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»Nun, ich denke, das ist alles, was zu erwähnen wäre«, sagte Dumbledore.»Begi
Die goldenen Teller und Becher vor ihnen füllten sich plötzlich mit Speisen und Getränken. Harry, mit einem Mal hungrig wie ein Tier, tat sich von allem, was er mit Händen erreichen ko
Es war ein herrliches Mahl; die Halle war erfüllt von Stimmen, Gelächter und vom Geklirr der Messer und Gabeln. Doch Harry, Ron und Hermine wollten schnell fertig werden, um mit Hagrid sprechen zu kö
Endlich, als die letzten Krümel Kürbistorte von den goldenen Tellern verschwunden waren, verkündete Dumbledore, es sei nun für alle an der Zeit, ins Bett zu gehen, und das war ihre Chance.
»Herzlichen Glückwunsch, Hagrid«,kreischte Hermine, als sie zum Lehrertisch gelangten.
»Allen Dank euch dreien«, sagte Hagrid zu ihnen aufblickend und wischte sich das glänzende Gesicht mit der Serviette ab.»Ka
Überwältigt vor Rührung vergrub er das Gesicht in der Serviette, und Professor McGonagall scheuchte sie davon.
Harry, Ron und Hermine schlossen sich den Gryffindors an, die die Treppe emporströmten, und gingen, inzwischen recht müde, die Korridore entlang und noch mehr Treppen empor, bis sie zum versteckten Eingang des Gryffindor-Turms kamen. Das große Bildnis einer fetten Dame in einem rosa Kleid fragte sie:»Paßwort?«
»Ich komm schon, ich komm schon!«, rief Percy am anderen Ende der Schülerschlange.»Das neue Paßwort ist Fortuna Major!«
»O nein«, sagte Neville Longbottom traurig. Es fiel ihm immer schwer, sich Paßwörter zu merken.
Sie kletterten durch das Porträtloch und durchquerten den Gemeinschaftsraum, und schließlich nahmen Jungen und Mädchen verschiedene Treppen nach oben; Harry stieg die Wendeltreppe hoch und dachte einzig daran, wie froh er war, zurück zu sein; sie kamen in den vertrauten, runden Schlafsaal mit ihren Himmelbetten, und als Harry sich umsah, hatte er das Gefühl, endlich wieder zu Hause zu sein.
Teeblätter und Krallen
Als Harry, Ron und Hermine am nächsten Morgen zum Frühstück in die Große Halle kamen, fiel ihnen zuallererst Draco Malfoy auf, der eine große Schar Slytherins mit einer offenbar sehr komischen Geschichte unterhielt. Während sie vorbeigingen, gab Malfoy eine drollige Vorstellung von einem Ohnmachtsanfall zum Besten und heimste dafür johlendes Gelächter ein.
»Achte nicht auf ihn«, sagte Hermine, die dicht hinter Harry ging,»ignorier ihn einfach, er ist es nicht wert…«
»He, Potter!«, kreischte Pansy Parkinson, ein Slytherin-Mädchen mit einem Gesicht wie ein Mops,»Potter! Die Dementoren kommen, Potter! Uuuuhuuuh!«
Harry ließ sich auf einen Stuhl am Tisch der Gryffindors fallen, neben George Weasley.
»Die neuen Stundenpläne für die Drittkläßler«, sagte George und reichte die Blätter weiter.»Was ist los mit dir, Harry?«
»Malfoy«, sagte Ron, der sich ebenfalls zu George gesetzt hatte und zornig zum Tisch der Slytherins hinüberstarrte.
George sah gerade noch rechtzeitig hoch, um zu sehen, wie Malfoy schon wieder so tat, als würde er vor Schreck in Ohnmacht fallen.
»Dieses kleine Großmaul«, sagte er gelassen.»Gestern Abend, als die Dementoren in unserem Wagen waren, war er nicht so dreist. Kam in unser Abteil gera
»Hat sich fast naß gemacht«, sagte Fred mit einem verächtlichen Blick zu Malfoy hinüber.
»Mir war auch nicht besonders wohl«, sagte George.»Richtige Ungeheuer, diese Dementoren…«
»Lassen dir die Eingeweide gefrieren«, sagte Fred.
