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»Also glauben Sie… dieser Traum… ist es wirklich geschehen?«
»Durchaus möglich«, sagte Dumbledore.»Ich würde sagen – wahrscheinlich. Harry – hast du Voldemort gesehen?«
»Nein«, sagte Harry.»Nur die Stuhllehne. Aber – da wäre doch gar nichts zu sehen, oder? Ich meine, er hat doch keinen Körper? Aber… aber wie sonst hätte er da
»Ja, wie sonst?«, murmelte Dumbledore.»Wie sonst…«
Eine ganze Weile sagten weder Dumbledore noch Harry ein Wort. Dumbledore starrte auf die Wand gegenüber, legte hin und wieder seinen Zauberstab an die Schläfe und fügte dem Denkarium einen weiteren silbrig glänzenden Gedanken hinzu.
»Professor«, sagte Harry schließlich,»glauben Sie, daß er stärker wird?«
»Voldemort?«, fragte Dumbledore und sah Harry über das Denkarium hinweg an. Es war der typische, durchdringende Blick, mit dem ihn Dumbledore schon einige Male angesehen hatte, und bei dem Harry immer das Gefühl hatte, er würde ihn auf eine Weise durchschauen, wie es selbst Moodys magisches Auge nicht vermochte.»Noch einmal, Harry, ich ka
Dumbledore seufzte erneut und sah jetzt älter und müder aus de
»Während der Jahre, in denen Voldemorts Macht immer größer wurde«, sagte er,»sind immer wieder Menschen verschwunden. Bertha Jorkins ist dort spurlos verschwunden, wo Voldemort mit Sicherheit zum letzten Mal war. Auch Mr Crouch ist verschwunden… und das auch noch auf unserem Gelände. Und jemand Drittes ist verschwunden, ein Fall, den das Ministerium, wie ich leider sagen muß, für unwichtig hält, de
Dumbledore sah Harry mit sehr ernster Miene an.»Diese Fälle von verschwundenen Personen scheinen miteinander in Verbindung zu stehen. Das Ministerium ist da anderer Meinung – wie du vielleicht gehört hast, als du draußen vor dem Büro gewartet hast.«
Harry nickte. Wieder verfielen beide in Schweigen und Dumbledore zog sich gelegentlich einen Gedanken aus dem Kopf. Harry hatte das Gefühl, es sei Zeit für ihn zu gehen, doch seine Neugier hielt ihn auf dem Stuhl.
»Professor?«, sagte er erneut.
»Ja, Harry?«, sagte Dumbledore.
»Ähm… kö
»Ja, du kö
»Sie wissen – Sie wissen, in welchem Prozeß Sie mich gefunden haben? Dem mit Crouchs Sohn? Da wurde über Nevilles Eltern gesprochen…«
Dumbledore versetzte Harry einen sehr scharfen Blick.
»Hat Neville dir nie gesagt, warum er bei seiner Großmutter aufgewachsen ist?«, sagte er.
Harry schüttelte den Kopf und fragte sich im gleichen Moment, warum er Neville in den ganzen vier Jahren, die er ihn nun ka
»Ja, es ging um Nevilles Eltern«, sagte Dumbledore.»Sein Vater, Frank Longbottom, war ein Auror wie Professor Moody. Er und seine Frau wurden gefoltert, wie du gehört hast, um ihnen abzupressen, wo sich Voldemort nach seinem Sturz aufhielt.«
»Also sind sie tot?«, sagte Harry leise.
