Страница 36 из 50
Womöglich ohne Arzt leben. — Es will mir scheinen, als ob ein Kranker leichtsi
Verdunkelung des Himmels. — Ke
Philosophie der Schauspieler. — Es ist der beglückende Wahn der grossen Schauspieler, dass es den historischen Personen, welche sie darstellen, wirklich so zu Muthe gewesen sei, wie ihnen bei ihrer Darstellung, — aber sie irren sich stark darin: ihre nachahmende und errathende Kraft, die sie gerne für ein hellseherisches Vermögen ausgeben möchten, dringt nur gerade tief genug ein, um Gebärden, Töne und Blicke und überhaupt das Ausserliche zu erklären; das heisst, der Schatten von der Seele eines grossen Helden, Staatsma
Abseits leben und glauben. — Das Mittel, um der Prophet und Wunderma
Seine Umstände ke
Eine Fabel. — Der Don Juan der Erke
Worauf idealistische Theorien rathen lassen. — Man trifft die idealistischen Theorien am sichersten bei den unbedenklichen Praktikern; de
Die Verleumder der Heiterkeit. — Tief vom Leben verwundete Menschen haben alle Heiterkeit verdächtigt, als ob sie immer kindlich und kindisch sei und eine Unvernunft verrathe, bei deren Anblick man nur Erbarmen und Rührung empfinden kö
Noch nicht genug! — Es ist noch nicht genug, eine Sache zu beweisen, man muss die Menschen zu ihr auch noch verführen oder zu ihr erheben. Desshalb soll der Wissende lernen, seine Weisheit zu sagen: und oft so, dass sie wie Thorheit klingt!
Recht und Gränze. — Der Asketismus ist für Solche die rechte Denkweise, welche ihre si
Der auf geblasene Stil. — Ein Künstler, der sein hochgeschwollenes Gefühl nicht im Werke entladen und sich so erleichtern, sondern vielmehr gerade das Gefühl der Schwellung mittheilen will, ist schwülstig und sein Stil ist der aufgeblasene Stil.
«Menschlichkeit«. — Wir halten die Thiere nicht für moralische Wesen. Aber meint ihr de
Der Wohlthätige. — Der Wohlthätige befriedigt ein Bedürfniss seines Gemüths, we
Damit Liebe als Liebe gespürt werde. — Wir haben nöthig, gegen uns redlich zu sein und uns sehr gut zu ke
Wessen sind wir fähig? — Einer war durch seinen ungerathenen und boshaften Sohn den ganzen Tag so gequält worden, dass er ihn Abends erschlug und aufathmend zur übrigen Familie sagte:»So! nun kö
«Natürlich«. — In seinen Fehlern wenigstens natürlich zu sein, — ist vielleicht das letzte Lob eines künstlichen und überall sonst schauspielerischen und halbächten Künstlers. Ein solches Wesen wird deshalb gerade seine Fehler keck herauslassen.
Ersatz -Gewissen. — Der eine Mensch ist für den anderen sein Gewissen: und diess ist namentlich wichtig, we
Verwandlung der Pflichten. — We
Der Augenschein ist gegen den Historiker. — Es ist eine gut bewiesene Sache, dass die Menschen aus dem Mutterleibe hervorgehen: trotzdem lassen erwachsene Kinder, die neben ihrer Mutter stehen, die Hypothese als sehr ungereimt erscheinen; sie hat den Augenschein gegen sich.