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So rechnete sorgenvoll der Meister. Er würde für Goldmund die hintere Werkstatt ausbauen und vergrößern lassen und ihm die Stube im Dachstock einräumen, ihn auch zu seiner Aufnahme in die Zunft mit neuer, schöner Kleidung beschenken. Vorsichtig holte er auch Lisbeths Meinung ein, die seit jenem Mittagessen auf etwas Dergleichen wartete. Und siehe, Lisbeth war nicht dagegen. We

So wurde alles eingefädelt und dem Vogel der Köder hübsch hinter die Schlinge gehängt. Und eines Tages wurde nach Goldmund geschickt, der sich nicht mehr hatte sehen lassen, und er wurde abermals zu Tische geladen, erschien wieder gebürstet und gekämmt, saß wieder in der schönen, etwas zu feierlichen Stube, stieß wieder mit dem Meister und des Meisters Tochter an, bis diese sich entfernte und Niklaus mit seinem großen Plan und Anerbieten herausrückte.

»Du hast mich verstanden«, fügte er seinen überraschenden Eröffnungen hinzu, »und ich brauche dir nicht zu sagen, daß wohl niemals ein junger Mensch, ohne auch nur die vorgeschriebene Lehrzeit abgedient zu haben, so rasch zum Meister aufgerückt und ins warme Nest gesetzt worden ist. Dem Glück ist gemacht, Goldmund.«

Verwundert und beklommen sah Goldmund seinen Meister an und schob den Becher von sich, der noch halbvoll vor ihm stand. Er hatte eigentlich erwartet, daß Niklaus ihn wegen der verbummelten Tage etwas schelten und ihm da

Der Meister, schon mit etwas gespa

»Meister«, sagte Goldmund, um die Worte ringend, »seid mir nicht böse! Ich danke Euch von ganzem Herzen für Euer Wohlwollen und danke Euch noch mehr für die Geduld, mit der Ihr mich als Schüler behandelt habt. Ich werde nie vergessen, in welcher Schuld ich bei Euch stehe. Aber die Bedenkzeit brauche ich nicht, ich habe mich längst entschlossen.«

»Wozu entschlossen?«

»Es war bei mir beschlossen, noch ehe ich Euerer Einladung folgte und ehe ich eine Ahnung von Eueren ehrenvollen Anerbietungen hatte. Ich bleibe nicht länger hier, ich wandere.«

Bleich geworden, blickte ihn Nikiaus mit finsteren Augen an.

»Meister«, flehte Goldmund, »glaubet mir, daß ich Euch nicht kränken will! Ich habe Euch gesagt, wozu ich entschlossen bin. Es ist nichts mehr daran zu ändern. Ich muß fort, ich muß reisen, ich muß in die Freiheit. Laßt mich Euch noch einmal herzlich danken, und laßt uns freundlich voneinander Abschied nehmen.«

Er streckte ihm die Hand hin, die Tränen waren ihm nahe. Niklaus nahm seine Hand nicht, er war weiß im Gesicht geworden und bega

Da

Nochmals streckte Goldmund ihm seine Hand entgegen. Der Meister machte Miene, auf die dargereichte Hand zu speien. Da wendete sich Goldmund, der nun auch bleich geworden war, ging leise aus der Stube, setzte draußen seine Mütze auf, schlich die Treppe hinab und ließ die Hand über ihre geschnitzten Pfostenköpfe laufen, trat unten in die kleine Hofwerkstatt, stand zum Abschied eine kleine Weile vor seinem Joha

In seiner Kammer angekommen, stand Goldmund und bega

Es gab mehrere Frauen in der Stadt, von denen sich zu verabschieden schicklich gewesen wäre; bei einer von ihnen hatte er noch gestern geschlafen, ohne ihr von seinen Plänen zu sagen. Ja, so hängte sich einem dies und jenes an die Fersen, we