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»Bis du sicher?«

»So sicher, wie ich hier bin. Und so sicher, wie ich in zwei Jahren die Bücher auswendig ka

Mombars nahm die Füße vom Tisch, stützte sich mit den Ellenbogen darauf und fuhr sich mit beiden Händen durch die weiße Mähne, als kö

Er schien viel zu müde oder zu alt, um das Piratenleben wieder aufzunehmen. In seinem gelblichen Gesicht waren tiefe Falten zu sehen, und der mächtige Rumpf wurde schon schlaff, doch noch immer flößte allein seine Anwesenheit Furcht ein, nicht nur, weil er so wild aussah, sondern vor allem seines Rufes wegen. Dieser eilte ihm nicht unbedingt voraus, sondern umgab ihn wie ein böser Heiligenschein.

Und Mombars, der Todesengel, strömte mit jeder Pore seines Körpers Gewalt aus.

»Es fällt mir schwer, aber ich glaube dir«, murmelte er schließlich. »Niemand, der bei klarem Verstand ist, schlägt zehntausend Pfund aus, we

»In Cumaná gibt es einen Navigator, Martin Prieto. Vielleicht…« bega

»Hör auf! Wer denkt an Martin Prieto? Ich weiß, daß alle Kapitäne einen Arm dafür hergeben würden, um auf ihn zählen zu kö

»Mit dem Archiv des Alten? Natürlich! Wie ich dir doch schon sagte, we

»In diesem Fall«, befand der Riese und legte seine riesigen nackten Füße wieder auf den Tisch, »müssen wir sie uns eben holen… Oder nicht?«

Jetzt dachte Sebastián über das nach, was er eben gehört hatte, da

Ohne sich umzudrehen, erwiderte er:

»Glaub nicht, daß ich daran nicht auch schon gedacht habe.« Seine Stimme klang so dü

»Eine Möglichkeit muß es doch geben.«

»Ich ke

»Wir werden einen Weg finden, ihn zu überraschen!« rief der Franzose irritiert aus. »Er wird nicht ständig auf dieser verdammten Kiste sitzen.«

»In Port-Royal schon. Solange wir im Hafen sind, verläßt er seine Kajüte kaum und schließt sich dort ein, weil er niemandem vertraut. Auf offener See oder im Quartier sieht das anders aus, doch da

»Niemand würde dir helfen?«

»Wer? Und wobei? Eine Rebellion anzuzetteln? Und warum? Um den Kapitän zu wechseln? Sie sind mit dem zufrieden, den sie haben.« Er winkte ab. »Nein! Wie ich gesagt habe. Man ka

»Sei ruhig und laß mich nachdenken!« grunzte der menschliche Gorilla, dem das Hirn zu rauchen schien. »Wo ist euer Quartier?«

»Wir haben zwei: eins in den Jardines de la Reina für kurze Aufenthalte und das andere in den südlichen Grenadinen, wo wir den Sommer verbringen.«

»Wa

»Ich denke, in ein paar Tagen, de

»Wie lange werdet ihr dort bleiben?«

»Höchstens zwei Wochen!«

»Setz dich!«

Sein autoritärer Ton duldete wie üblich keinen Widerspruch, daher setzte sich Sebastian in den klapprigen Stuhl am anderen Ende des Tisches.

»Was nun?« fragte er mißmutig.

»Wir müssen nachdenken. Und zwei Köpfen fällt mehr ein als einem allein.«

»Und worüber willst du nachdenken?«

»Wie wir deinem Kapitän das Spielzeug abnehmen.«

»Aha!«

»Sei nicht so pessimistisch«, tadelte ihn der Todesengel, der verblüfft, irritiert oder in seinem Ego verletzt schien, nur weil jemand so offen an seinem Erfolg zweifelte. »Du hast gesagt, daß er in dem Quartier und auf See nicht mehr so wachsam ist, stimmt’s?«

»Natürlich. In dieser Zeit ka

»Gut! Das ist die Gelegenheit, sie sich anzueignen.«

Sebastián sah ihn wie einen Geisteskranken an.

»Und was mache ich da

»Wie ist die Insel?«

»Welche?«

»Die im Jardin de la Reina.«

»Nur eine Sandbank mit einer tiefen Bucht.«

»Ihre maximale Höhe?«

Ȇber Meeresspiegel? Etwa zehn Meter. Aber der Jacare reicht das, de

»Er war schon immer ein schlauer Fuchs, dieser verdammte Schotte!« rief Mombars aus. »Wirklich verdammt gerissen! Aber ich denke, diesmal kö

»Ich ka

Die Geschwister aßen zusammen mit ihrem Vater unter einer schattigen westindischen Kastanie, die das stolze Kap beherrschte, zu Mittag, zur einen Seite das kristallklare blaue Meer, zur anderen die Ruinen der alten Villa von Kapitän Bardinet.

Die zahlreichen Arbeiter – fast alles Sklaven –, die mit dem Abriß beschäftigt waren, nutzten die heißen Stunden der Siesta, um sich im nahen Meer zu erfrischen. Fröhlich planschten, spielten und tollten sie im Wasser.

Allein die Tatsache, daß sie jetzt kein Zuckerrohr mehr schneiden mußten, sondern ein Haus abreißen ko