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Noch weniger mochte Monja Genossen Andropow mit seiner idee fixe Arbeitsdisziplin zu befestigen und gegen Spekulanten zu kämpfen. Ein der populärste Witz damals war folgender:

Eines Morgens kommen ein Sekretär des Partkoms und ein Sekretär des Profkoms eines Betriebes zu einem Arbeiter nach Hause. Da fragen die seine weinende Frau, warum ihr Ma

Er ist in der Nacht gestorben – antwortete die Frau.

Gott sei Dank, wir dachten fast, dass er sich verspätet hat! 

Es wurde sogar gefährlich, Bücher auf dem Shodka zu verkaufen. Niemand wollte in Kerker. Für ein langes Jahr wurde Shodka geschlossen. Der unbegrenzte Gram nagte an Monja. In dieser Zeit verbreitete sich in der UdSSR Vorliebe für schwarze Poesie. Monja mochte die auch und oft zitierte, z. B., so was:

Oma erwartete ihre Enkelin zum Mittagessen,

fürsorglich löste sie Zyankali im Borschtsch auf,

Opa war wie gewöhnlich schneller,

Er befestigte die Enkelin mit Nägeln am Zaun. 

Sein Lieblingsvers war aber dieser:

 Ich hab den Schlosser Petrow gefragt,

Warum er einen Draht um de n Hals hat t e ,

Schweigt aber Petrow und antwortet nicht,

  Nur der Wind pendelt s eine Leiche l eicht.

Gewöhnlicherweise freute er sich nicht, als jemand starbt, aber als Genosse Andropow ablebte, trank Monja ein Gläschen Wodka, we

Monja hatte nichts gegen Genossen Tschernenko, bei ihm kam alles zurück, so wie es immer war. Doch Genossen Gorbatschöw traute er nie. Wie ko

Gewiss versehentlich und nicht wollend öffnete Genosse Gorbatschöw die Pandoras Büchse – Pressefreiheit. Während Perestroika und ein wenig danach war Russland das Land mit der größten in der Welt Auflage von Zeitungen und Zeitschriften. Sogar Monja las regulär eine Zeitschrift – Ogonök, und ihm standen Haare zu Berge. Solschenizyns Werke waren wie Kinderverse im Vergleich zu Artikeln, die da veröffentlicht wurden. Monja las auch ein sehr populäres in der Zeit Buch von Alexander Kabakow Nichtheimkehrer. Der Autor prophezeite den Zerfall der UdSSR, religiös-nationalistisch geprägte Regime, die in ehemaligen Sowjetrepubliken herrschen sollten und blutige Kriege zwischen diesen Republiken. Alle lachten über enorme Fantasie des Autors und niemand ahnte…

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Als Genosse Gorbatschöw Kooperative erlaubte, bekam Monja gleich das Gefühl, dass seine Zeit gekommen war. Er organisierte mit seinem Freund Nikodim ein Kooperativ. Einige Jahre danach pflegte Monja zu erzählen, dass er dafür seinen und seiner Frau Trauerringe verkaufte und Nikodim seine Violine von Stradivari. Daraus hatten sie beide genug Geld und wurden zu Sozii mit gleichen Anteilen im Geschäft. In Wirklichkeit borgten sie Geld bei ihren Verwandten und fuhren nach Kischinöw. Dort hatten sie einige Beka

Auf einmal zerbrach der Sowjetunion, was laut Monjas Absichten nicht so traurig wäre, we

Die wirtschaftliche Lage Russlands verbesserte sich Schritt für Schritt und Leute waren wieder imstande, Bücher zu kaufen. Monja wollte diesmal Bücher nicht bloß verkaufen, er wollte die auch verlegen. Er wusste schon genau, dass man damit tausend Prozent Gewi

Also schön und gut empfing Monja Tomek in seinem Chefarbeitszimmer. Er mietete einige Zimmer in einem Haus, das noch vor der Revolution gebaut war, in Zentrum von Rostow. Eigentlich ko

Tomek sah ihr gegenüber einen lässig sitzenden Ma