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Der Kommandant schwieg.
«Der Ma
«Es ist unsere heilige Pflicht, u
«Kein Großalarm?»
«Ich denke nicht daran.»
Der Staatsanwalt starrte auf die Brotschneidemaschine, neben der er stand.»Sie sind mit Kohler befreundet«, meinte er endlich, nicht einmal boshaft, nur routinemäßig und kalt.»Halten Sie es nicht für möglich, daß unter diesen Umständen Ihre Objektivität leiden kö
Stille.»Polizeileutnant Herren«, antwortete der Kommandant gelassen,»wird den Fall Kohler übernehmen.»
So kam es zum Skandal.
Herren war ein Ma
Mögliches Gespräch 2: In der Polizeikaserne brachte der Kommandant den Dr.h.c. in sein Büro. Sie hatten miteinander während der Fahrt kein Wort gesprochen, nun ging der Kommandant voran den leeren, schlecht beleuchteten Korridor entlang. Im Büro wies er schweigend auf einen der bequemen Ledersessel, verriegelte die Türe, zog den Rock aus.
«Mach's dir gemütlich«, sagte er.
«Danke, ich bin schon gemütlich«, antwortete der Kantonsrat, der sich gesetzt hatte.
Der Kommandant stellte zwei Gläser auf den Tisch zwischen den beiden Sesseln, holte eine Rotweinflasche aus dem Schrank,»Winters Chambertin«, erklärte er und schenkte ein, setzte sich auch, starrte eine Weile vor sich hin, bega
«Lieber Isaak«, bega
«Du meinst — «, antwortete der Kantonsrat etwas zögernd.
«Bist du dir überhaupt im klaren, was du getan hast?«unterbrach ihn der Kommandant.
Der andere trank gemächlich aus seinem Glas, antwortete nicht auf der Stelle, betrachtete vielmehr den Kommandanten leicht erstaunt, aber auch mit leichtem Spott.
«Selbstverständlich«, sagte er da
«Und, warum hast du Winter erschossen?»
«Ach so«, antwortete der Kantonsrat und schien über etwas nachzudenken, lachte da
«Was ist nicht übel?»
«Das Ganze.»
Der Kommandant wußte nicht, was er antworten sollte, war verwirrt, ärgerte sich. Der Mörder dagegen war geradezu heiter geworden, lachte mehrere Male leise vor sich hin, schien sich auf eine unbegreifliche Weise zu amüsieren.
«Nun. Warum hast du den Professor ermordet?«bega
«Ich habe keinen Grund«, gestand der Kantonsrat.
Der Kommandant starrte ihn verwundert an, glaubte nicht recht gehört zu haben, leerte da
«Keinen Grund?»
«Keinen.»
«Das ist doch Unsi
«Ich bitte dich, deine Pflicht zu tun«, sagte Kohler und trank sorgfältig sein Glas leer.
«Meine Pflicht ist es, dich zu verhaften«, erklärte der Kommandant.
«Eben.»
Der Kommandant war verzweifelt. Er liebte Klarheit in allen Dingen. Er war ein nüchterner
Mensch. Ein Mord war für ihn ein Unglücksfall, über den er kein moralisches Urteil fällte. Aber als Ma
«Am besten, ich stecke dich ins Irrenhaus zur Beobachtung«, erklärte er wütend.»Das gibt es doch einfach nicht, daß du ohne Grund gemordet haben willst.»
«Ich bin völlig normal«, entgegnete Kohler ruhig.
«Soll ich Stüssi-Leupin telefonieren?«schlug der Kommandant vor.
«Wozu?»
«Du brauchst einen Verteidiger, Ma
«Ein Offizialverteidiger genügt mir.»
Der Kommandant gab es auf. Er öffnete den Kragen, atmete tief.
«Du mußt verrückt geworden sein«, keuchte er.»Gib den Revolver.»
«Welchen Revolver?»
«Mit dem du den Professor erschossen hast.»
«Den habe ich nicht«, erklärte der Dr.h.c. und erhob sich.
«Isaak«, flehte der Kommandant,»ich hoffe, du willst uns eine Leibesvisitation ersparen!»
Er wollte sich wieder Wein einschenken. Die Flasche war leer.
«Der verdammte Winter hat zuviel gesoffen«, knurrte der Kommandant.
«Laß mich endlich abführen«, schlug der Mörder vor.
«Bitte«, entgegnete der Kommandant,»da
«Führen Sie den Ma
Verspäteter Verdacht: We
Nein, meine» schriftstellerischen «Schwierigkeiten liegen woanders. We