Страница 26 из 89
»Professor«, rief Malfoy,»Professor, ich brauche Hilfe beim Zerschneiden dieser Gänseblümchenwurzeln, weil mein Arm -«
»Weasley, du schneidest die Wurzeln für Malfoy«, antwortete Snape ohne aufzusehen.
Ron schoß die Röte ins Gesicht.
»Dein Arm ist vollkommen in Ordnung«, zischte er Malfoy zu.
Malfoy sah ihn hämisch an.
»Weasley, du hast gehört, was Professor Snape gesagt hat, schneid mir die Wurzeln.«
Ron packte sein Messer, zog Malfoys Wurzeln zu sich herüber und bega
»Professor«, schnarrte Malfoy,»Weasley verhackstückt meine Wurzeln, Sir.«
Snape trat an ihren Tisch, beugte seine Hake
»Du nimmst Malfoys Wurzeln, Weasley, und gibst ihm deine.«
»Aber Sir!«
Ron hatte die letzte Viertelstunde damit verbracht, seine Wurzeln sorgfältig in gleich große Stücke zu schneiden.
»Sofort!«, sagte Snape in seinem bedrohlichsten Tonfall.
Ron schob seine eigenen, schön geschnittenen Wurzeln hinüber zu Malfoy und griff da
»Und, Sir, diese Schrumpelfeige muß mir auch jemand schälen«, sagte Malfoy und ko
»Potter, du ka
Harry nahm Malfoys Schrumpelfeige, und Ron versuchte die Wurzelstücke zurechtzuschneiden, die er jetzt benutzen mußte. Harry schälte die Schrumpelfeige so schnell er ko
»Euren Kumpel Hagrid mal wieder gesehen?«, fragte er mit gedämpfter Stimme.
»Das geht dich nichts an«, sagte Ron unwirsch und ohne aufzublicken.
»Ich fürchte, er wird nicht mehr lange Lehrer sein«, sagte Malfoy mit gespieltem Bedauern.»Mein Vater ist nicht gerade erfreut über meine Verletzung -«
»Red nur weiter, Malfoy, und ich verpaß dir gleich 'ne richtige Wunde«, blaffte ihn Ron an.
»- er hat sich bei den Schulbeiräten beschwert. Und beim Zaubereiministerium. Vater hat gute Beziehungen, müßt ihr wissen. Und eine bleibende Verletzung wie diese -«, er ließ einen langen, falschen Seufzer hören,»- wer weiß, ob mein Arm je wieder richtig gesund wird?«
»Also deshalb spielst du dieses Theater«, sagte Harry und köpfte, weil seine Hand vor Zorn zitterte, versehentlich eine tote Raupe.»Damit sie Hagrid rauswerfen.«
»Nun«, sagte Malfoy und senkte die Stimme zu einem Flüstern,»nicht nur, Potter. Es bringt auch noch andere Vorteile. Weasley, schneid mir die Raupe.«
Ein paar Kessel weiter war Neville in Schwierigkeiten. Der Zaubertrankunterricht endete für ihn jedes Mal in einer Katastrophe; noch schlechter war er in keinem Fach und seine große Angst vor Professor Snape machte alles noch zehnmal schlimmer. Sein Zaubertrank, der eigentlich von leuchtend giftgrüner Farbe sein sollte, war -
»Orange, Longbottom«, sagte Snape, schöpfte ein wenig Flüssigkeit ab und ließ sie in den Kessel zurückplätschern, damit alle es sehen ko
Neville war rosa angelaufen und fing an zu zittern. Es schien, als würde er gleich losheulen.
»Bitte, Sir«, sagte Hermine,»bitte, ich kö
»Ich eri
Snape ging weiter und ließ Neville atemlos vor Angst sitzen.
»Hilf mir!«, stöhnte er Hermine zu.
»Hallo, Harry«, sagte Seamus Fi
»Wo?«, kam es von Harry und Ron wie aus einem Munde. Gegenüber am Tisch sah Malfoy hoch und lauschte aufmerksam.
»Nicht allzu weit von hier«, sagte Seamus aufgeregt.»Eine Muggel hat ihn gesehen. Natürlich hatte sie im Grunde keine Ahnung. Die Muggel glauben doch, er sei ein gewöhnlicher Verbrecher, oder? jedenfalls hat sie den Notruf gewählt. Aber als die Leute vom Zaubereiministerium auftauchten, war er verschwunden.«
»Nicht allzu weit von hier…«, wiederholte Ron und blickte Harry viel sagend an. Er wandte sich um und bemerkte, daß Malfoy sie scharf beobachtete.»Was ist los, Malfoy? Soll ich dir noch was schälen?«
Doch Malfoys Augen leuchteten bösartig und waren fest auf Harry gerichtet. Er lehnte sich über den Tisch.
»Glaubst du, du kö
»Ja, sicher«, sagte Harry lässig.
Malfoys schmaler Mund bog sich zu einem schiefen Lächeln.
»Ich an deiner Stelle«, sagte er leise,»hätte schon längst was unternommen. Ich würde nicht in der Schule bleiben wie ein braver junge, sondern draußen nach ihm suchen.«
»Wovon redest du eigentlich, Malfoy«, sagte Ron grob.
»Weißt du es nicht, Potter?«, flüsterte Malfoy und seine blassen Augen verengten sich.
»Was de
Malfoy ließ ein leises, hämisches Lachen vernehmen.
»Vielleicht willst du deinen Hals nicht riskieren«, sagte er.»Willst es lieber den Dementoren überlassen, oder? Aber ich an deiner Stelle wollte Rache. Ich würde ihn selbst jagen.«
»Wovon redest du de
»Ihr solltet inzwischen alle Zutaten reingemischt haben, dieser Trank muß eine Weile köcheln, bevor er getrunken werden ka
Crabbe und Goyle lachten laut auf, und Neville, der seinen Trank fieberhaft umrührte, brach der Schweiß aus. Damit Snape nichts mitbekam, murmelte ihm Hermine aus dem Mundwinkel zu, was er machen sollte. Harry und Ron räumten ihre übrig gebliebenen Zutaten weg und gingen zum Steinbecken in der Ecke, um sich die Hände und die Schöpflöffel zu waschen.
»Was will Malfoy eigentlich sagen?«, murmelte Harry Ron zu und hielt die Hände unter den eisigen Strahl, der aus dem Mund des Wasserspeiers schoß.»Warum sollte ich mich an Black rächen wollen? Er hat mir nichts getan – bisher jedenfalls.«
»Er redet doch Unsi
Das Ende der Stunde nahte, und Snape schritt hinüber zu Neville, der eingeschüchtert neben seinem Kessel hockte.
»Alle hierher im Kreis aufstellen«, sagte Snape, und seine schwarzen Augen glitzerten.»Seht euch an, was mit Longbottoms Kröte passiert. We
Die Gryffindors sahen beklommen zu. Die Slytherins schienen ganz aufgeregt. Snape hob Trevor, die Kröte, mit der linken Hand hoch und tauchte einen kleinen Löffel in Nevilles Zaubertrank, der inzwischen grün war. Er ließ ein paar Tropfen in Trevors Kehle ri
Ein Moment gespa
Die Gryffindors brachen in Beifall aus. Snape, der sauer dreinsah, zog eine kleine Flasche aus der Tasche seines Umhangs, träufelte ein paar Tropfen auf Trevor und plötzlich war sie wieder eine ausgewachsene Kröte.