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Wieder vertiefte er sich in das Spiel, starrte verloren in den ziehenden Fluß, sah formlose Schimmer auf dem Grunde beben, ahnte Königskronen und blanke Frauenschultern. Einstmals in Mariabro
Warum waren de
Goldmund dachte hingegeben darüber nach. Es wurde ihm nicht klar, wie es möglich sei, daß das denkbar Bestimmteste und Geformteste ganz ähnlich auf die Seele wirke wie das Ungreifbarste und Gestaltloseste. Eines aber wurde ihm bei dieser Gedankenübung de
Weiter dachte Goldmund: ein Geheimnis ist es, das ich liebe, dem ich auf der Spur bin, das ich mehrmals habe aufblitzen sehen und das ich als Künstler, we
Deutlich fühlte er jetzt seine augenblickliche Lage, das Bangen vor einer Entscheidung. Er war, nicht minder als damals beim Abschied von Narziß und dem Kloster, auf einem wichtigen Wege: dem Weg zur Mutter. Vielleicht würde einmal aus der Mutter ein allen sichtbares, gestaltetes Bild werden, ein Werk seiner Hände. Vielleicht lag dort das Ziel, war dort der Si
Und nun lag die Entscheidung schon nahe vor ihm, es war alles klar geworden. Die Kunst war eine schöne Sache, aber sie war keine Göttin und kein Ziel, für ihn nicht; nicht der Kunst hatte er zu folgen, nur dem Ruf der Mutter. Was ko
Ein Knabe kam singend die Uferstraße herabgegangen, manchmal verstummte sein Gesang, und er biß in ein großes Stück Weißbrot, das er in der Hand trug. Ihn sah Goldmund und bat ihn um ein Stückchen von seinem Brot, krallte ein Stück Weiches mit zwei Fingern heraus und formte daraus kleine Kugeln. Über die Mauerbrüstung hinausliegend, warf er die Brotkugeln, langsam eine um die andere, ins Wasser hinab, sah im dunkeln Wasser die helle Kugel hinabsinken und sah sie von den raschen drängenden Köpfen der Fische umschwärmt, bis sie in einem der Mäuler verschwand. Kugel um Kugel sah er sinken und verschwinden, tief befriedigt. Da
Aber es schien heut ein Tag der Entscheidungen und Einsichten zu sein. Als Kathrine am Fenster erschien und mit dem festen, etwas derben Gesicht herüberlächelte, als er schon die Hand ausstreckte, um ihr das gewohnte Zeichen zu geben, da mußte er sich plötzlich anderer Male eri
In diesen Tagen, während Goldmund ein verblühtes Stück Leben hinter sich erblassen sah und in einem traurigen Rausch von Abschiednehmen durch die vertraute Gegend schweifte, gab sich Meister Niklaus große Mühe, für seine Zukunft zu sorgen und diesen unruhigen Gast für immer seßhaft zu machen. Er bewog die Zunft, Goldmund das Meisterzeugnis auszustellen, und erwog den Plan, ihn nicht als Untergebenen, sondern als Mitarbeiter dauernd an sich zu fesseln, alle großen Aufträge mit ihm zu beraten und auszuführen und ihn zum Teilhaber an deren Ertrag zu machen. Es mochte ein Wagnis sein, auch Lisbeths wegen, de