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»Alles in Ordnung mit dir?«, fragte er.
»Natürlich nicht!«, sagte Professor Trelawney mit überaus erregter Miene. Ihre großen Augen schwebten lauernd über Harry.»Was war es, Potter? Eine Vorahnung? Eine Erscheinung? Was haben Sie gesehen?«
»Nichts«, log Harry. Er setzte sich auf. Sein Körper bebte. Er ko
»Sie hatten die Hand auf Ihre Narbe gepreßt!«, sagte Professor Trelawney.»Sie haben sich auf dem Boden gewälzt, mit der Hand auf der Narbe! Kommen Sie schon, Potter, ich habe Erfahrung mit solchen Dingen!«
Harry sah zu ihr auf.
»Ich glaube, ich muß in den Krankenflügel«, sagte er.»Üble Kopfschmerzen.«
»Mein Lieber, Sie wurden ohne Zweifel durch die außerordentlich klarsichtigen Schwingungen meines Zimmers stimuliert!«, sagte Professor Trelawney.»We
»Ich möchte nichts weiter sehen als ein Kopfschmerzmittel«, sagte Harry.
Er stand auf. Die Klasse wich zurück. Alle sahen erschüttert aus.
»Bis später da
Als Harry jedoch unten am Fuß der Leiter ankam, wandte er seine Schritte nicht zum Krankenflügel. Er hatte keinen Moment vorgehabt, dort hinzugehen. Sirius hatte ihm gesagt, was er tun solle, we
Gedankenversunken war Harry an dem steinernen Wasserspeier, der den Eingang zu Dumbledores Büro bewachte, einfach vorbeigegangen. Er blinzelte, sah sich um, erka
»Scherbert Zitrone?«Ein Versuch ko
Der Wasserspeier rührte sich nicht.
»Okay«, sagte Harry und starrte ihn an.»Birnenbrandpra-line. Ähm – Lakritzzauberstab. Zischende Zauberdrops. Bubbels Bester Blaskaugummi. Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung… o nein, die mag er doch nicht, oder?… Nun komm schon, mach einfach auf!«, sagte er wütend.»Ich muß ihn unbedingt sprechen, es ist dringend.«
Der Wasserspeier ließ sich nicht erweichen.
Harry stieß mit dem Fuß dagegen, doch dafür bekam er nichts als einen höllischen Schmerz im großen Zeh.
»Schokofrosch!«, schrie er zornig, auf einem Bein hüpfend.»Zuckerfederkiel! Kakerlakenschwarm!«
Der Wasserspeier erwachte zum Leben und sprang zur Seite. Harry blinzelte.»Kakerlakenschwarm?«, sagte er verdutzt.»War doch nur 'n Scherz…«
Er hastete durch den Spalt in der Wand, der sich lautlos hinter ihm schloß, betrat eine steinerne Wendeltreppe, die sich langsam nach oben drehte und ihn vor eine polierte Eichentür mit einem bronzenen Türklopfer brachte. Aus dem Büro drangen Stimmen. Er sprang von der Treppe, zögerte einen Moment und lauschte.
»Dumbledore, ich fürchte, ich ka
»Ludo meint, Bertha wäre es durchaus zuzutrauen, daß sie sich verirrt. Zugegeben, wir hatten gehofft, sie zwischenzeitlich zu finden, und de
»Und was, glauben Sie, ist mit Barty Crouch passiert, Minister?«, ertönte Moodys knurrende Stimme.
»Ich sehe da zwei Möglichkeiten, Alastor«, sagte Fudge.»Entweder ist Crouch, we
»In diesem Fall hat er sich sehr schnell vom Acker gemacht, Cornelius«, sagte Dumbledore ruhig.
»Oder aber – nun…«Fudge klang verlegen.»Ich will nicht urteilen, bevor ich nicht die Stelle gesehen habe, an der er gefunden wurde, aber Sie sagen, es war nicht weit von der Beauxbatons-Kutsche? Dumbledore, wissen Sie, was diese Frau ist?«
»Ich halte sie für eine sehr fähige Schulleiterin – und eine exzellente Tänzerin«, sagte Dumbledore leise.
»Dumbledore, nun kommen Sie!«, sagte Fudge aufgebracht.»Meinen Sie nicht, Sie sehen sie wegen Hagrid durch eine rosarote Brille? Die erweisen sich nicht alle als harmlos – we
»Ich verdächtige Madame Maxime genauso wenig wie Hagrid«, sagte Dumbledore weiterhin gelassen.»Ich denke, es ist möglich, daß Sie da Vorurteile haben, Cornelius.«
»Kö
»Ja, ja, gehen wir also runter aufs Gelände«, sagte Fudge ungeduldig.
»Nein, das meinte ich nicht«, sagte Moody,»ich wollte nur bemerken, daß Potter Sie sprechen will, Dumbledore. Er steht vor der Tür.«
Das Denkarium
Die Bürotür öffnete sich.
»Hallo, Potter«, sagte Moody.»Na, da
Harry trat ein. Schon einmal war er in Dumbledores Büro gewesen; es war ein schönes, kreisrundes Zimmer, ringsum behangen mit Bildern ehemaliger Schulleiter, Mä
Cornelius Fudge stand neben Dumbledores Schreibtisch, er trug den üblichen Nadelstreifenumhang und hielt seinen limonengrünen Bowler in der Hand.
»Harry!«, sagte Fudge und trat mit einladender Geste auf ihn zu.»Wie geht es dir?«
»Gut«, log Harry.
»Wir sprachen eben über die Nacht, in der Mr Crouch auf dem Schloßgelände aufgetaucht ist«, sagte Fudge.»Du hast ihn doch entdeckt?«
»Ja«, sagte Harry. Da
Hinter Fudges Rücken lächelte ihm Dumbledore mit funkelnden Augen zu.
»Nun, wie dem auch sei«, meinte Fudge mit verlegener Miene,»wir wollten eben aufbrechen und uns die Stelle mal ansehen… vielleicht gehst du einfach in den Unterricht zurück -«
»Ich wollte mit Ihnen sprechen, Professor«, wandte sich Harry rasch zu Dumbledore, der ihm einen kurzen, forschenden Blick zuwarf.
»Warte hier auf mich, Harry«, sagte er.»Unsere kleine Expedition wird nicht lange dauern.«
Wortlos gingen sie an ihm vorbei aus dem Zimmer und schlössen die Tür. Nach gut einer Minute erstarb das Klopfen von Moodys Holzbein unten im Korridor. Harry sah sich um.
»Hallo, Fawkes«, sagte er.
Fawkes, Professor Dumbledores Phönix, hockte auf seiner goldenen Stange neben der Tür. Der Vogel von der Größe eines Schwans, mit herrlich scharlachrotem und goldenem Gefieder, raschelte mit seinem langen Schweif und blinzelte Harry freundlich an.
Harry setzte sich auf einen Stuhl vor Dumbledores Schreibtisch. Einige Minuten lang hockte er da, sah den ehemaligen Schulleitern beim Schlummern zu, dachte über das eben Gehörte nach und betastete mit dem Finger seine Narbe. Sie schmerzte jetzt nicht mehr.