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»Hagrid, was ist de
Erst jetzt bemerkte Harry einen amtlich wirkenden Brief aufgefaltet auf dem Tisch liegen.
»Was ist das, Hagrid?«
Hagrid bega
Sehr geehrter Mr Hagrid,
im Zuge unserer Untersuchung des Angriffs eines Hippogreifs auf einen Schüler in Ihrem Unterricht vertrauen wir der Versicherung Professor Dumbledores, daß Sie für den bedauerlichen Zwischenfall keine Verantwortung tragen.
»Na also, Hagrid, ist doch gut!«, sagte Ron und klatschte Hagrid auf die Schulter. Doch Hagrid schluchzte nur und mit seiner Riesenpranke gestikulierend bedeutete er Harry, den Brief weiterzulesen.
Allerdings müssen wir unsere Besorgnis über den fraglichen Hippogreif zum Ausdruck bringen. Wir haben beschlossen, die offizielle Beschwerde von Mr Lucius Malfoy zu unterstützen, und übergeben die Angelegenheit daher dem Ausschuß für die Beseitigung gefährlicher Geschöpfe. Die Anhörung findet am 20.
April statt und wir bitten Sie, sich an diesem Tag mit Ihrem Hippogreif in den Amtsräumen des Ausschusses in London einzufinden. In der Zwischenzeit muß der Hippogreif von den anderen Tieren abgesondert und angebunden werden.
Mit kollegialen Grüßen
Es folgte eine Liste der Schulbeiräte.
»Oh«, sagte Ron.»Aber du hast gesagt, Seidenschnabel ist kein schlechter Hippogreif, Hagrid. Ich wette, er kommt davon -«
»Du ke
Ein plötzliches Geräusch von hinten ließ Harry, Ron und Hermine herumfahren. Seidenschnabel, der Hippogreif, lag in einer Ecke der Hütte und hackte auf etwas herum, aus dem Blut über den ganzen Boden sickerte.
»Ich ko
Harry, Ron und Hermine sahen sich an. Sie hatten mit Hagrid nie ernsthaft über die»interessanten Geschöpfe«gesprochen, wie er sie na
»Du mußt dir eine gute und starke Verteidigung einfallen lassen, Hagrid«, sagte Hermine, während sie sich setzte und die Hand auf Hagrids massigen Unterarm legte.»Ich bin sicher, du ka
»Das macht auch kein' Unterschied«, jammerte Hagrid.»Diese Teufel vom Beseitigungsausschuß, die hat Lucius Malfoy doch alle in der Tasche! Haben Angst vor ihm! Und we
Hagrid fuhr flink mit dem Finger über seinen Hals, da
»Was ist mit Dumbledore, Hagrid?«, sagte Harry.
»Der hat schon viel zu viel für mich getan«, stöhnte Hagrid.»Hat genug Scherereien, muß diese Dementoren vom Schloß fernhalten, und dazu kommt noch Sirius Black, der hier rumschleicht -«
Ron und Hermine warfen Harry einen raschen Blick zu, als ob sie erwarteten, er würde Hagrid ausschelten, weil er ihm nicht die Wahrheit über Black gesagt hatte. Doch Harry brachte es nicht über sich, nicht jetzt, da er Hagrid so bedrückt und verängstigt vor sich sah.
»Hör zu, Hagrid«, sagte er,»Hermine hat Recht. Du darfst nicht aufgeben, du brauchst nur eine gute Verteidigung. Du ka
»Ich bin mir fast sicher, daß ich mal von einem Rechtsstreit wegen einer Hippogreif-Schlägerei gelesen habe«, sagte Hermine nachdenklich,»und der Hippogreif ist davongekommen. Ich schlag's für dich nach, Hagrid, und seh mir an, was da genau passiert ist.«
Hagrid heulte nur noch lauter. Harry und Hermine wandten sich Hilfe suchend an Ron.
»Ähm – soll ich 'ne Tasse Tee machen?«
Harry starrte ihn an.
»Das tut meine Mum auch immer, we
Endlich, nachdem sie Hagrid noch viele Male ihre Hilfe versprochen hatten und er eine dampfende Tasse Tee vor sich hatte, schnäuzte er sich mit einem tischtuchgroßen Taschentuch und sagte:
»Ihr habt Recht, ich ka
Fang, der Saurüde, kroch schüchtern unter dem Tisch hervor und legte den Kopf auf Hagrids Knie.
»War in letzter Zeit einfach nicht mehr der Alte«, sagte Hagrid und streichelte Fang mit einer Hand und wischte sich das Gesicht mit der andern.»Mach mir Sorgen wegen Seidenschnabel, und daß keiner meinen Unterricht mag -«
»Wir finden ihn gut!«, log Hermine sofort.
»Ja, ist wirklich toll!«, sagte Ron und kreuzte dabei die Finger unter dem Tisch.»Ahm – wie geht's den Flubberwürmern?«
»Tot«, sagte Hagrid düster.»Zu viel Salat.«
»O nein!«, sagte Ron mit zuckenden Lippen.
»Und diese Dementoren spielen mir ganz übel mit, kö
Er verfiel in Schweigen und nahm nur noch hin und wieder einen Schluck Tee. Harry, Ron und Hermine starrten ihn atemlos gespa
»Ist es schlimm dort, Hagrid?«
»Du hast ja keine Ahnung«, sagte Hagrid leise.»Hab noch nie so was erlebt. Dachte, ich würde verrückt. Ständig ging mir fürchterliches Zeugs durch den Kopf… der Tag, an dem sie mich aus Hogwarts rausgeworfen haben… der Tag, an dem mein Dad gestorben ist… der Tag, an dem ich Norbert gehen lassen mußte…«
Seine Augen füllten sich mit Tränen. Norbert war das Drachenbaby, das Hagrid einst beim Kartenspiel gewo
»Du weißt nach 'ner Zeit nicht mehr, wer du bist. Und du weißt nicht mehr, warum du überhaupt noch leben sollst. Ich hab immer gehofft, ich würd einfach im Schlaf sterben… als sie mich rausgelassen haben, war es, als wär ich neu geboren, alles kam wieder auf mich eingeströmt, es war das schönste Gefühl der Welt. Aber ich sag euch, die Dementoren waren gar nicht begeistert davon, daß sie mich gehen lassen mußten.«
»Aber du warst unschuldig!«, sagte Hermine.
Hagrid schnaubte.
»Glaubt ihr, das spielt für die 'ne Rolle? Ist ihnen schnurzegal. Solange ein paar hundert Menschen dort um sie her festsitzen und sie ihnen alles Glück aussaugen kö
Hagrid verstummte einen Moment und starrte in seinen Tee. Da
»Dachte, ich laß Seidenschnabel einfach frei… vielleicht krieg ich ihn dazu, fortzufliegen… Aber wie erklärst du einem Hippogreif, daß er sich verstecken muß? Und – und ich hab Angst, das Gesetz zu brechen…«Er sah sie an und wieder ra
Der Besuch bei Hagrid war zwar nicht gerade lustig gewesen, doch er hatte die Wirkung, die Ron und Hermine erhofft hatten. Obwohl Harry Black keineswegs vergessen hatte, ko
»Hier ist was… im Jahr 1722 gab es einen Fall… aber der Hippogreif wurde verurteilt – urrgh, schaut mal, was sie mit ihm gemacht haben, das ist ja abscheulich -«