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[Der alte Ma
Hör auf deine Mutter… Paß gut auf. Diese Worte faßten Bertha Roberts’ Ansichten über die Kunst und Wissenschaft der Kindererziehung ziemlich gut zusammen, nicht wahr? Ob es sich um den Befehl handelte, nach dem Essen eine Stunde zu warten, bevor man schwimmen ging, oder darauf zu achten, daß einem der alte Halsabschneider Butch Bowers nicht eine Menge verfaulte Kartoffeln unten in den Korb getan hatte, den man holen gehen sollte, der Prolog (Hör auf deine Mutter) und der Epilog (Paß gut auf) waren stets dieselben. Und we
Sie hob die Nadeln auf und fing wieder an zu stricken, wobei sie die scharlachroten Maschen mit Fingern weiterschob, die selbst ein wenig rot aussahen. Ralph vermutete, daß das nur eine Illusion war. Möglicherweise war die Farbe auch nicht völlig echt und färbte auf seine Finger ab.
Seine Finger? Was war de
Andererseits…
Nun, sie hatte kleine Büschel von Schnurrbarthaaren an den Mundwinkeln. Lange. Irgendwie wüst. Und unbeka
Neu? Neu? Was denkst du da? Sie ist zwei Tage nach dem Attentat auf Robert Ke
Zwei konvergierende Wände waren auf beiden Seiten von Bertha Roberts entstanden, sie bildeten die Küchenecke, wo sie soviel Zeit verbracht hatte. An einer hing ein Gemälde, an das Ralph sich noch gut eri
[»Mom? Bist du -«]
Sie legte die Nadeln wieder auf die rote Decke - diese seltsam glänzende rote Decke - und hob eine Hand, um ihn zum Schweigen zu bringen.
[Komm mir nicht mit Moms daher, Ralph - hör mir einfach zu und paß auf. Halt dich da raus! Es ist zu spät für dein Einmischen und Herumalbern. Du ka
Die Stimme war richtig, aber das Gesicht stimmte nicht und stimmte immer weniger. Am deutlichsten zeigte es sich an der Haut. Glatt und ohne Runzeln - ihre Haut war Bertha Roberts’ einzige Eitelkeit gewesen. Die Haut der Kreatur im Schaukelstuhl war rauh… sogar mehr als rauh. Sie war schuppig. Und seitlich am Hals befanden sich zwei Geschwülste (oder waren es Geschwüre?). Als er das sah, regte sich eine schreckliche Eri
Nun, ihre Aura. Wo war ihre Aura?
[Vergiß meine Aura und vergiß diese fette alte Hure, mit der du herumgezogen bist… obwohl ich wette, daß sich Carolyn gerade im Grab umdreht.]
Der Mund der Frau (keine Frau dieses Ding ist keine Frau) auf dem Schaukelstuhl war nicht mehr klein. Die Unterlippe war nach außen geschwollen und hing herunter. Der Mund selbst hatte einen sabbernden, höhnischen Ausdruck angenommen. Einen seltsam vertrauten sabbernden, höhnischen Ausdruck.
(Joh
Auch die Barthaare an den Mundwinkeln hatten etwas gräßlich Vertrautes.
(Joh
[Joh
Natürlich nicht. Sein älterer Bruder Joh
Ralph sah nach links, aber die Pilotenseite des Cockpits war ebenfalls verschwunden, und Ed Deepneau mit ihr. Ralph sah den alten Gasherd und Holzofen, wo seine Mutter in dem Haus in der Kansas Street gekocht hatte (eine Aufgabe, die sie ihr Leben lang bitter verabscheut und schlecht erfüllt hatte), und den Bogen zum Eßzimmer. Er sah den Eßtisch aus Ahornholz. Ein Glaskrug stand in der Mitte. Der Krug war prallvoll mit leuchtenden roten Rosen. Jede schien ein Gesicht zu haben… ein blutrotes Gesicht mit aufgerissenem Mund…
Aber das ist falsch, dachte er. Völlig falsch. Sie hatte nie Rosen im Haus - sie war allergisch gegen fast alles, was geblüht hat, und bei Rosen war es am schlimmsten. Sie nieste wie verrückt, we
Er betrachtete wieder die Kreatur in dem Schaukelstuhl, die roten Finger, die nun zu Anhängseln zusammengeschmolzen waren, die fast wie Flossen aussahen. Er betrachtete die scharlachrote Masse, die auf dem Schoß der Kreatur lag, und die Narbe an seinem Arm fing wieder an zu kribbeln.
Was, in Gottes Namen, geht hier vor?
Aber er wußte es selbstverständlich; er mußte nur von dem roten Ding im Schaukelstuhl zu dem Bild sehen, das an der Wand hing, das Bild des Heilands mit dem scharlachroten Gesicht und der bösen Miene, der der Familie beim Abendessen zusah, um es zu bestätigen. Er war nicht in seinem alten Haus in der Kansas Street, und er war auch nicht exakt in einem Flugzeug über Derry. Er befand sich am Hof des Scharlachroten Königs.
Kapitel 29
Ohne darüber nachzudenken, warum er es tat, schob Ralph eine Hand in die Tasche des Pullovers und nahm einen von Lois’ Ohrringen. Seine Hand schien weit entfernt zu sein, wie eine Hand, die jemand anderem gehörte. Und ihm fiel etwas Interessantes auf: Er hatte in seinem ganzen Leben noch nie Angst gehabt, bis jetzt. Keinmal. Er hatte geglaubt, daß er Angst hatte, aber das war eine Illusion gewesen - er war nur ein einziges Mal kurz davor gewesen, nämlich in der öffentlichen Bibliothek von Derry, als Charlie Pickering ihm ein Messer in die Achselhöhle gebohrt und gedroht hatte, er würde ihm die Eingeweide aus dem Leib schneiden. Aber das war nichts weiter als ein gelinder Augenblick des Unbehagens, verglichen mit dem, was er jetzt empfand.
Ein grüner Ma
Er hoffte, daß sie das nicht getan hatte; er hoffte es mit aller Kraft. De
Der grüne Ma
[Ralph! Komm zu dir! Sieh deine Mutter an, we
Er drehte sich zu dem Ding mit den roten Flossen um, das auf dem Schaukelstuhl saß. Jetzt hatte es nur noch vage Ähnlichkeit mit seiner verstorbenen Mutter.
[»Du bist nicht meine Mutter, und ich befinde mich immer noch in dem Flugzeug.«]
[Das bist du nicht, mein Junge. Mach dir nichts vor. Ein Schritt aus meiner Küche hinaus, und dir steht ein langer Absturz bevor.]
[»Du ka
Das Ding sprach mit einer blubbernden, erstickten Stimme, die Ralphs Rückgrat in eine dü