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»Nimm die Sache nicht zu leicht«, sagte sein Vater. »Dieser Mombars ist irre, und die Irren sind stets unberechenbar.« Er blinzelte ihm zu. »Das weiß ich aus Erfahrung.«
Am Horizont war ein erster Lichtschein zu sehen. Schnell würde der Morgen anbrechen. Da
»Vertrau mir! Ich verspreche dir, we
Er sah zu, wie die kleine Kalesche in der Ferne verschwand, und nachdem er sich vergewissert hatte, daß sie den Weg nach Caballos Blancos eingeschlagen hatte, stieg er in das Boot, das auf ihn wartete, um an Bord der Jacare zurückzukehren.
Lucas Castano empfing ihn am Fuß der kleinen Treppe.
»Und?« wollte er wissen.
»Der Köder ist ausgelegt. Jetzt heißt es abwarten, ob der Fisch anbeißt.«
»Er wird anbeißen«, versetzte der Panamese. »Früher oder später wird er anbeißen.«
»Ein bewaffneter Ma
»Gestern nacht hat uns Kapitän Scott wieder besucht. Er bestand darauf, den Alten zu sehen. Sie waren gute Freunde.«
»Das nächste Mal flüsterst du ihm ins Ohr, daß der Alte ihn nicht sehen will, weil er Ziegenpeter hat.«
»Mumps?« entgegnete sein Stellvertreter perplex. »Aber das ist doch eine Kinderkrankheit!«
»Das weiß ich. Aber es heißt, we
Den ganzen Tag über ruhte er sich aus wie der Rest der Flotte, der in der Bucht ankerte. Am Abend versammelte er seine gesamte Besatzung vor dem Achterkastell.
»Wie ihr wißt, ist meine Schwester nicht mehr an Bord, also ka
»Was für eine Beute de
»Beute ist Beute«, tönte es barsch zurück. »Und mit dem Anteil, der dir zusteht, ka
»Allah möge dich erhören.«
»Tu, was ich sage, und er wird mich erhören.«
Als die meisten schon dabei waren, zum Strand zu rudern, wandte er sich Lucas Castano zu.
»Jetzt bist du dran. Aber sieh dich vor. Die ist nicht blöd.«
»Ka
Der Margariteno warf ihm einen Blick zu, den man als Bitte oder Widerspruch auffassen ko
»Mensch Lucas! Bei dem Angebot von Frauen…!«
»Na ja, du hast sie so über den grünen Klee gelobt.« Er lachte schelmisch. »Und we
»Mach, was du willst, aber behalt’s für dich. Und jetzt hau ab, und paß auf, daß alles wie ein Zufall wirkt.«
Es war dunkel geworden, und in der Bucht spiegelten sich die Lichter der Stadt. Kaum war das Boot von Lucas Castano aus dem Blick verschwunden, bega
Sebastián aß allein zu Abend. Dabei vermißte er seinen Vater und seine Schwester. Heute bega
Eines schönen Tages würde er vielleicht irgendwo eine bezaubernde Frau treffen und mit ihr ein weniger unruhiges Schicksal teilen. Und vielleicht würde auch Celeste eines Tages einem ehrlichen Ma
Sein Vater, jener unglückliche Ma
Keine Sekunde verschwendete Sebastian bei dieser Gelegenheit an seine Mutter. Lieber dachte er genüßlich daran, wie wohl die Zukunft von Don Hernando Pedrárias aussehen mochte. Er ko
Was für ein Gesicht mochte er wohl gemacht haben, als er entdecken mußte, daß sein Perlenfäßchen verschwunden war?
Und wie mochte er reagiert haben, als er erfahren hatte, daß sich seine geliebte Kutsche in ein Häufchen Asche verwandelt hatte?
Und was mochte er in seinem I
Rache, süße Rache: Das war ein Leckerbissen, den man wirklich auf dem Achterkastell eines in einer stillen Bucht ankernden Schiffs genießen ko
»Ka
Er sah den dienstfertigen Koch an, der ihm die Frage gestellt hatte, und nickte zustimmend.
»Natürlich! Aber denk an den Befehl.«
»Ich werde daran denken, Kapitän«, sagte der kleine Filipino. »Der alte Kapitän ist verrückt geworden und will nicht, daß man ihn besucht.«
»So ist es! Amüsier dich!«
»Darauf kö
Überrascht sah Sebastian mit an, wie der Koch einfach über Bord sprang und wie ein Fisch auf die Lichter einer Stadt zuschwamm, in der ihn alle Zerstreuungen erwarteten, von denen ein Ma
So beließ er es dabei, einige Minuten an die genußvolle vergangene Nacht zu denken, und ging anschließend jedes Detail seines Plans noch einmal durch. Er würde alles Glück der Welt brauchen, um ihn zu einem guten Ende zu bringen.
Drei Stunden später nahm Lucas Castano, der nach Rum und billigem Parfüm roch, neben ihm Platz und grinste von einem Ohr zum anderen.
»Ich habe sie gesehen. Und wir haben geredet. Du hattest recht: Man kriegt Lust, sie aufzufressen.«
Sein Kapitän warf ihm einen undefinierbaren Blick zu. Lucas lächelte nur und machte eine abwehrende Handbewegung.
»Mach dir keine Sorgen. Ich hab sie nicht angerührt. Ich hab’s mit einer Chinesin gemacht. Bei Chinesi