»Nein«, erwiderte Dumbledore, und seine Stimme war erfüllt von einer Bitterkeit, wie sie Harry von ihm nicht ka
Harry erstarrte vor Entsetzen. Er hatte keine Ahnung gehabt… in den ganzen vier Jahren hatte er Neville nicht einmal danach gefragt…
»Die Longbottoms waren sehr beliebt«, sagte Dumbledore.»Die Angriffe gegen sie kamen erst nach dem Sturz Voldemorts, als alle dachten, sie wären sicher. Diese Attacken haben eine Welle des Zorns ausgelöst, wie ich sie noch nie erlebt hatte. Das Ministerium stand unter großem Druck, die Täter zu fassen. Leider waren die Aussagen der Longbottoms – angesichts ihres Zustands – nicht besonders zuverlässig.«
»Da
Dumbledore schüttelte den Kopf.»Was das betrifft, habe ich keine Ahnung.«
Harry verstummte und betrachtete eine Weile die wirbelnde Substanz im Denkarium. Da waren noch zwei Fragen, die ihm auf der Zunge bra
»Ähm«, sagte er,»Mr Bagman…«
»… wurde seither nie mehr irgendwelcher schwarzer Umtriebe beschuldigt«, antwortete Dumbledore leise.
»Gut«, sagte Harry eilig und starrte erneut auf den Wirbel im Denkarium, der sich jetzt verlangsamt hatte, da Dumbledore keine Gedanken mehr hinzufügte.»Und… ähm… und…«
Doch das Denkarium schien die Frage an seiner statt zu stellen. Snapes Gesicht schwamm erneut auf der Oberfläche. Dumbledore sah darauf hinab und da
»Und auch Professor Snape nicht«, sagte er.
Harry sah in Dumbledores hellblaue Augen, und das, was ihm wirklich auf der Zunge lag, sprudelte aus seinem Mund, bevor er wußte, was geschah.»Was, Professor, hat Sie davon überzeugt, daß er kein Anhänger Voldemorts mehr ist?«
Dumbledore hielt Harrys Blick für einige Sekunden, da
Harry wußte, daß das Gespräch zu Ende war; Dumbledore schien zwar nicht verärgert, doch es war etwas Abschließendes in seinem Tonfall, das Harry sagte, daß es Zeit war zu gehen. Er stand auf und auch Dumbledore erhob sich.
»Harry«, sagte er, als Harry die Tür erreicht hatte.»Bitte sprich mit niemand anderem über Nevilles Eltern. Er hat das Recht, es den Leuten selbst zu sagen, sobald er dazu bereit ist.«
»Ja, Professor«, sagte Harry und wandte sich zum Gehen.
»Und -«
Harry blickte zurück.
Dumbledore stand über das Denkarium gebeugt, und sein Gesicht, von unten durch die silbrigen Lichtstrahlen erhellt, wirkte nun noch älter. Er sah Harry einen Moment lang an, da
Die dritte Aufgabe
»Sogar Dumbledore glaubt, daß Du-weißt-schon-wer stärker wird?«, flüsterte Ron.
Alles, was Harry im Denkarium gesehen, beinahe alles, was ihm Dumbledore gesagt und schließlich gezeigt hatte, hatte er inzwischen Ron und Hermine erzählt – und kaum war er aus Dumbledores Büro gekommen, hatte er auch Sirius eine Eule geschickt. Die drei saßen an diesem Abend wieder einmal bis tief in die Nacht im Gemeinschaftsraum und gingen alles noch einmal durch, bis Harry der Kopf zu schwirren bega
Ron starrte ins Kaminfeuer. Harry glaubte ihn leicht zittern zu sehen, obwohl es ein warmer Abend war.
»Und er vertraut Snape?«, fragte Ron.»Er vertraut Snape tatsächlich, obwohl er weiß, daß er ein Todesser war?«
»Ja«, erwiderte Harry.
Hermine hatte seit zehn Minuten kein Wort mehr gesagt. Sie saß da, die Hände an die Stirn gepreßt, und starrte auf ihre Knie. Auch sie sieht aus, als kö
»Rita Kimmkorn«, murmelte sie schließlich vor sich hin.
»Wie ka
»Ich reg mich nicht über sie auf«, sagte Hermine zu ihren Knien.»Ich überleg nur… wißt ihr noch, was sie mir in den Drei Besen gesagt hat? ›Ich weiß Dinge über Ludo Bagman, da würden dir die Haare zu Berge stehen.‹ Jetzt wissen wir, was sie gemeint hat, oder? Sie hat damals über seinen Prozeß berichtet, sie weiß, daß er Informationen an die Todesser weitergegeben hat. Und Winky auch… eri