Добавить в цитаты Настройки чтения

Страница 15 из 20

Eine Räuberbande sei eingedrungen, bemerkte der Butler erschrocken und wollte der Polizei telephonieren. Archilochos winkte ab:

«Nur meine Familie.»

Der Butler verneigte sich.

Wie er de

«Tom.»

«Wie alt?»

«Fünfundsiebzig, mein Herr.»

«Sind Sie schon lange hier?»

«Zehn Jahre.»

«Mr. Weeman hat Sie angestellt?»

«Mademoiselle Chloé.»

Da müsse wieder eine Verwechslung vorliegen, dachte Archilochos, unterließ es jedoch ein zweites Mal, weiter zu fragen. Er genierte sich vor dem fünfundsiebzigjährigen Butler ein wenig.

Um neun komme O'Neill-Papperer, sagte der. Den Hochzeitsfrack vorzubereiten. Den Zylinder habe Goschenbauer schon geschickt.

«In Ordnung.»

«Um zehn der Standesbeamte. Es seien noch einige Formalitäten zu erledigen.»

«Sehr gut.»

«Halb elf wird Monsieur Wagner vorsprechen, den Ehrendoktor der medizinischen Fakultät zu überbringen, der Verdienste des Herrn Archilochos um die Geburtszange halber.»

«Ich erwarte ihn.»

«Um elf kommt der amerikanische Botschafter mit einem Glückwunschschreiben des Präsidenten der Vereinigten Staaten.»

«Sehr erfreut.»

«Um eins findet ein kleiner Imbiß mit den Trauzeugen statt und um zwanzig vor zwei die Abfahrt zum Standesamt. Nach der Heloisen-Kapelle das Essen im >Ritz<.»

Wer de

«Mademoiselle Chloé.»

«Wie viele Gäste?»

Mademoiselle wünsche eine intime Feier. Ausschließlich die engsten Freunde.

«Ganz meine Meinung.»

«Deshalb haben wir nur zweihundert eingeladen.»

Archilochos war etwas verwirrt.»Gut«, sagte er endlich.»Ich ke

«Soll Sie nicht Robert führen?»

Wer de

«Der Chauffeur«, antwortete der Butler. Der gnädige Herr besitze den schönsten roten Studebaker der Stadt.

«Merkwürdig«, dachte Archilochos, doch da kam schon O'Neill-Papperer. So fuhr er de

«Mrs. und Mr. Weeman«, sprach er sie an, leidenschaftlich erregt, indem er der erstaunt aufblickenden Engländerin zwei Orchideen überreichte:»Sie sind die besten Menschen, die ich ke

«Well«, sagte Mr. Weeman, zog an seiner Pfeife und legte die Neue Archäologische Rundschau auf die Seite.

«Ich erhebe Sie zu Nummer eins und zwei meiner sittlichen Weltordnung!»

«Yes«, sagte Mr. Weeman.

«Ich verehre Sie noch mehr als den Staatspräsidenten und den Bischof der Altneupresbyteraner.»

«Well«, sagte Mr. Weeman.

«Wer von Herzen schenkt, verdient von Herzen Dank.»

«Yes«, sagte Mr. Weeman und glotzte seine Frau an.

«Thank you very much!»

«Well«, sagte Mr. Weeman und da

«Liebenswert, aber doch etwas reserviert, diese Engländer«, dachte er in seinem roten Studebaker (dem schönsten der Stadt).

Es waren nicht nur einige Weiblein der altneupresbyteranischen Gemeinde, die vor der Heloisen-Kapelle den Hochzeitszug erwarteten, sondern riesige Menschenmassen häuften sich halberfroren in der Emil-Kappeler-Straße und bildeten lange Reihen auf den Trottoirs. Die Fenster des schmutzigen Quartiers waren dicht besetzt. Zerlumpte Straßenjungen hingen wie mit Kalk verschmutzte Trauben an den Straßenlaternen und in den wenigen kümmerlichen Bäumen. Nun bog die Wagenkolo

Die Worte, bega

So predigte Bischof Moser, und immer gewaltiger, schwungvoller wurde seine Stimme, immer prächtiger, salbungsvoller seine Worte, je mehr er vom Besonderen ins Allgemeine kam, je mehr er vom Ausgangspunkte seiner Ausführungen, vom Brautpaar eben, ins Unendliche, ins Göttliche schweifen durfte, ein Bild der doch im Grunde so vortrefflich und weise eingerichteten Weltordnung entrollend, in der Gottes Ratschluß schließlich alles zum Guten wende. Doch als er nun geendet, als er nun von der Kanzel gestiegen war und die Trauung vollzogen hatte, indem die beiden ihr Ja hauchten, und Archilochos nun dastand, seine liebliche Frau mit den großen, schwarzen, glücklichen Augen am Arm und nun, wie erwachend, die Festversammlung betrachtete, durch die er schreiten sollte, den würdigen Staatspräsidenten, diese mit Orden und Edelsteinen überladenen Damen und Herren, diese Mächtigen, Einflußreichen und Berühmten im Lande, und als er auch Fahrcks bemerkte, mit seinem struppigen roten Haar, der ihn spöttisch musterte, das Gesicht zu einer bösartigen Grimasse verzogen, und nun die kleine Orgel über der Empore Mendelssohns Brautmarsch zu quieken bega