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»Ka
»Ich weiß es nicht.«Semjon schüttelte den Kopf. »Früher habe ich gedacht, es sei unmöglich. Doch die letzten Ereignisse legen nahe, dass es irgendein Schlupfloch geben muss. Ein sehr enges, sehr unbequemes. Aber es muss da sein. »
»Warum unbequem?«, griff ich dieses Wort auf.
»Ansonsten würden wir diesen Weg gehen. Was für ein Plus, we
»Und ich dachte, das sei absolut verboten«, gab ich zu. »Die Mächtigen haben sich doch getroffen und vereinbart, dass Gleichgewicht nicht zu zerstören… und sich gegenseitig mit einer ultimativen Waffe gedroht…»
»Womit?«Semjon erstarrte.
»Mit einer ultimativen Waffe. Eri
»Was redest du de
»Weshalb hast du mir das da
»Wir haben damals allerlei dummes Zeug zusammengeredet. Ich habe nicht geglaubt, dass du das für bare Münze nehmen würdest…«
»Hohlkopf«, murmelte ich, während ich an meinem Bier nippte. »Danach habe ich übrigens nächtelang schlecht geschlafen…«
»Es gibt keine ultimative Waffe, du ka
»Weißt du was von einer solchen Prozedur?«, hakte ich noch mal nach.
»Nein.«Semjon dachte nach. »Nein, ganz bestimmt nicht. Sich den Menschen gegenüber zu erke
»Verbeiß dich nicht in die Sache«, riet Semjon mir. »Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist der Andere ein Idiot oder ein absolut ausgebuffter Kerl. Im ersten Fall finden ihn die Dunklen oder die Inquisitoren. Im zweiten findet ihn niemand, aber man wird dem Menschen auf die Spur kommen und ihn von seinem seltsamen Wunsch abbringen. Solche Fälle hat es bereits gegeben…«
»Und was soll ich jetzt machen?«, fragte ich. »Ich beklag mich ja nicht, es ist schon interessant, an so einem komischen Ort zu leben. Vor allem auf Firmenkosten…«
»Da
»Ich bringe Sachen nun mal gerne zu Ende«, gab ich zu.
Semjon lachte los. »Ich mach nun schon ein Jahrhundert lang nichts andres, als Sachen auf halber Strecke hinzuwerfen… Es hat da zum Beispiel mal einen hübschen kleinen Fall gegeben, wo das Vieh des reichen Bauern Besputnow im Gouvernement Kostroma vergiftet worden ist. Ein Fall, der es in sich hatte, Anton! Ein Rätsel! Eine verworrene Intrige! Eine magische Vergiftung, aber so raffiniert ausgeführt… das Gift war im Hanf! »
»Fressen Tiere de
»Wer würde ihnen de
»Habt ihr früher wirklich so ordentliche Arbeit geleistet?«, wunderte ich mich. »Wurde tatsächlich wegen Vieh, wegen irgendeines Bauern ein Wächter hinzugezogen?«
»Auch früher hat man mal so, mal so gearbeitet«, lächelte Semjon. »Der Sohn des Bauern war ein Anderer, er hat darum gebeten, dass wir uns um seinen Vater kümmern, der sich schon beinah aus dieser Schnur seinen Strick gedreht hätte… Also bin ich da hingefahren, ganz der einsame Wolf, habe einen Haushalt gegründet, hab sogar bei einer Witwe landen kö
»Und weiter?«, fragte ich begeistert. Auch we
»Nichts weiter«, seufzte Semjon. »In Petrograd ist es zum Aufstand gekommen. Die Revolution. Da ko
»Schade«, sagte ich.
Semjon nickte. »Das ist meine Geschichte. Und von der Sorte habe ich noch Unmengen auf Lager. Also nimm's nicht so schwer und mach dich nicht verrückt!«
»We
Semjon grinste. »Ich bin kein Dunkler, Anton. Das weißt du genau.«
»Und du weißt nichts über die Initiierung von Menschen…«, seufzte ich. »Ich hatte so gehofft…«
Semjon wurde wieder ernst. »Anton, ich sage dir noch etwas. Die Frau, die ich mehr als alles auf der Welt geliebt habe, ist 1921 gestorben. An Altersschwäche.«
Ich sah ihn an - und wagte es nicht zu lächeln. Semjon machte keinen Spaß.
»We
Semjon stand auf. Seufzte. »Jetzt ist mir ehrlich gesagt alles egal. Ob es verboten ist, aus Menschen Andere zu machen, interessiert mich nicht im Geringsten. Und dich sollte es auch nicht um deinen Schlaf bringen. Deine Frau ist eine Andere. Deine Tochter ist eine Andere. Reicht dir dieses Glück nicht? Selbst Geser ka