»Immerhin seid ihr nicht ohnmächtig geworden, oder?«' sagte Harry mit matter Stimme.
»Vergiß es, Harry«, sagte George aufmunternd.»Fred, weißt du noch, wie Dad mal nach Askaban mußte? Und er meinte, das sei der schlimmste Ort, an dem er je gewesen sei, er kam ganz schwach und zittrig zurück… Diese Dementoren saugen das Glück ab, wo sie auch sind. Die meisten Gefangenen dort werden verrückt.«
»Wollen mal sehen, wie gut gelaunt Malfoy nach unserem ersten Quidditch-Spiel noch aus der Wäsche guckt«, sagte Fred.».Gryffindor gegen Slytherin, das erste Spiel der Saison, so war's doch?«
Das einzige Mal, daß Harry und Malfoy sich in einem Quidditch-Spiel gegenübergestanden hatten, hatte Malfoy eindeutig den Kürzeren gezogen. Harry, dem jetzt ein wenig besser zumute war, tat sich Würstchen und gegrillte Tomaten auf.
Hermine war in ihren neuen Stundenplan vertieft.
»Ach gut, wir fangen heute mit ein paar neuen Fächern an«, sagte sie glücklich.
»Hermine«, sagte Ron, der ihr stirnrunzelnd über die Schulter sah,»da haben sie dir einen verkorksten Stundenplan gegeben. Schau mal – du hast ungefähr zehn Fächer am Tag. Dazu hast du überhaupt nicht die Zeit.«
»Das schaff ich schon. Ich hab alles mit Professor McGonagall abgesprochen.«
»Aber hör mal«, sagte Ron lachend,»was ist mit heute Morgen? Neun Uhr Wahrsagen. Und darunter, auch neun Uhr, Muggelkunde. Und sieh mal an«- Ron beugte sich mit ungläubiger Miene tiefer über den Stundenplan,»- darunter Arithmantik, auch um neun. Ich weiß ja, daß du gut in der Schule bist, Hermine, aber niemand ist so gut. Wie willst du de
»Stell dich nicht so bescheuert an«, sagte Hermine barsch.»Natürlich bin ich nicht in drei Klassenräumen auf einmal.«
»Und wie -«
»Gib mir mal die Marmelade«, sagte Hermine.
»Aber -«
»O Ron, was kümmert es dich, we
In diesem Augenblick betrat Hagrid die Große Halle. Er trug seinen langen Maulwurffell-Umhang und gedankenversunken ließ er einen toten Iltis von einer seiner Pranken baumeln. Auf dem Weg zum Lehrertisch hielt er bei den dreien i
»Alles klar bei euch?«, sagte er gut gelaunt.»Ihr sitzt in meiner allerersten Stunde! Gleich nach dem Mittagessen! Bin seit fünf auf den Beinen, um alles vorzubereiten… hoffe, es gefällt euch… ich und Lehrer… nicht zu fassen…«
Er sah sie breit grinsend an und ging da
»Was er wohl vorbereitet hat?«, sagte Ron mit leichter Anspa
Die Schüler brachen jetzt zur ersten Unterrichtsstunde auf und die Halle leerte sich zusehends. Ron warf einen Blick auf seinen Stundenplan.
»Wir sollten gehen, sieh mal, Wahrsagen ist oben auf dem Nordturm, da hoch brauchen wir mindestens zehn Minuten…«
Hastig beendeten sie ihr Frühstück, verabschiedeten sich von Fred und George und machten sich auf den Weg zum Ausgang. Als sie am Tisch der Slytherins vorbeigingen, tat Malfoy noch einmal so, als würde er in Ohnmacht fallen. johlendes Gelächter folgte Harry in die Eingangshalle.
Der Weg durch das Schloß zum Nordturm war lang. Zweijahre in Hogwarts hatten nicht gereicht, um alle Ecken und Enden des Schlosses ke
»Es – muß – doch – eine – Abkürzung – geben«, keuchte Ron, während sie die siebte lange Treppe emporstiegen. Oben gelangten sie auf einen unbeka
»Ich glaube, hier geht's lang«, sagte Hermine und spähte in den leeren Gang zu ihrer Rechten.