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Lachend gab Gustav Antwort: »Junge, du redest wunderbar klug, es ist eine Freude und bringt Gewi

Ein Auto kam und fiel sogleich, die Straße war gesperrt. Ein Überlebender, ein feister, rotköpfiger Ma

»Gehen Sie jetzt oder ich schieße«, schrie Gustav hinunter. Der Ma

Noch zwei Wagen kamen, die wir zur Strecke brachten. Da

»Müssen wir de

»Wird auch nicht verlangt«, brummte mein Freund. Aber es war ihm auch unbehaglich ums Herz geworden. Kaum hatten wir einen Menschen zu Gesicht bekommen, der noch harmlos, friedlich und kindlich sich benahm, der noch im Stand der Unschuld lebte, da schien uns unser ganzes so löbliches und notwendiges Tun auf einmal dumm und widerlich. Pfui Teufel, all das Blut! Wir schämten uns. Aber es sollen im Kriege sogar Generäle zuweilen so empfunden haben.

»Wir wollen nicht länger hierbleiben«, klagte Dora, »wir wollen hinuntergehen, gewiß finden wir in den Wagen etwas zum Essen. Habt ihr de

Drunten in der bre

Wieder befand ich mich im runden Korridor, angeregt von dem Jagdabenteuer. Und überall, an allen unzähligen Türen, lockten die Inschriften:

Mutabor

Verwandlung in beliebige Tiere und Pflanzen

Kamasutram

Unterricht in der indischen Liebeskunst

Kurs für Anfänger: 42 verschiedene Methoden der Liebesübung

Genußreicher Selbstmord

Du lachst dich kaputt

Wollen Sie sich vergeistern?

Weisheit des Ostens

O daß ich tausend Zungen hätte!

Nur für Herren

Untergang des Abendlandes

Ermäßigte Preise. Noch immer unübertroffen

Inbegriff der Kunst

Die Verwandlung von Zeit in Raum durch die Musik

Die lachende Träne

Kabinett für Humor

Einsiedlerspiele

Vollwertiger Ersatz für jede Geselligkeit

Endlos lief die Reihe der Inschriften. Eine hieß:

Anleitung zum Aufbau der Persönlichkeit

Erfolg garantiert

Das schien mir beachtenswert, und ich trat in diese Tür.

Es empfing mich ein dämmriger, stiller Raum, darin saß, ohne Stuhl nach morgenländischer Art, ein Ma

»Sind Sie Pablo?« fragte ich.

»Ich bin niemand«, erklärte er freundlich. »Wir tragen hier keine Namen, wir sind hier keine Personen. Ich bin ein Schachspieler. Wünschen Sie Unterricht über den Aufbau der Persönlichkeit?«

»Ja, bitte.«

»Da

»Meiner Figuren …«

»Der Figuren, in welche Sie Ihre sogena

Er hielt mir einen Spiegel vor, wieder sah ich darin die Einheit meiner Person in viele Ichs zerfallen, ihre Zahl schien noch gewachsen zu sein. Die Figuren waren aber jetzt sehr klein, so groß etwa wie handliche Schachfiguren, und der Spieler nahm mit stillen, sichern Fingergriffen einige Dutzend davon und stellte sie neben dem Schachbrett an den Boden. Eintönig sprach er dazu, wie ein Ma

Mit den stillen, klugen Fingern griff er meine Figuren, alle die Greise, Jünglinge, Kinder, Frauen, alle die heitern und traurigen, starken und zarten, flinken und unbeholfenen Figuren, ordnete sie rasch auf seinem Brett zu einem Spiel, in welchem sie alsbald zu Gruppen, Familien, zu Spielen und Kämpfen, zu Freundschaften und Gegnerschaften sich aufbauten, eine Welt im kleinen bildend. Vor meinen entzückten Augen ließ er die belebte und doch wohlgeordnete kleine Welt eine Weile sich bewegen, spielen und kämpfen, Bündnisse schließen und Schlachten schlagen, untereinander werben, heiraten, sich vermehren; es war in der Tat ein vielfiguriges, bewegtes und spa

Und so baute der kluge Aufbauer aus den Gestalten, deren jede ein Stück meiner selbst war, ein Spiel ums andre auf, alle einander von ferne ähnlich, aller erke

»Dies ist Lebenskunst«, sprach er dozierend. »Sie selbst mögen künftig das Spiel Ihres Lebens beliebig weiter gestalten und beleben, verwickeln und bereichern, es liegt in Ihrer Hand. So wie die Verrücktheit, in einem höhern Si

Ich verbeugte mich tief und dankbar vor diesem begabten Schachspieler, steckte die Figürchen in meine Trasche und zog mich durch die schmale Tür zurück.

Eigentlich hatte ich mir gedacht, ich würde nun alsbald im Korridor mich an den Boden setzen und stundenlang, eine Ewigkeit lang, mit den Figuren spielen, aber kaum stand ich wieder in dem hellen runden Theatergang, so zogen neue Strömungen, stärker als ich, mich davon. Ein Plakat flammte grell vor meinen Augen auf:

Wunder der Steppenwolfdressur  

Vielerlei Gefühle regte diese Inschrift in mir auf: allerlei Ängste und Zwänge aus meinem gewesenen Leben, aus der verlassenen Wirklichkeit her, zogen mir peinlich das Herz zusammen. Mit bebender Hand öffnete ich die Tür und kam in eine Jahrmarktbude, darin sah ich ein Eisengitter errichtet, das mich von der dürftigen Schaubühne tre