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Er lachte mich herzlich an und blieb diesmal die Antwort nicht schuldig, sondern sagte gleichmütig: »Sehen Sie, es hat nach meiner Meinung gar keinen Wert, über Musik zu sprechen. Ich spreche niemals über Musik. Was hätte ich Ihnen de

»Nun ja. Aber auf was de

»Darauf, daß man musiziert, Herr Haller, daß man so gut und so viel und so intensiv wie möglich musiziert! Das ist es, Monsieur. We

»Sehr gut, Herr Pablo. Aber es gibt nicht bloß si

»Gewiß, Herr Haller. Auch der Yearning und der Valencia wird jede Nacht von vielen einsamen und träumerischen Menschen stumm reproduziert; noch das ärmste Schreibmaschinenmädel in seinem Bureau hat den letzten Onestep im Kopf und trommelt ihre Tasten nach seinem Takt. Sie haben recht, alle die einsamen Menschen, ich gö

»Einverstanden«, sagte ich kühl. »De

Als Pablo die Erregtheit in meiner Stimme wahrnahm, machte er alsbald sein liebstes Gesicht, strich mir kosend über den Arm und gab seiner Stimme eine unglaubliche Sanftheit.

»Ach, lieber Herr, mit den Stufen mögen Sie ja ganz recht haben. Ich weiß gewiß nichts dagegen, daß Sie Mozart und Haydn und den Valencia auf jede Ihnen beliebende Stufe stellen! Mir ist das ganz einerlei, ich habe über die Stufen nicht zu entscheiden, ich werde nicht hierüber gefragt. Der Mozart wird vielleicht auch noch in hundert Jahren gespielt werden und der Valencia vielleicht schon in zwei Jahren nicht mehr – ich glaube, das kö

Seufzend gab ich es auf. Diesem Menschen war nicht beizukommen.

In manchen Augenblicken war Altes und Neues, war Schmerz und Lust, Furcht und Freude ganz wunderlich durcheinander gemischt. Bald war ich im Himmel, bald in der Hölle, meistens in beiden zugleich. Der alte Harry und der neue lebten bald im bittern Streit, bald im Frieden miteinander. Der alte Harry schien manchmal ganz und gar tot zu sein, gestorben und begraben, und plötzlich stand er da

Oft aber schlug Leid und Glück in einer Welle über mir zusammen. Ein solcher Augenblick war der, in dem ich wenige Tage nach meinem ersten öffentlichen Tanzversuch am Abend mein Schlafzimmer betrat und zu meinem namenlosen Erstaunen, Befremden, Schreck und Entzücken die schöne Maria in meinem Bett liegen fand.

Von allen Überraschungen, denen Hermine mich bisher ausgesetzt hatte, war dies die heftigste. De

Lange hatte ich auf diesem Nachtgang auch über mein merkwürdiges Verhältnis zur Musik nachgedacht und hatte, einmal wieder, dies ebenso rührende wie fatale Verhältnis zur Musik als das Schicksal der ganzen deutschen Geistigkeit erka

So von Gedanken und vom Nachklang der Musik erfüllt, das Herz schwer von Trauer und verzweifelter Sehnsucht nach Leben, nach Wirklichkeit, nach Si

Und so hatte ich traurig mein Licht gelöscht, traurig mein Schlafzimmer aufgesucht, traurig mit dem Entkleiden bego

»Maria!« sagte ich. Und mein erster Gedanke war, daß meine Hauswirtin mir kündigen würde, we

»Ich bin gekommen«, sagte sie leise. »Sind Sie mir böse?«

»Nein, nein. Ich weiß, Hermine hat Ihnen den Schlüssel gegeben. Nun ja.«

»Oh, Sie sind böse darüber. Ich gehe wieder.«

»Nein, schöne Maria, bleiben Sie! Nur bin ich gerade heut abend sehr traurig, lustig sein ka

Ich hatte mich etwas zu ihr hinabgebeugt, da faßte sie meinen Kopf mit ihren beiden großen, festen Händen, zog ihn herab und küßte mich lange. Da

»Du brauchst nicht lustig zu sein«, sagte sie. »Hermine hat mir schon gesagt, daß du Kummer hast. Das versteht ja jeder. Gefalle ich dir de