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»Vater! Vater, ich war nicht dabei! Nein! Nein! Vater, bitte!«

»Ich denke, Harry, es ist Zeit, in mein Büro zurückzukehren«, sagte eine ruhige Stimme in Harrys Ohr.

Harry zuckte zusammen. Er wandte sich zur einen Seite um. Da

Zu seiner Rechten saß ein Albus Dumbledore, der beobachtete, wie die Dementoren Crouchs Sohn mit sich fortzerrten – und zu seiner Linken saß ein Albus Dumbledore, der ihm direkt in die Augen sah.

»Komm mit«, sagte dieser Dumbledore und schob die Hand unter Harrys Ellbogen. Harry hatte das Gefühl, in die Luft zu steigen; der Kerker um ihn her löste sich auf; einen Moment lang herrschte vollkommene Schwärze, da

»Professor«, keuchte Harry,»ich weiß, ich hätte nicht – ich wollte eigentlich nicht – die Schranktür war sozusagen offen und -«

»Ich verstehe vollkommen«, sagte Dumbledore. Er hob die Schale hoch, trug sie zu seinem Schreibtisch, stellte sie auf die polierte Tischplatte und setzte sich auf seinen Stuhl. Mit einer Handbewegung forderte er Harry auf, ihm gegenüber Platz zu nehmen.

Harry setzte sich, ohne die steinerne Schale aus den Augen zu lassen. Ihr Inhalt war jetzt wieder silbrig weiß und bega

»Was ist das?«, fragte Harry zitternd.

»Das? Man ne

»Ähm«, sagte Harry, der nicht aufrichtig sagen ko

»Da

»Sie meinen… dieses Zeug hier, das sind Ihre Gedanken?«, fragte Harry und starrte auf die wirbelnde weiße Substanz in der Schale.

»Natürlich«, sagte Dumbledore.»Ich zeig's dir.«

Er zog den Zauberstab aus dem Umhang und legte dessen Spitze an seinen silbernen Haarschopf nahe der Schläfe. Als er den Zauberstab wegzog, schienen seine Haare daran zu kleben – doch da

Dumbledore legte seine schlanken Hände zu beiden Seiten auf die Schale und versetzte ihr einen kleinen Dreh, ein wenig wie ein Goldgräber, der in seiner Wasserschüssel nach Goldklümpchen sucht… und Harry sah, wie sein Gesicht ganz sanft in das von Snape überging, der den Mund öffnete und zur Decke sprach, mit leise widerhallender Stimme.»Es kommt zurück… das von Karkaroff auch… stärker und deutlicher de

»Ein Zusammenhang, auf den ich auch ohne Hilfe hätte kommen kö

»Tut mir Leid«, murmelte Harry.

Dumbledore schüttelte den Kopf.

»Neugier ist keine Sünde«, sagte er.»Aber wir sollten sie mit Umsicht walten lassen… ja, in der Tat…«

Die Stirn in sanfte Falten gelegt, rührte er mit der Spitze seines Zauberstabs die Gedanken in der Schale ein wenig durch. Nicht lange, und eine Gestalt erhob sich daraus, die eines plumpen, mißmutig blickenden Mädchens um die sechzehn. Die Füße noch in der Schale, bega

»Aber warum, Bertha«, sagte Dumbledore traurig und sah zu dem sich still um sich selbst drehenden Mädchen hoch,»warum mußtest du ihm überhaupt nachschleichen?«

»Bertha?«, flüsterte Harry und sah zu ihr auf.»Ist das – war das Bertha Jorkins?«

»Ja«, sagte Dumbledore und rührte noch einmal durch die Gedanken in der Schale; Bertha versank in ihnen und sie wurden erneut silbern und undurchsichtig.»Das war die Bertha, wie sie mir als Schülerin in Eri

Das Silberlicht aus dem Denkarium erhellte Dumbledores Gesicht, und plötzlich fiel Harry auf, wie alt er aussah. Er wußte natürlich, daß Dumbledore allmählich in die Jahre kam, doch irgendwie hatte er sich ihn nie als alten Ma

»Nun, Harry«, sagte Dumbledore leise.»Bevor du dich in meinen Gedanken verloren hast, wolltest du mir etwas sagen.«

»Ja«, sagte Harry.»Professor – ich war vorhin in Wahrsagen und – ähm – bin da eingeschlafen.«

Er zögerte, unsicher, ob Dumbledore ihn tadeln würde, doch Dumbledore sagte nur:»Durchaus verständlich. Erzähl weiter.«

»Ich hatte einen Traum«, sagte Harry.»Einen Traum von Lord Voldemort. Er hat Wurmschwanz gefoltert… Sie ke

»Ja, allerdings«, antwortete Dumbledore rasch.»Bitte fahr fort.«

»Eine Eule hatte Voldemort einen Brief überbracht. Er sagte etwas von wegen, Wurmschwanz' Fehler sei ausgemerzt. Jemand sei tot. Und er würde Wurmschwanz nicht der Schlange zum Fraß vorwerfen – da war eine Schlange neben seinem Stuhl. Er sagte – er sagte, er würde mich an seiner Stelle an die Schlange verfüttern. Da

Dumbledore sah ihn wortlos an.

»Hmmh – das ist alles«, sagte Harry.

»Verstehe«, sagte Dumbledore leise.»Verstehe. Nun, hat deine Narbe noch öfter wehgetan, außer jetzt und letztem Sommer?«

»Nein, ich – woher wissen Sie, daß sie mich letzten Sommer geweckt hat?«, fragte Harry verblüfft.

»Du bist nicht der Einzige, dem Sirius Briefe schreibt«, sagte Dumbledore.»Auch ich stehe mit ihm in Verbindung, seit er letztes Jahr Hogwarts verlassen hat. Ich war es, der die Berghöhle als sichersten Ort für ihn vorgeschlagen hat.«

Dumbledore stand auf und bega

»Professor?«, sagte er nach ein paar Minuten.

Dumbledore blieb stehen und sah Harry an.

»Entschuldige bitte«, murmelte er leise. Er setzte sich wieder an seinen Schreibtisch.

»Wissen – wissen Sie, warum meine Narbe schmerzt?«

Dumbledore sah Harry einen Moment durchdringend an, da

»Aber… warum?«

»Weil du und er durch den Fluch, der gescheitert ist, miteinander verbunden seid«, sagte Dumbledore.»Das ist keine gewöhnliche Narbe.«