Страница 54 из 97
Wir gehen jetzt schlafen, und morgen früh reisest du. Komm bald wieder, erzähle mir mehr von dir, und auch ich werde dir erzählen, du wirst erfahren, daß es auch in Waldzell und im Leben eines Magisters Fragwürdigkeiten, Enttäuschungen, ja Verzweiflungen und Dämonien gibt. Jetzt aber sollst du in den Schlaf noch ein Ohr voll Musik mitnehmen. Der Blick in den Sternenhimmel und ein Ohr voll Musik vor dem Zubettgehen, das ist besser als alle deine Schlafmittel.« Er setzte sich und spielte behutsam, ganz leise, einen Satz aus jener Sonate von Purcell, einem Lieblingsstück des Paters Jakobus. Wie Tropfen goldenen Lichtes fielen die Töne in die Stille, so leise, daß man dazwischen noch den Gesang des alten laufenden Bru
Vorbereitungen
Es war Knecht gelungen, das Eis zu brechen, ein lebendiger und für beide erfrischender Verkehr und Austausch bega
Diesen Ma
Es gibt Naturen, welche es zustande bringen, eine mit Opfern bezahlte Stellung im Leben, ein Amt, eine Ehe, einen Beruf, gerade um dieser Opfer willen so zu lieben und sich zu eigen zu machen, daß sie ihr Glück wird und sie befriedigt. Bei Designori war es anders. Er blieb zwar seiner Partei und deren Führer, seiner politischen Richtung und Tätigkeit, seiner Ehe, seinem Idealismus treu, allein mit der Zeit wurden sie alle ihm doch ebenso problematisch, wie sein ganzes Wesen es nun einmal geworden war. Der politische und weltanschauliche Enthusiasmus der Jugend beruhigte sich, das Kämpfen um des Rechthabens willen war auf die Dauer so wenig beglückend wie das Leiden und Opfern um des Trotzes willen, hinzu kamen Erfahrung und Ernüchterung im beruflichen Leben; schließlich wurde es ihm zweifelhaft, ob wirklich allein der Si