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Mrs. Weasley schien nicht ganz zufrieden mit Mr. Weasleys Antwort. Als ihr Gatte sich zu Harry herüber lehnte, um ihm die Hand zu schütteln, spähte sie nach den Verbänden unter seinem Nachthemd.

»Arthur,«sagte sie, ihre Stimme schnappte zu wie eine Mausefalle:»Du hast neue Verbände. Warum sind deine Verbände einen Tag früher gewechselt wurden, Arthur? Sie haben mir gesagt, sie müßten es nicht vor morgen machen.«

»Was?«sagte Mr. Weasley; er sah ziemlich erschrocken aus und zog die Bettdecke hoch bis zur Brust.»Nein, nein – es ist nichts – es – ich -«

Er schien die Luft anzuhalten unter ihrem durchdringenden Blick.

»Also – nun reg dich nicht auf, Molly, aber Augustus Pye hatte eine Idee… er ist der Heiler in Ausbildung, weist du, ein toller junger Kerl und sehr interessiert in… ehm… komplementäre Medizin… Ich meine, einige dieser alten Muggel-Heilmittel… also, man ne

Mrs. Weasley gab ein ominöses Geräusch von sich, irgendwo zwischen einem Schrei und einem Knurren. Lupin schlenderte weg vom Bett und hinüber zum Werwolf, der keine Besucher hatte und ziemlich wehmütig zur Gruppe um Mr. Weasley hinüber blickte; Bill murmelte, daß er sich eine Tasse Tee holen wolle und Fred und George sprangen grinsend auf, um ihn zu begleiten.

»Du willst mir also erzählen,«sagte Mrs. Weasley, während ihre Stimme bei jedem Wort lauter wurde, und offenbar nicht bemerkend, daß ihre Mit-Besucher in Deckung huschten:»daß du mit Muggel-Heilmitteln herumgepfuscht hast?«

»Nicht herumgepfuscht, Molly, Liebes,«sagte Mr. Weasley hilfeflehend:»Es war nur – nur etwas, von dem Pye und ich dachten, wir kö

»Und das heißt?«

»Also – also, ich weiß nicht, ob du weißt, was – was Stiche sind?«

»Es tönt, wie we

»Ich möchte auch eine Tasse Tee,«sagte Harry und sprang auf…Hermine, Ron und Gi

»Was meinst du damit, das ist die allgemeine Idee?«

»Typisch Dad,«sagte Gi

»Also, weißt du, sie funktionieren wirklich bei nicht-magischen Wunden,«sagte Hermine gerechterweise:»ich vermute, irgend etwas im Gift jener Schlange löst sie auf oder so. Ich frage mich, wo die Kantine ist.«

»Fünfte Etage,«sagte Harry, sich an das Schild über dem Pult der Begrüssungshexe eri

Sie gingen den Korridor entlang, durch einige Doppeltüren und fanden ein wackliges Treppenhaus, das mit weiteren Portraits grimmig blickender Heiler gesäumt war. Während sie hochstiegen, riefen die verschiedenen Heiler zu ihnen hinaus, diagnostizierten alle möglichen, seltsamen Beschwerden und schlugen schreckliche Heilmittel vor. Ron war tief beleidigt, als ein mittelalterlicher Zauberer ausrief, daß er eindeutig einen schweren Fall von Spattergrott habe.

»Und was soll das sein?«fragte er verärgert, als ihn der Heiler durch sechs weitere Portraits verfolgte und deren Bewohner aus dem Weg stieß.

»Das ist ein schmerzhaftes Hautleiden, junger Ma

»Paß auf, wen du grauenhaft ne

»- Das einzige Heilmittel besteht darin: Nehmen Sie die Leber einer Kröte, binden sie fest um ihre Kehle, da

»Ich habe keinen Spattergrott!«

»Aber die unansehnlichen Makel auf Ihrem Antlitz, junger Herr -«

»Das sind Sommersprossen!«sagte Ron wütend:»jetzt verschwinde in dein eigenes Bild und laß mich allein!«

Er wandte sich den anderen zu, die alle erzwungen unbewegte Gesichter machten.

»Welche Etage ist das?«

»Ich glaube, es ist die fünfte,«sagte Hermine.

»Nein, die vierte,«sagte Harry:»noch eine -«

Aber als er auf den Absatz trat, stand er abrupt still und starrte durch das kleine Fenster in den Doppeltüren, die den Anfang eines Korridors markierten, der mit ZAUBERSPRUCH-SCHÄDEN beschildert war. Ein Ma

»Mensch!«Sagte Ron und starrte ebenfalls den Ma

»Ach du meine Güte,«sagte Hermine plötzlich und rang nach Luft:»Professor Lockhart!«

Ihr ehemaliger Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste drückte die Türen auf und kam auf sie zu. Er trug einen langen lila Morgenmantel.»Hallo, ihr dort!«sagte er:»ich nehme an, ihr möchtet ein Autogramm von mir, nicht wahr?«

»Er hat sich nicht groß verändert,«murmelte Harry zu Gi

»Ehm – wie geht«s Ihnen, Professor?«sagte Ron und klang etwas schuldbewußt. Es war in erster Linie Rons schlecht funktionierender Zauberstab gewesen, der Professor Lockharts Gedächtnis so schwer beschädigt hatte, daß er im St.

Mungo«s gelandet war. De

»Mir geht es wirklich sehr gut, danke schön!«sagte Lockhart überschwänglich und zog einen ziemlich beschädigten Pfauen-Federkiel aus seiner Tasche.

»Nun, wie viele Autogramme möchtet ihr? Ich ka

»Ehm – wir wollen im Moment keine, danke,«sagte Ron und schaute Harry mit hochgezogenen Augenbrauen an.

Harry fragte:»Professor, dürfen Sie in den Korridoren herumspazieren? Sollten Sie nicht auf einer Station sein?«

»Das Lächeln verschwand langsam von Lockharts Gesicht. Einige Momente starrte er Harry konzentriert an, da

»Ehm… ja, wir haben,«sagte Harry:»Sie unterrichteten in Hogwarts, eri

»Unterrichten?«wiederholte Lockhart zaghaft:»ich? tat ich das?«.Und da

»Habe euch alles beigebracht was ihr wißt, nehme ich an, oder? Gut, wie ist es nun mit diesen Autogrammen? Sagen wir ein rundes Dutzend? Ihr kö

Aber genau jetzt wurde ein Kopf aus einer Tür am anderen Ende des Korridors gesteckt und eine Stimme rief:

»Gilderoy, du böser Junge, wohin hast du dich davongemacht?

Eine mütterlich aussehende Heilerin mit einem Lamettakranz im Haar kam eilig den Korridor entlang und schenkte Harry und den anderen ein warmes Lächeln.

»O Gilderoy, du hast Besuch! Wie lieb; und noch dazu am Weihnachtstag! Ihr müsst wissen, er bekommt nie Besuch, das arme Kerlchen, und ich ka

»Wir machen Autogramme!«sagte Gilderoy der Heilerin mit einem glänzenden Lächeln.»Die wollen Massen davon und wollen kein Nein als Antwort haben! Ich hoffe nur, daß wir genügend Fotos haben!«

»Hört ihn an,«sagte die Heilerin, nahm Lockharts Arm und strahlte ihn liebevoll an, als wäre er ein zu groß geratener Zweijähriger.»Vor einigen Jahren war er ziemlich beka