.
»Hoffentlich hat er diese Kröter nicht unrechtmäßig eingeführt oder so etwas«, sagte Hermine mißvergnügt. Ihre Blicke trafen sich – genau das sah Hagrid nämlich ähnlich.
»Hagrid hat doch schon eine Menge Ärger gehabt und Dumbledore hat ihn nie rausgeworfen«, beschwichtigte Ron die beiden.»Das Schlimmste, was ihm passieren ka
Harry und Hermine lachten und gingen ein wenig besser gelaunt zum Mittagessen.
An diesem Nachmittag machte Harry die Doppelstunde Wahrsagen ausgesprochen Spaß; noch immer ging es um Himmelskarten und Prophezeiungen, doch nun, da er und Ron wieder Freunde waren, fanden sie die ganze Sache erneut recht komisch. Professor Trelawney, die so zufrieden mit den beiden gewesen war, als sie ihre eigenen grauenhaften Tode vorausgesagt hatten, wurde zunehmend gereizter, als Harry und Ron während ihrer Ausführungen über die verschiedenen Möglichkeiten, wie Pluto das tägliche Leben stören ko
»Ich würde doch meinen«, flüsterte sie geheimnisvoll, ohne jedoch ihren Ärger verbergen zu kö
»Eine häßliche alte Fledermaus mit übergroßer Brille?«, flüsterte Ron.
Harry mühte sich, seine Unschuldsmiene zu bewahren.
»Der Tod, meine Lieben.«
Parvati und Lavender schlugen mit entsetzten Blicken die Hände vor den Mund.
»Ja«, sagte Professor Trelawney und nickte eindringlich,»er kommt immer näher, er zieht Kreise wie ein Geier, immer tiefer… immer tiefer über dem Schloß…«
Sie starrte Harry, der unverhohlen und herzhaft gähnte, durchdringend an.
»Es wäre ein wenig eindrucksvoller, we
»Du wärst sozusagen ein ganz hochprozentiger Geist«, gluckste Ron, als sie dem Blutigen Baron begegneten, der sie mit aufgerissenen, bösen Augen ansah.»Wenigstens haben wir keine Hausaufgaben. Ich hoffe, Professor Vektor hat Hermine eine Menge aufgehalst, ich genieße es, nichts zu tun, während sie arbeitet…«
Doch Hermine war weder beim Abendessen noch in der Bibliothek, wo sie später nach ihr suchten. Der Einzige hier war Viktor Krum. Ron und Harry trieben sich eine Weile hinter den Bücherregalen herum und beobachteten Krum, wobei sie sich flüsternd darüber unterhielten, ob Ron ihn vielleicht um ein Autogramm bitten sollte – doch da
Sie gingen zurück in den Gryffindor-Turm.»Wo sie wohl steckt?«, fragte Ron.
»Keine Ahnung… Quatsch.«
Doch die fette Dame war kaum zur Seite geklappt, als hektisches Fußgetrappel hinter ihnen Hermines Ankunft verkündete.
»Harry!«, keuchte sie und bremste schlitternd vor ihnen ab (die fette Dame sah sie mit Stirnrunzeln von oben herab an).»Harry, du mußt mitkommen – du mußt unbedingt mitkommen, da passiert etwas absolut Unglaubliches – bitte!«
Sie packte Harry am Arm und versuchte ihn mit sich zu zerren.
»Was ist de
»Ich zeig's dir, we
Harry wandte sich zu Ron um, doch Ron schien neugierig geworden zu sein.
»Na gut«, sagte Harry und ging mit Hermine den Gang entlang zurück, während Ron sich beeilte, mit ihnen Schritt zu halten.
»Oh, keine Ursache!«, rief ihnen die fette Dame entrüstet nach.»Ihr braucht euch doch nicht zu entschuldigen, nur weil ihr mich gestört habt! Ich hänge hier einfach weiter rum, sperrangelweit offen, bis ihr wiederkommt, einverstanden?«
»Ja, danke«, rief Ron über die Schulter zurück.
»Hermine, wo gehen wir hin?«, fragte Ron, als Hermine die beiden durch sechs Stockwerke geführt hatte und nun über die Marmortreppe hinunter in die Eingangshalle wollte.
»Das seht ihr gleich, nur Geduld!«, sagte Hermine aufgeregt.
Sie wandte sich am Fuß der Treppe nach links und hastete zu der Tür, durch die Cedric Diggory an jenem Abend gegangen war, als der Feuerkelch seinen und Harrys Namen ausgeworfen hatte. Durch diese Tür ging Harry zum ersten Mal. Sie folgten Hermine eine steinerne Treppenflucht in die Tiefe, doch anstatt in einen düsteren unterirdischen Gang zu gelangen, fanden sie sich in einem breiten steinernen Korridor wieder, der von Fackeln hell erleuchtet und mit heiteren Gemälden geschmückt war, die vorwiegend Eßbares zeigten.
»Oh, wart mal…«, sagte Harry zögernd auf halbem Weg den Korridor entlang.»Wart doch kurz, Hermine…«
»Was ist?«Sie wandte sich zu ihm um und er sah, daß die Spa
»Ich weiß, was du vorhast«, sagte Harry.
Er knuffte Ron in die Seite und deutete auf das Gemälde direkt hinter Hermine. Es zeigte eine ausladende silberne Obstschale.
»Hermine!«, sagte Ron, bei dem der Groschen gefallen war.»Du willst uns wieder in diesen Belfer-Kram verwickeln!«
»Nein, nein, will ich nicht!«, entgegnete sie hastig.»Und es heißt nicht Belfer, Ron -«
»Da
»Das verlange ich auch gar nicht!«, sagte Hermine ungeduldig.»Ich bin erst vorhin hier runtergekommen, um mit ihnen zu reden, und wen hab ich da getroffen – oh, komm schon, Harry, das mußt du sehen!«
Sie packte ihn erneut am Arm, zog ihn vor das Bild mit der riesigen Obstschale, streckte ihren Zeigefinger aus und kitzelte die prächtige grüne Birne. Sie bega
Harry erhaschte nur einen kurzen Eindruck des weitläufigen, hohen Gewölbes, das so groß war wie die Große Halle darüber, mit seinen Stapeln schimmernder Kupfertöpfe und Messingpfa
Und schon im nächsten Moment schnappte er nach Luft, de
»D-Dobby?«, japste Harry.
»Es ist Dobby, Sir, er ist es!«, piepste die Stimme in seiner Nabelgegend.»Dobby hat so fest gehofft, Harry Potter wieder zu sehen, Sir, und Harry Potter ist gekommen, um ihn zu besuchen, Sir!«
Dobby ließ ihn los, trat ein paar Schritte zurück und strahlte Harry von unten herauf an. Aus seinen riesigen grünen, te
Als Dobby für die Malfoys gearbeitet hatte, hatte er immer denselben schmutzigen alten Kissenüberzug getragen. Nun jedoch trug er die merkwürdigste Auswahl an Kleidern, die Harry je gesehen hatte; es war ihm sogar gelungen, sich noch schlechter anzuziehen als die Zauberer bei der Weltmeisterschaft. Er trug einen Teewärmer als Hut, an den er ein paar leuchtende Sticker gepi